
Auf der Nasimskaja Gora beiSlatoust finden sich:
1. Granat 6. Titanit
2. Chlorit 7. Vesnvian
3. Diopsid 8. Magneteisenerz
4. Pistazit 9. Perowskit.
5. Apatit
Fast alle diese Mineralien sind durch Schönheit
der Krystallisation ausgezeichnet; sie gleichen auf das
Auffallendste sowohl den Mineralien von dem Ziller-
thal in Tyrol, als auch von Ala in Piemont, namentlich
der Chlorit mit seinem ausgezeichneten Dichroismus,
der Apatit, Titanit und Vesuvian den Zillertha-
ler, der Granat und Diopsid den Alaer Mineralien.
Der Pistazit ist grösser als vom Zillerthal, er hat fast
eine Arendaler Physiognomie, der Perowskit ist dem
Ural eigentümlich.
In der Schischimskaja Gora finden sich:
1. Chlorospinell 4. Strahlsteiu
2. Magneteisenerz 5. Hydrargillit,
3. Gelber Granat
bis auf den in kleinen scharfbegränzten Krystallen
vorkommenden Granat und das Magneteisenerz lauter
nur diesem Fundort eigenthümliche Mineralien*
In Kiräbinsk kommen ausser den verschiedenen
Kupfererzen, unter denen besonders der Kupferkies
ausgezeichnet ist, vor:
1. Alfait 4. Strahlstein
2. Apatit 5, Chlorit,
3. Kalkspath
von denen die beiden ersten durch Klarheit und Schönheit
der Krystallisation wenige ihres Gleichen haben,
der Kalkspath an Durchsichtigkeit dem Isländischen
Doppelspath gleich kommt, wenn er auch nicht in so
grossen Stücken bricht.
Auf den Kupfergruben Cumeschewsk, Nischne-
Tagilsk und Bogoslowsk kommen vor:
1* Ged. Kupfer 2. Rothkupfererz
3. Malachit 12. Ged. Silber
4. Kupfergrün 13. Eisenkies
5. Brochantit 14. Zinkblende
6. Kupferkies 15. Eisenglanz
7. Kupferglanz 16. Brauneisenerz
8. Fahlerz 117. Stilpnosiderit
9. Kupferlasur 18. Schwerspath
10. Kupferblau 19. Quarz
11. Libethenit
Von diesen sind besonders die drei ersten Mineralien
berühmt, doch auch das Kupfergrün von lio-
goslowsk und der Brochantit von Gumeschewskoi
ausgezeichnet.
Na cht r ä g e .
1. Zu P h en a k it, B e r y ll und Chrysoberyll.
Herr Capt. A w d e j e f f hat indessen seine oben
S. 452 erwähnten Untersuchungen beschlossen. Es
ergiebt sich daraus, dass die Beryllerde wahrscheinlich
nicht zu den Basen ft, sondern zu den Basen Et
gehört, und ihr Sauerstoffgehalt nicht 31,15 pCt., wie
man bisher angenommen hatte, sondern 63,258 pCt.
beträgt. Das Atomengewicht des Berylliums ist demnach
58,084, das kleinste nächst dem Wasserstoff.
Die Beryllerde-haltigen Mineralien erhalten nun andere
Formeln, und zwar:
der Phenakit die Formel G3Si
der Beryll - * - GJSi + ÄlSi.
Beide sind also Drittel - Silicate, und ihre Stelle
würde in der obigen Uebersicht auf S. 448 hinter
Epidot zu setzen sein. Nach dem neuen Atomengewicht
berechnet ist die Zusammensetzung: