
(mit wie 4 :6 : 3 : 1 , und dass die Thonerde hierbei die
Rolle einer Säure spielt, so erhält man die Formel:
RS + 2RA1 + RI4.
Berechnet man nach dieser die Zusammensetzung-
unter der Voraussetzung, dass der Sauerstoff der Talkerde
zu dem der Kalkerde sich wie 2 : I verhalte, so
fällt sie folgender Massen aus:
Talkerde 21,96
Kalkerde 15,13
Thonerde 40,94
Kieselsäure 18,10
Wasser 3,58
100,01.
Interessant ist nach diesen Analysen die Uebcr-
einstimmung des Xanthophyllit’s mit dem Minerale von
Amity in New-York, das von Cl emson, Thomson
und Br e i thaupt den Namen Seybertit, Holmesit und
Chrysophan erhalten, und auch äusserdem noch Clin-
tonit benannt ist. Es hat nämlich nach den Analysen
von Cl ems on , Ri cha rds on x) und P l a t t n e r a)
folgende Zusammensetzung:
Talkerde 24,3 9,05 9,8
Kalkerde 10,7 11,45 12,5
Eisenoxydul 5 Oxyd 3,8 4,3
Manganoxydul — 1,35 —
Zirkonerde — 2,05 —
Thonerde 37,6 44,75 46,7
Kieselsäure 17,0 19,35 21,4
Flusssäure — 0,9 —
Wasser 3,6 4,55 3.5 nebst Natron
I h p 98,25' 98,2.
Nach den Stücken, die die königl. berl. Sammlung
neuerdings erhalten, und nach den Beschreibungen in
den oben citirten Werken kommt der Seybertit auch in
*) Dana festem o f mineralogy S. 266.
*) B r e i ( li a u p;t , Handbuch der Mineralogie Th. II, S. 385,
unbestimmt begränzten tafelförmigen Krystallen vor,
die nach der Hauptfläche vollkommen spaltbar, und in
Kalkspath eingewachsen sind. Er ist gelblichbraun,
hat auf der Hauptfläche der Tafeln metallischen Perlmutterglanz,
eine Härte, die zwischen der des Fluss-
spaths und Apatits steht, und ein specifisches Gewicht
3,098 (Dana ) , oder 3,071 (Bre i thaupt ) . In dem
Kalkspath findet sich neben ihm noch Hornblende und
Graphit eingewachsen.'
Dunklere Farbe, die vielleicht durch den etwas
grösseren Eisengehalt hervorgebracht vyird, so wie
das Vorkommen zeichnen den Seybertit, bei der noch
unvollständigen Kenntniss seiner chemischen Zusammensetzung,
besonders vor dem Xanthophyllit aus; nicht
so die Härte, denn diese ist auch bei dem letzteren
geringer, als S. 120 angegeben ist, wenn man sie auf
der Hauptfläche der Tafeln untersucht, indem er hier
durch Apatit geritzt wird, während er mit den Rändern
der Tafel den Apatit deutlich ritzt. Es ist demnach
wahrscheinlich der Xanthophyllit nicht wesentlich,
wenigstens nicht als Gattung, verschieden, was
indessen völlig auszumachen, noch weiteren Untersuchungen
Vorbehalten bleiben muss.
3. Zu Lepidolith.
Der 1,457 und II, 505 beschriebene grossblättrige
Lepidolith von Juschakowa ist von Herrn Rosale.s
aus Cadix in dem Laboratorium meines Bruders ana-
Jysirt worden. Nach einem Mittel von 3 Analysen
enthält derselbe:
Thonerde 20,80
Manganoxyd 4,30
Kieselsäure 48,92
Kalium 9,20
Natrium 1,66
Lithium 1,24
Calcium 0,08