
den ein Rhombenoctaeder o , dessen Flüchen auf den
Flächen des Prisma g gerade aufgesetzt sind. Nach
Br o oke ist die Neigung von
g : g == 136* 20'
g f b = 111 50
i g i b = 140 14
o : o = 150 32
o : o == 101 10
o : g = 133 10
Die Seitenflächen sind glatt und glänzend, so dass
sich ihre Winkel mit dem Reflexionsgoniomete^ mit
ziemlicher Genauigkeit bestimmen lassen; auch stimmen
die Winkel, welche ich gemessen, mit denen, die
Br o o k e angiebt, gut überein.
Der Mengit ist nicht spaltbar; im Bruch uneben;
eisenschwarz, im Pulver kastanienbraun; glänzend,
zuweilen stark glänzend von Halbmetallglanz und undurchsichtig.
Härte über der des Apatits; specifisches Gewicht
nach Br o oke 5,48.
Vor dem Löthrohr in der Platinzange geglüht,
verändert sich der Mengit nicht, wird aber nun in
kleinen Stücken vom Magnet angezogen, was vorher
nicht der Fall ist.
Von Borax und Phosphorsalz wird er zu einem
klaren Glase aufgelöst, mit Phosphorsalz in der Oxydationsflamme
zu einem grünlichgelben, in der Redu-
ctionsflamrae zu einem gelblichrothen Glase, das dem
Glase, welches der llmenit mit Phosphorsalz giebt,
sehr ähnlich, aber nicht so dunkel gefärbt ist. Die
rothe Farbe tritt aber sehr schön hervor, wenn man
Zinn zusetzt. Mit Soda auf Platinblech zeigt sich
eine Manganreaction.
Nach diesen Versuchen könnte es scheinen, als
ob der Mengit wie das Titaneisenerz vorzugsweise
aus Titansäure und Eisenoxyd bestände, doch zeigen
die Versuche auf nassem W eg e , die mein Bruder auf
meine Bitte, freilich nur mit einer sehr geringen Menge
angestellt hat, dass der Mengit neben dem Eisenoxyd
nicht sowohl Titansäure, als sehr wahrscheinlich Z i r kon
er de enthält.
Von Chlörwasserstoffsäure wird nämlich der Mengit
nur wenig angegritfen, von erhitzter concentrirter
Schwefelsäure dagegen beinahe völlig aufgelöst; die
Auflösung mit Wasser verdünnt undr gekocht, Wird
trübe; Ammoniak giebt in derselben einen granlich-
weissen Niederschlag.
Mit saurem schwefelsauren Kali gekocht löst sich
der Mengit zu einer etwas trüben Flüssigkeit auf^ in
welcher Ammoniak erst einen weissen und dann braunen
Niederschlag hervorbringt. In der abfiltrirten
Flüssigkeit wird durch oxalsaures Kali keine Kalkerde
gefällt.
Der obige Niederschlag in Chlorwasserstöffsäure
gelöst, die Auflösung mit Ammoniak gesättigt, und
mit Schwefelwasserstoff-Ammoniak versetzt, wodurch
sich Schwefeleisen bildete und darauf mit schweilichter
Säure behandelt, hinterliess eine weisse Substanz,
die vor dem Löthrohre sich nicht wie Titansäure' verhielt,
und mit Phosphorsalfc kein blaues Glas bildete,
dagegen vor dem Löthrohr wie auch bei einigen Versuchen
auf nassem Wege sich wie Zirkonerde verhielt.—
Bevor wir die vierte Trubejew'sche Topasgrube
erreichten, kamen wir in der Nähe des grossen Sees
Kissägatsch an eine grosse Masse grossblättriger Hornblende,
mitten im Walde, die nesterweise vorzukommen
schien, und in welcher man einen kleinen Schürf
angelegt- hatte. Das umliegende Gestein War indessen
nicht zu sehen, und so auch das nähere Vorkommen
dieser Masse nicht zu bestimmen. Die Hornblende
findet sich hier in lang und breitstängligen Zusammensetzungsstücken
ist lauchgrün,- an den Kanten
durchscheinend, deutlich spaltbar und enthält hier und
da eingeschlossen einzelne Blätter und blättrige Par