
fische Gewicht nachBrooke 5,14, naeh Br e i thaupt
5,188 — 5,21 '*)•
Das Verhalten des Aeschynits vor dem Löthrohr ist
yon B e r z e l i u s angegeben; er zeichnet sich in dieser
Hinsicht durch ein starkes Aufblähen aus, wenn
man ihn in der Platinzange gl(iht; er erweitert sich nach
allen Dimensionen; krümmt sich nach einer Seite und
wird ockergelb. Nach der Untersuchung von 11 a r t wa
l l s) besteht er aus
Titansäure 56,0
Zirkonerde 20,0
Ceroxyd 15,0
Kalkerde 3,8
Eisenoxyd, 2,6
Zinnoxyd 0,5
97,9
Eine Formel lässt sich für diese Zusammensetzung
nicht aufstellen, weil sie keine völlige quantitative
Sicherheit hat und man kein JJfittel kennt, Titansäure
yon Zirkonerde mit Sicherheit quantitativ zu trennen.
Er kommt gewöhnlich in Feldspath, zu\yeilen in
dem blättrig körnigen Glimmer eingewachsen vor.
Häufig umschliessen seine Krystalle noch einen Kern
von Feldspath, auch kommt Zirkon in ihm ein- und
aufgewachsen vor. Er wurde von Me n g e entdeckt,
aber für Gadolinit gehalten, Der Name Aeschynit
rührt von B e r z e l i u s her.
Mit dem Aeschynit kommt noch ein neues Mineral
vor, dem ich bei einer frühereu Beschreibung desselben
ß) den Namen Ur an o t ant a l zu geben vorgeschlagen
habe. Ich habe es selbst nicht an Ort und
Stelle gesammelt, sondern kenne es nur von einem
Stücke, welches ich erst später durch Herrn Capitain V«
S c h w e i g g e r , S ei d e J’g Jahrbuch B. VIII, S, 441,
* ) B e r z e l i u s Jahresbericht, Jahrgang 9 S. 195,
3) P o g g e n d o r f f » Ai>n, B. XXXXVHI S, 555.
%
J e v r e i n o f f erhalten habe. Es findet sich an dem
Stücke in einzelnen platten Körnern, die in einem
röthlichbrauuen Feldspath zugleich mit Aeschynit eingewachsen
sind, und auf der Bruchfläche des <Feld-
spaths Spuren von regelmässigen Umrissen zeigen,
und daher undeutliche Krystalle zu sein scheinen.
Sie sind von verschiedener Grösse, höchstens von einer
Haselnuss; Bruch muschlig.
Er ist sammetschwarz, im -Strich dunkel röthlich-
braun, im Bruch starkgläuzend von unvollkommenem
Metallglanz und undurchsichtig. ||
Seine Härte ist zwischen Apatit und Feldspath,
das specifische Gewicht 5,625.
Im .Kolben über • der Spirituslampe schwach erhitzt,
deerepitirt der Uranotantal etwas, sublimirt einige
Feuchtigkeit, und glimmt dann äuf wie Gadolinit, wobei
die angewandten Stücke| etwas aufbersten und
eine schwarzbraune Farbe erhalten *). Nun vor dem
Löthrohre in der Platinzange erhitzt, schmilzt er an
den Kanten zu einem schwarzen Glase.
In Borax auf Platindrath löst er sich gepulvert
ziemlich leicht auf und bildet in der innern Flamme
ein gelbes., in der äussern ein gelblichgrünes Glas.
Bei stärkerem Zusatz von Mineral erhält das Glas in
der äussern Flamme einen Stich ins Ruthe, besonders
so lange es heiss ist, in der inneren wird es grüm-
lichschwarz; geflattert wird es undurchsichtig und
gelblichbraun.
In Phosphorsalz löst es sich gepulvert ebenfalls
ziemlich leicht und [vollständig zu einem klaren Glase
auf; in der innern Flamme geschmolzen ist die Farbe
smaragdgrün, in der äusseren eben so, nur lichter, eine
) Das Verglimmen trifft unmittelbar nach dem Decrepitlren ein
»nd geht sehr schnell vorüber. Daher man die Erscheinung leicht
ubersehen kann; bei einiger-Vorsicht und bei schwacher Erhitzung
ist sie indessen jedesmal zu bemerken.