
ungewöhnliche Ansehen entsteht,
wie aus der beistehenden
Figur zu sehen ist,
dadurch, dass die Flächen T,
M, r, die sonst gewöhnlich
r sehr ausgedehnt sind, und als
die Flächen eines unsymmetrischen
sechsseitigen Prisma erscheinen
(vergl. die Hai i y -
schen Figuren) , hier bis auf
die Flächen r , die auch nur
als schmale Abstumpfungsflächen
Vorkommen, ganz verschwunden
sind; ausserdem finden sich nur die Flächen
n, o,z, und untergeordnet noch q und wahrscheinlich
auch P , doch ist der Krystall hier an beiden S eiten
verbrochen, so dass man nicht mit Bestimmtheit
sagen kann, ob diese Flächen wirklich Vorkommen.
Bei der grossen Ausdehnung der Flächen n, o, % hat
der Krystall das Ansehen eines Hexagondodecaeders;
er ist bei seiner Grösse und des nur geringen Glanzes
mancher Flächen nur mit dem Anlege-Goniometer
zu messen, doch überzeugt man sich bald, dass die
Basis dieses scheinbaren Hexagondodecaöders Winkel
von 128° 19/ , 115° 24' und 116Q 17' hat, und die
Kanten an der Basis bei » 70° 33', bei $ 70° 8 ', bei
o 63° 8',_ und die Endkanten zwischen » und z rnnge-
fähr 151, zwischen z. und o 145° | , und zwischen o
und n 14ö° betragen.
Nur die Flächen o sind glatt und glänzend, die
Flächen r wohl noch glänzender, aber uneben, die
Flächen *, q, n wenig glänzend und wie in der Zeichnung
angegeben, zart gestreift. Der Krystall ist parallel
der Fläche M sehr deutlich spaltbar, dabei dunkel
schwärzlich grün, nur schwach an den Kanten durchscheinend,
und, g'egen eine helle Lichtflamme gehalten,
röthlich durchscheinend, fast wie der Chrysoberyll des
Ural; auch scheint er etwas Chrom zu enthalten, denn
mit Borax vor dem Löthrohr geschmolzen, löst er sich
zu einem klaren Glase auf, das, so lange es heiss ist,
schön smaragdgrün gefärbt erscheint.
2 ) Zo i s i t findet sich nur unbedeutend, körnig
und von gelblichgrauer Farbe in kleinen Gängen in
dem mit Schmirgel gemengten Chloritschiefer vom
Marmorbruch von Gornoschit, unweit Katharinenburg
(I, 248); und in kleinen derben Parthien mit fasrigen,
excentrisch zusammengehäuften Zusammensetzungsstücken
und von rother Farbe, wie der sogenannte
Withamit in kleinen Blasenräumen eines Porphyrs beim
Dorfe Uianowa am Tanalyk (II, 182).
3) Bu k l a n d i t findet sich in einen halben Zoll
langen dünnen prismatischen Krystallen in dem Granit
von Werchoturie eingewachsen ( I , 432); der dritte
bekannte Fundort dieses seltenen Minerals.
8. Titanit
findet sich in ein- und aufgewachsenen Krystallen.
ln den grössten Krystallen kommt er eingewachsen
vor, und findet sich auf diese Weise mit Pyrochlor
und Apatit in dem Syenit des Umengebirges bei Miask
(11, 67). Die Krystalle sind mehrere Zoll lang, gelblichbraun,
aber auf der Oberfläche rauh und uneben.
Glattfläcbigere und auch noch ziemlich grosse Krystalle
finden sich mit Zirkon in dem Syenit von Tur-
gojakskaja (II, 143) und am Ischkul im Ilmengebirge
(II, 67). In kleinen, aber sehr glänzenden Krystallen
von brauner Farbe kommt er in dem Granite bei Katharinenburg
vor, z. B. zu Werch-Issetsk (I , 168)
am See Schartasch (I , 178) und zu Gornoschitt (I,
244). Eben so kommt er auch in dem Diorite des
nördlichen Ural vor, wie beim Flusse Wiazka (iusf.
Min, der berl. Samml.).