
zend und ausgebildet. Sie sind nach Li s s e n k ö hier
auch von violblauer Farbe vorgekommen.
2) Gr ü n b l e i e r z auf den Goldgängen von Be-
resowsk (I; 207). Die Krystalle sind mehr oder weniger
dicke sechsseitige Prismen, zuweilen ganz haar-
förmig von gelblichgrüner, seltener von grünlichgelber
Farbe. Die letzteren enthalten neben der Phosphorsäure
etwas Arseniksäure, und beide Abänderungen
auch etwas Chrom. Arseniksäure kommt allerdings
öfter in den Grünbleierzen ariderer Fundörter vor, ist
aber deshalb in diesem Grünbleierze bemcrkensurerth,
wreil sie sonst am Ural nicht weiter gefunden worden
ist; der Chrömgehalt dagegen ist noch bis jetzt überhaupt
bei keinem anderen Grünbleierze vorgekommen,
und er ist um so auffallender, da die bekannten Oxydä-
tionsstufen des Chroms mit den übrigen Bestandtheilen
des Grünbleierzes nicht isomorph sein können, und
seine Anwesenheit also nicht zu erklären ist. —- In
geringer Menge findet sich das Grünbleierz noch auf
kleinen Quarzgängen mit Bleiglanz an der Bertewaja
Gora bei Nischne-Tagilsk (I, 322).
d, Verbindungen von ß mit Basen.
tt. Silicate,
au. Basische Silicate.
1. Cyanit
findet sich in Krystallen oder derben Partbien mit breit«
stängligen Zusammensetzungsstücken von blauer Farbe
theils in Glimmerschiefer selbst eingewachsen, theils
auf Quarzgängen in diesem oder in Thonschiefer. Im
Glimmerschiefer selbst eingew’achsen kommt er am
Taganai vor (II, l l l ) ; auf Quarzgängen im Glimmer-
schiefer auf der Urenga nach L i s s e n k o 1) , und im
') Aanuatre, 1835 -p, 19,
Thonschiefer bei dem Dorfe Kolotkina, einige 40 Werste
SO. von Katharinenburg ( I , 477). Ausserdem
I findet er sich auch in Geschieben; iose Stücke Quarz
mit eingewachsenem Cyanit-' kommen in der Nähe des
letztgenannten Dorfes, am Einflüsse der Brussianka in
den Isset auf den Feldern vor (1, 477)^ und Geschiebe
von Cyanit mit breitstängligen Zusammensetzungs-
sfücken von lichte- ockergelber Farbe, ähnlich dem
sogenannten Rhätizit von Tyrol in Ekaterininskoi bei
I Kyschtimsk im Seifengebirge (II, 160).
I 2, Staurolith
I in 1 bis 2 Zoll grossen undurchsichtigen Krystallen
I mit rothem Granat in dem Glimmerschiefer ^ ^ .... des Tatra-
nai (II, 111), in viel kleineren schmäleren, höchstens
I einen halben Zoll grossen und verhältnissmässig brei-
I ten Krystallen mit kleinem rothen Granat und kleinen
I schwarzen Glimmerblättchen in einem sehr harten blau-
I lichschwarzen Thonschiefer bei Polewskoi, südlich von
I Katharinenburg. Die Krystalle sind, wie die des vo-
I rigen Fundorts, gewöhnlich einfach, sie sind ferner
I dunkeigraulichschwarz, undurchsichtig, haben eine
glatte; ziemlich glänzende Oberfläche, und hinterlassen
auch in der Grundmasse, w'enn man sie aus dieser
herausnimmt., glatte und glänzende Eindrücke (nach
I einem Stücke unter den russischen Mineralien der Ber-
I liner Sammlung). Er findet sich ferner .auch in dem
Glimmer von Nischne-Saldinsk (nach einer Mittheilung
I von Herrn S c hw e t t s o f f in Nischne-Tagilsk).
I 3. Andalusit
derb, mit auseinanderlaufenden, stark verwachsenen,
I 2 bis 3 Zoll langen Zusammensetzungsstücken zu
I Juschakowa bei Mursinsk ( I , 458). Nach B r e i t haupt
ist das specifische Gewicht dieses Andalusits
3,121*).
*) Sch w e i g g e r ’s Jo u rn a l für Chein. und Phys. LV S. 344.