
tf(f. ZweiCrillel-Silicate.
findet sich von lichte- nnd dunkelgrüner nnd von rother
Farbe als Diopsid, Augit im engeren Sinne und Rhodonit.
1) Di o p s id kommt in Zoll langen, lichtegpünlich-
grauen, durchscheinenden Krystallen in schönen Drusen
mit krystallisirtem Granat zu Achmatowsk auf
Gängen in Choritschiefer vor (II, 128 und 130).
2) Grüne r Au g i t kommt in gewöhnlich 2 bis
4 Linien grossen, häufig aber schon auf der Oberfläche
oder ganz in Uralit umgeänderten Krystallen in
Augitporphyr eingewachsen vor. Ganz unversehrte
Krystalle finden sich besonders zu Nisehne-Tagilsk
(I, 305), Zarewo-Nicolajewsk bei Miask (II, 40), beim
See Auschkul (II, 167) und bei Orsk (II, 185). Die
Krystalle sind gewöhnlich grasgrün, ziemlich vollkommen
spaltbar und glattflächig; auf der Oberfläche umgeänderte
finden sich zu Muldakajewa (II, 171), und
am Blagodat ( I , 344); ganz urageänderte ebenfalls
am Blagodat und ferner zu Ivowelinskoi bei Miask
26), Mostowaja bei Katharinenburg (1,284) u. s. w.
Ausserdem findet sich der Augit auch noch derb in
grobkörnigen Zusammensetzungsstiicken, von schwärzlichgrüner
Farbe und mit Magneteisenerz gemengt am
Katschkanar (I , 379).
H y p e r s t h e n in Geschieben in körnigen Zusammensetzungsstücken
von schwärzlichgrüner Farbe
und in einzelnen Körnern von holzbrauner Farbe findet
sich in dem Seifengebirge von Rublowskoi bei
Nisehne-Tagilsk (1 , 328) und von Barsowskoi bei
Kyschtimsk (II, 149).
3) Rhod on i t findet sich derb von rosenrother
Farbe auf einem Lager von Quarz, gewöhnlich dicht,
doch stellenweise grob- und grosskörnig und dann mit
deutlichen Spaltungsflächen bei dem Dorfe Schabrowa
bei Katharinenburg ( I , 162). Er wird zu kleinen
Vasen und allerhand anderen Gegenständen verarbeitet.
17. Dialing
in grösserer oder geringerer Menge im Serpentin; in
zollgrossen eckigen Stücken dicht nebeneinander am
See Auschkul, südlich von Miask (11,164); in kleineren
einzelner liegenden Blättchen zu Mustowskoi (I, 289),
und am Uraldurchbruch (II, 193), an welchem letzteren
Orte er indessen mehr von der Beschaffenheit des
Bronzits ist. Lose in sehr kleinen Blättchen im Seifengebirge.
18. Hornblende
kommt von weisser, grüner, am häufigsten aber von
schwarzer Farbe, als Tremolit, Strahlstein oder Hornblende
im engeren Sinne, vor.
1) Tr emo l i t findet sich derb und strahlig mit
sparsam eingeinengter erdiger Kupferlasur auf der
Sauarskischen Kupfergrube am Ui (II, 178).
2) S t r a h l s t e in , in langen prismatischen, an den
Enden verbrochenen Krystallen in grosser Menge im
Talkschiefer, auf eine ähnliche Weise, wie in den
schweizer und tyroler Alpen, zu Kyschtimsk (II, 160),
Werchneiwinsk (1, 301) und Gornoschit bei Katharinenburg
(russ. Min. d. berl. Samml.); in feineren
prismatischen Krystallen von grünlichweisser Farbe
in dem Chloritschiefer von Slatoust (II, 117) und in
fasrigen Individuen, die excentrisch zusammengehäuft
zu Kugeln und Bündeln verbunden sind, zu Poläkowsk
(II, 176).
3) Ho r n b l e n d e von schwarzer Farbe als w e sentlicher
Gemengtheil in dem Dioritporjphyr, Diorit,
Syenit und Hornblendeschiefer; in dem ersteren in
eingewachsenen Krystallen zuweilen von Zoll-Grösse
und regelmässig begränzt zu Pitatelewskoi bei Bo-
goslowsk (I , 391), am Auschkul (II, 168 und 170)
«nd zu Poläkowsk (II, 177);- i n dem Diorit in körni-
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