
liehe stängliche Stucke Hegen, die aus schuppigen
Chlorit bestehen, und wie der Turmalin in Chlorit,
schiefer eingewachsen sind, so dass es hier offenbat
das Ansehen hat, als sei der Turmalin hier in Chlorit
umgeändert ‘).
Kleine feine Krystalle und dönnstänglige Stücki
schwarzen Turmalins kommen in den topasfühl endet
Gängen des llmengebirges vor, die haarförmigen Kry
stalle öfter in den Topas eingewachsen (II, 83). Ku.
geln, aus excentrisch fasrigem Turmalin bestehend, ii
dem feinkörnigen Quarz von der I otschilnaja Gora (1
437) und im Granit bei Schaitansk (I, 459), und grös
sere Massen grosskörnigen Turmalins, die selbst wie
der aus fasrigen Zusammensetzungsstücken bestehet
finden sich im Chloritschiefer am See Schartaseh bt
Beresowsk (I, 438) und bei Bohorodskoi an der Tun
(russ. Min. der berl. Samml.). Der Turmalin hi
hier schon eine bräunliche Färbung und ist etws
durchscheinend.
Der durchsichtige oder stark durchscheinendegt
färbte Turmalin findet sich besonders in den Drusei
eines Granits, der bei Schaitansk gangförmig in Ser
pentin aufsetzt (I, 460). Die Krystalle, die hier vor
kommen, sind von einigen Linien bis zu 2 , ja nac
I rma n n 2) 5 Zoll Grösse; sie sind verschieden ge
färbt, von verschiedenen braunen, rothen und violblaue
Farben, zuweilen fast wasserhell, häufig an einer
*) Diese Beobachtung, die , als ich sie beschrieb ( I , 2 5 6 ) ,
einzeln stand , habe ich später auch bei einem Stücke Chloritschiefi
mit eingewachsenem Turmalin von Pfitsch in Ty ro l gemacht, das
b erl. Samml. e rw a rb , und die Erscheinung ist auch später von de»
selben Chloritschiefer von A n k e r beschrieben, der diesen stängligi
Chlorit ebenfalls für Afterkrystalle und für Umänderungen aus T»
malin e rk lä rt (Isis 1837 S. 899). Ein Gegenstück dieser Afterkr)
stalle bieten offenbar die Afterkrystalle des Glimmers von der Fon
d e s Skapolilhs dar, die in Arendal Vorkommen.
a) Annuaire 1836 S, 122,
■ Ende anders gefärbt, als an dem anderen. Die schön-
Isten rothen Krystalle (sog. Rubellite) haben sich in-
i dessen in Sarapulsk 12 Werste von Mursinsk (1 ,465)
|in losen Stücken, die aus excentrisch zusammenge-
Ihäuften stängligen Individuen bestehen, in der mit
■Granitgrus gemengten Dammerde am östlichen Ge-
Ihänge einer Granitanhöhe gefunden*). Nach Irmann
■sind noch 1810 sehr schöne Rubellite auf diese Weise
■vorgekommen. — Turmalin in haar- und nadelförmi-
jgen Krystallen von grüner Farbe findet sich auf den
■Goldgängen von Beresowsk (I , 190). Die Krystalle
■sind von den Wänden des Ganges aus in derben und
■krystallisirten Quarz eingewachsen, der häufig durch-
Isichtig ist, so dass man den Turmalin im Innern des
■Quarzes erkennen kann.
■22. Phenakit
Bin 1 bis 2 Zoll grossen Krystallen in dem Glimmer-
ischiefer bei der Takowaja und dem Bolschoi Reft,
■ostwärts von Katharinenburg ( I , 484). Die Krystalle
■sind weiss und in der Regel nur durchscheinend,
■ kommen aber auch ganz oder stellenweise durchsicht
i g vor, so dass sie sich in dieser Abänderung wohl
■ z u m Verschleifen eignen, und sogar durch ihren gros-
■sen Glanz ausgezeichnete Schmucksteine liefern 2).
■ Der Phenakit kommt mit dem Chrysoberyll und Sma-
I ragd zusammen vor, welcher letztere in ihm zuweilen
■ eingeschlossen vorkoramt5).
r ) Vergl. P a l l a s neue nordische Beiträge B. V S. 277.
2) Hiernach is t also das % 485 über die Durchsichtigkeit des
I Phenakits Mitgetheille zu berichtigen. Ich verdanke der Güte des
■ Herrn v. H e l m e r s e n einen solchen geschliffenen Phenakit, der an
■ Glanz wohl dem Diamante nahe kommt.
3) Nach einer Mittheilung des He rrn Ober - Bergmeister Kam»
■ me r e r befindet sich ein Phenakitkrystall von der Grösse eines Hüh-
■ nereies, in welchem ein solcher Krystall Von Smaragd eingeschlossen
I is t, in der Sammlung des H e rrn Vice - Präsidenten v. P e r o w s k i
■ zu Petersburg.