
gewöhnlich nicht sehr gross ist. Er beträgt in den
meisten Fällen 6 bis 8 pCt., doch finden sich auch
Körner, die 16 pCt. enthalten, wie auch anderseits
andere mit nur §. pCt. Vorkommen, H. 421 I). In bestimmten
Verhältnissen ist in dem gediegenen Golde
das Gold und Silber nicht enthalten, zwischen den
angegebenen Gränzen kommen die vollständigsten
l'ehergängc vor (II, 422). Ausser dem Silber sind
immer geringe Mengen von Eisen und Kupier darin
enthalten.
Das anstehende Gold findet sich in der Regel auf
Quarzgängen im Granit oder dem krystallinisch-scbie-
frigen Gebirge (in Beresowsk I, 186, Newjansk 1,
293 efc. )^), ausser mit Quarz besonders mit Eisenkies,
der gewöhnlich in Eisenoxydhydrat verändert
ist, in Beresowsk auch noch mit Nadelerz verwachsende
s kommt aber in geringer Menge zuweilen auch
in dem Gebirgsgesteine selbst eingewachsen vor. wie
z. B. in Serpentin bei Soimonovvsk (II, 145). In den
Goldseifen findet es sich nicht selten mit Quarz, zuweilen
auch mit lichtem Osmium-Iridium und mit Titaneisenerz
verwachsen, mit dem ersteren z. B. zu
Zarewo Alexandrowsk bei Miask (II, 39), mit dem
letzteren auf den Seifenwerken bei Bissersk, zu Be-
resowskoi bei Nischne - Tagilsk und wahrscheinlich
auch zu Soimonowsk (II, 145).
4. G e d i e g e n e s Plat i n -findet sich in kleinen
losen Körnern nn«k Schüppchen in dem Seifengebirge,
selten in kleinen Krystallen (Hexaedern) oder in grösseren
Stücken, die indessen bis zu einer Grösse von
20 Pfunden vorgekommen sind. Die grösseren Kör-
ner und Stücke sind öfter mit Chromeisenerz, sehr selten
aber mit Chromeiseuerz und Serpentin verwachsen.
*) Man nimmt im Durchschnitt 9 pCt. Silber an.
s) lieber das Vorkommen des Goldes im Ural vergleiche weiter
unten den besonderen Artikel, über den Goldsand.
In geringer Menge findet es sich auf allen Seifenwerken
des Ural, in bedeutender Menge jedoch nur
auf den Seifenwerken westwärts von Nischne-Tagilsk.
Hier ist es auch meistens ohne Gold angetroffen, und
hier sind auch nur die grösseren Stücke, und die
Verwachsungen mit Chromeisenerz vorgekommen,
II, 386.
5. Ge d i e g e n e s I r i dium findet sieh losje in
kleinen Körnern und Krystallen (Hexaedern mit abgestumpften
Ecken) in verschiedenen Seifenwerken-, wie
bei Nischne-Tagilsk, Newjansk u. s. w., im Allgemeinen
jedoch nur sehr seiten (II, 396),
2. Hexagcndodecaedrische Metalle.
j — 3. Osmi u m-E ridi u m findet sich in losen
Körnern, Schüppchen und Krystallen (sechsseitigen
Tafeln) im Seifengebirge zuweilen häufiger als Platin,
wie z. B. in Bilimbajewsk, Werch-issetsk, Newjansk
und Kyschtirask. Es kommen 3 verschiedene Species
vor, die Verbindungen von 1 Atom Iridium mit 1, 3
:.ud 4 Atomen Osmium sind, und sich durch Farbe,
specifisches Gewicht und Verhalten vor dem Lüthrohr
unterscheiden. Die erstjere dieser Verbindungen ist
am häufigsten, und kommt zuweilen mit gediegenem
Golde verwachsen vor (II, 390).
3. Diamant
findet sich in losen Krystallen in dem Seifengebirge.
Er ist überall nur sparsam vorgekommen, doch kennt
man bis jetzt schon 4 Stellen, an denen er sich g e funden
hat; diese sind:
1) die der Fürstin Butera (früheren Gräfin P o l
ier) gehörenden Seifenwerke Kreslowosdwischenskoi
und Adolphskoi bei Bissersk,
2) das dem Herrn Med s c h e r (Major) gehörige
Seifenwerk, 14 Werst ostwärts von Katharinenburg,
3) das der Krone zugehörige Seifenwerk Ku-
schaisk, 25 Werste von Kuschwinsk,