
Fluor 10,44
Chlor 1,31
97,95. -
Die wahrscheinlichste Formel, die sich hiernach
aufstellen lässt, ist:
Hiernach berechnet würde die Zusammensetzung
sein:
Thonerde 27,72
Kieselsäure 49,83
Kalium 9,09
Lithium 1,51
Natrium 1,76
Fluor 10,09
100,00.
I I . Ge b i r g s a r t e n des Ural .
In der folgenden Uebersicht sind die Gebirgsarten
in die 3 jetzt üblichen Klassen eingetheilt, in n ep -
t u n i s c h e ,me t amo r p h i s c h e und v u l k a n i s c h e 1).
Ion den neptunischen sind nur wenige zu erwähnen,
denn der Ural fängt eigentlich erst da an, wo diese
aufhören und in die meiamorphischen übergehen. Er
ist ein langes, schmales Meridiangebirgea) , das aus
mehreren ziemlich parallelen Gebirgszügen besteht
die oft längere Zeit nebeneinander fortlaufen, dann
abwechselnd abfallen und sich wieder erheben. Diese
Züge sind grösstentheils nur die nach parallelen Linien
emporgerichteten Schichten des metamorphischen
Gebirges, welche von dem wie auf grossen Gangspalten
hervorgebrochenen vulkanischen Gebirge begleitet
oder durchschnitten werden. Auf dem metamorphischen
Gebirge folgt o st- und westwärts das nep-
' ) Letztere im weiteren Sinne des Wor ts , aie älteren vulkanischen,
oder sogenannten platonischen Gebirgsarten, die am Ural al-
lein Vorkommen, mit eingerechnet,
2) Die Länge des Ural beträgt, wie Hr. v. H u m b o l d t bemerkt*),
über 500 geographische Meilen, wenn man als seine südliche Verlängerung
die Hochebene des Ust-Urt in dem Isthmus der Truchmenen
zwischen dem Aral-See und dem Kaspischen Meere und als seine nördliche
Fortsetzung die Berge von Novaja-Semla betrachtet. Diese
Länge kommt dem Theile der Anden von der Magellan - Strasse bis
zu dem Busen von Arica oder der ganzen Breite Europas von der
Südspitze des Peloponnes bis zum Cap Nord gleich.
*) A s ie centrale B. I S. 412.