
bildet, sondern sie sind wie gewöhnlich zerbrochen
und durch eine Spaltungsfläche begränzt.
Vor dem Löthrohr schmilzt dieser Glimmer in
der Platinzange ziemlich leicht zu einem schwarzen
Glase, das nun sehr stark vom Magnete angezogen
wird, was beim ungeschmolzenen Glimmer nicht der
Fall ist.
Es ist diess derselbe Glimmer, der schon im Jahre
1824 von meinem Bruder analysirt ist *), und der nach
dieser Analyse enthält:
Kali 5,61
Talkerde 15,70
Thonerde 12,67
Eisenoxyd 19,03
Manganoxyd 0,63
Kieselsäure 40,00
Titansäure 1,63
(eisenhaltig)
Flusssäure 2,10
' ‘ ' 97,* 37MT'Tt
Nimmt man an, dass in diesem Glimmer ein Theil
des Eisens als Oxydul enthalten sei, was seine grüne
Farbe wahrscheinlich macht, so kann man seine Zusammensetzung
durch dieselbe Formel bezeichnen,
welche mein Bruder für den einaxigen Glimmer vom
Baikal-See aufgestellt hat, nämlich mit:
K3
F e 3
Er unterscheidet sich von diesem nur durch einen
z) Die Beschreibung der Analyse steht in P o g g e n d o r f f s Anna-
len Bd. I S. 80, wo aber als F undort des Glimmers n u r im Allgemeinen
Sibirien angegeben ist. Das Stück aber, welches mein Bruder
an a ly sirt hat, war von einem Exemplar der Königlichen Sammlu
n g genommen und stammte, wie ich mich bestimmt überzeugen
konnte, von dieser Lagerstätte her. , gjgj
geringeren Gehalt an Talkerde und einen um so grösseren
Gehalt an Eisenoxydul *).
3. Elä o l i th. Er findet sich auchgrösstentheils
nur derb, in mehr oder weniger grosskörnigen, zuweilen
mehrere Zoll grossen Zusammensetzungsstük-
ken, seltener krystallisirt, und dann in den gewöhnlichen
Formen in sechsseitigen Prismen mit gerader
Endfläche. Die Krystalle sind bis einen Zoll lang
u_ nd einen h# alben Zoll breit,' an den Kanten abÖfferundet,
und wie gewöhnlich nur unvollkommen spaltbar,
parallel den Flächen des Prisma und der geraden
Endfläche.
Graulichweiss, zuweilen stellenweise licht röth-
Jichweiss: starkglänzend von Fettglanz,* an den Kanten
durchscheinend.
Das specifische Gewicht: 2,615 nach E. H o f mann,
2,60 nach S c h e e r e r .
Die chemische Zusammensetzung ist nach einer
Analyse von Herrn S c h e e r e r , die mit den von mir
mitgebrachten Stücken in dem Laboratorium meines
Bruder angestellt wurde *).
Natron 15,70
Kali 5,69
Kalkerde 0,26
Talkerde Spur
Thonerde 33,12
Eisenoxyd 0,57
Kieselsäure 44,07
Schwefelsäure 0,07
Salzsäure 0,06
Wasser 0,90
100,44
• *) Vergl. G i l b e r t s Annalen fü r Physik 1822 B. 71 S. 13.
2) Vergl. P o g g e n d o r f f s Annalen Bd. XXXXIX Seite 364
*»»d 370.