
spathes mit denen des tyroler übereinstimmen. Mit den
Krystallen aus dem Chloritschiefer von Beresowsk
habe ich einige Messnngen angestellt ( I , 182), aber
diese Messungen, wiewohl sie bei der Kleinheit und
Unvollkommenheit der gemessenen Krystalle auch nur
unvollkommen sein konnten, weichen doch zu sehr von
denen des Bitterspathes-von Miask ab, als dass man
die Abweichungen nur für Fehler der Messung halten
könnte. Die Winkel stimmen vielmehr mit denen des
Talkspaths überein, wofür man die Krystalle aber auch
nicht nehmen kann, weil sie nach den angestellten
chemischen Untersuchungen Kalkerde enthalten. Wahr-
scheinlich bilden daher die Krystalle aus dem Chloritschiefer
von Beresowsk eine besondere Species, worüber
die Entscheidung noch weiteren Untersuchungen
Vorbehalten bleiben muss.
6. Magnesit
findet sich in dichten schneeweissen Geschieben in
dem Serpentingebirge zwischen Chabarnoi und Cuber-
linsk (II, 194).
7. Weissbleierz
in kleinen, zuweilen recht durchsichtigen und stark
glänzenden Krystallen, auch als Schwarzbleierz mit
Bleiglanz und Quarz auf den Goldgängen von Beresowsk
(I , 211); in geringer Menge auch auf den
Quarzgängen der Bertewaja Gora bei Nischne-Tagilsk
(h 322).
8. Brucit
in kleinen weissen perlmutterglänzenden Blättchen und
schuppig - körnigen Parthien in dem Serpentin von
Pyschminsk bei Beresowsk (I, 180).
9. Malachit
findet sich in sehr ausgezeichneten nierförmigen Massen,
und in aufgewachsenen Kugeln und Büscheln von
excentrisch zusammengehäuften fasrigen Individuen
mit anderen Kupfererzen und mit Braunelsenerz, nesterweise
im Thone, auf den verschiedenen Kupfergruben,
besonders zu Gumeschewsk (I, 265) und Nischne-Tagilsk
(1, 314), weniger ausgezeichnet auf den Tur-
jinschen Gruben (I, 409 *). Er kommt ausserdem noch
in AftQrkrystallen vor, die theils die Form des Roth-
kupfererzes, wovon sie oft noch unzersetzte Theile im
Innern einschliessen, theils eine prismatische Gestalt
haben, die mit der keines bekannten Minerals überein-
kotnmt; die von der erstereu Form sind im Innern
dicht, und finden sich zu Gumeschewsk (I, 271), die
von der letzteren bestehen aus fasrigen Individuen,
die von gewissen S’unkten der Oberfläche sich excentrisch
nach dem Innern verbreiten, und kommen in
den Turjinschen Gruben vor; beide finden sich in Thon
eingeschlossen. Selten sieht man ” Stücke nierförmingen
Malachits im Seifengebirge, wie in Soimonowsk bei
Kvschtimsk.
10. Kupferlasur
findet sich auf den Kupfergruben bei Nischne-Tagilsk
(1, 315) und Bogoslowsk in kleinen Krystallgruppen,
doch im Allgemeinen nicht ausgezeichnet, und bei
weitem nicht von der Schönheit, Wie die Krystalle auf
den Altaischen Kupfergruben (I, 541) oder in Chessy
vorgekommen sind.
' ) Der nierförmige Malachit ist bekanntlich in den Kupfergruben
des Ural von einer Grösse und Schönheit vorgekommen, wie e r,
von keiner anderen Gegend bekannt ist. Von der grossen Malachit,
wasse, die auf der Kupfergrube bei Nischne-Tagilsk (Miädno-Ru-
•liansk) vorgekommen, finden sich in dem Annuaire von 1836 S. 321
einige nähere Nachrichten, Man hat das Gewicht des Theils der
Masse, den mm) bis dahin durch die Grubenarbeiten kennen gelernt
hatte, auf 3Q00 Pud berechnet. Der grosse Malachitblock von Gu-
meschewsk, der in der Sammlung des Bergkorps in Petersburg (1 ,4 0 )
aufbewahrt wird, hatte, als e r aus der Grube geschafft w a r, n u r ein
Gewicht von 106 Pud, und wiegt, so wie er je tz t da steh t, 90 Pnd.
Ger Malachit von Nischne-Tagilsk ist eben so compact und schön
gefärbt, wie der von Gumeschewsk, und daher zu Kunstarbeiten eben
so geeignet wie dieser.