
oder schuppig-körnigen Parthien; zuweilen aber auch
ganz innig mit ihm verbunden, so dass er eine dichte
grüne Masse mit ihm bildet. Durch das Gemenge mit
dem weissen Bitterspath bekommt aber das Gestein
ein ganz körniges, grün und weiss geflecktes Ansehen;
hat man mit Säuren den Bitterspath weggenom-
men, so erscheint es als ein poröser, mit grünem Talk
gemengter Quarz. Zuweilen ist der Bitterspath, wie
in dem gewöhnlichen Talkschiefer, zersetzt, und in
braunen Eisenocher umgewandelt, wodurch dann auch
das ganze Gestein ein braunes Ansehen erhält; wenn
man indessen diess zersetzte Gestein mit Chlorwasserstoffsäure
kocht, so wird das Eisenoxyd aufgelöst,
und das Gestein erscheint wie das mit Säuren behandelte
unzersetzte Gestein.
Nicht selten kommen kleine, stark glänzende Blättchen
von E i s e n g l a n z in dem Listwänit eingewachsen
vor, wie in dem Listwänit von Beresowsk und
von der Berkutskaja Gora, wodurch das bunte Ansehen
des Gesteins noch vermehrt wird; in einer Abänderung
von Beresowsk sind auch kleine Hexaeder von
E i s e n k i e s in grösser Menge eingemengt, doch hat
hier der Talk nicht die gewöhnliche grüne, sondern
eine gelblichweisse Farbe.
8. C h l o r i t s c h i e f e r
findet sich am Ural von fast gleich grösser Verbreitung
wie der Talkschiefer, und in der Regel mit diesem
zusammen. Er ist von der gewöhnlichen graulichgrünen
Farbe und schuppig-körnigen Beschaffenheit,
findet sich aber auch zuweilen in förmlichen scheinbaren
Uebergängen in Thonschiefer und Talkschiefer,
wie zu Beresowsk und Werch - Neiwinsk ( I , 182
und 301).
Der Chloritschiefer ist am Ural reicher an zufälligen
Gemengtheilen, als irgend eine andere schie-
frige Gebirgsart, denn es findet sich in ihm einge-
wacbsen; Magneteisenerz, Eisenglanz, Corund, Eisenkies
und Kupferkies, ferner Turmalin, Hornblende,
Strahlstein, Granat, einaxiger Glimmer, grossblättriger
Chlorit und Bitterspath, also Oxyde, Schwefelraetalle,
Silicate und Carbonate. Unter allen diesen Gemeng-
theileu ist aber das Ma g n e t e i s e n e r z derjenige, der
sich nicht allein in den meisten Gegenden, sondern
auch in der grössten Menge in ihm findet *); der Chloritschiefer
erscheint mit den octaßdrischen Krystallen
oft wie übersäet; sie sind meistentheils sehr regelmässig
ausgebildet, und finden sich von der Grösse
mehrerer Linien bis zu einer fast mikroskopischen
Kleinheit. Krystalle von E i s e n g l a n z finden sich
dagegen in dem Chloritschiefer nur sehr selten; sie
kommen auf diese Weise in Beresowsk (I, 182) vor,
sind mir aber sonst in ihm nicht bekannt, und scheinen
viel mehr dem Talkschiefer anzugehören, in welchem
sich auf der anderen Seite auch nur sehr selten
Magneteisenerz findet. E i s e n k i e s theils in grossen,
theils in kleinen Hexaödern findet sich in dem Chloritschiefer
von Schelesinsk ( I , 2 6 0 ), Ku p f e r k i e s
fein eingesprengt in dem vom Meblmagazin in Katharinenburg.
Unter den übrigen Mineralien kommen
Tu rma l in und Bi t t e r sp a th am häufigsten vor.
Ersterer findet sich in schwarzen, zuweilen auffallend
glatten Krystallen zu Gornoschit, Schabrowskoi und
Kassoibrod bei Katharinenburg (I , 157 und 256), zu
Poläkowsk (I I, 176) u. s. w .; in stängligen derben
Parthien am See Schartasch und zu Bohorodskoi (II, 502);
der Bitterspath in kleinen Krystallen zu Beresowsk
und Ncwjansk ( I , 182 und 298). Ho rnb l e nd e von
schwarzer Farbe, S t r a h l s t e i n , Gr anat , e i n a x i g
e r Gl imme r kommen in verschiedenen Abänderungen
des Chloritschiefers in der Gegend von Slatoust
vor (II, 117), grossblättriger Chl o r i t zu Beresowsk
(1,182), Corund zu Kassoibrod (1,256), S c hmi r g e l
*) Vergl. die oben S. 475 beim Magneteisenerz genannten Fundörter,