
gitporphyrs durch ein Cement verbunden sind, das
ein Gemenge von weissein Kalkspath mit dichtem
Epidote ist, in welchem ebenfalls noch Krystalle von
Uralit liegen. Dann finden sich aber auch noch andere
Abänderungen von Augitporphyr, die keinen Uralit,
sondern in einer grünlichweissen harten Grnnd-
masse sehr frische grasgrüne Krystalle von Augit
enthalten.
Ausser diesen Abänderungen von Serpentin und
Augitporphyr kommen hier noch manche schöne Abän-,
derungen von Diorit und Dioritporphyr vor. So findet
sich bei Anninskoi ein porphyrartiger Diorit, bei welchem
in einem kleinkörnigen Gemenge von grüner
Hornblende und gelbem undurchsichtigen Albit, grössere
Krystalle von eben so aussehendem Albit liegen,
und bei dem Seifenwerke Swiäto - Leontewskoi ein
Dioritporphyr, wo in einer grauen harten Grundmasse
viele kleiae schwarze Hornblendekrystalle und einzelne
grössere von schneeweissem Albit Vorkommen.
Ferner kommt auch hier Euphotid vor, der dem Th. 1
S . 230 beschriebenen von Beresowsk ähnlich ist, nur
mehr von der dichten weissen Grundmasse wie dieser
enthält.
Serpentin, Augitporphyr und Dioritporphyr scheinen
demnach in den mannigfaltigsten Abänderungen
in den Umgebungen des Auschkul verbreitet zu sein.
Es wäre sehr interessant zu wissen, in welchem Ver-
hältniss die genanntenGebirgsarten untereinander und
besonders der Dioritporphyr zum Serpentin und Augitporphyr
stehen; die bekannten Thatsachen gaben
hierzu keine genügende Andeutung, doch wird diass
bei der Verbreitung des Dioritporphyrs, ungeachtet
der starken Bedeckung durch Dammerde und Wald, bei
näherer Untersuchung gewiss hier auszumachen sein.
Als wir am Abende nach Poläkowskoi wieder
zurückgekehrt waren, fanden wir Herrn v o n Humb
o ldt und die übrige Gesellschaft schon da. Wir
wollten noch die Kupfergruben, wenn sie gleich jetzt
schon auflässig waren, besuchen, aber der Regen liess
nicht nach, und so mussten wir auch diesen Plan aufgeben;
wir. nahmen daher Abschied von den Herren
An o s s o f f und He rmann, die Herrn v o n Humboldt
bis hierher begleitet hatten, und setzten unsere
Reise sogleich weiter fort.
Poläkowsk war eine der Hauptgruben dieser Gegend
, ausser ihr waren in dieser Gegend noch im
Betriebe die Kupfergruben Kisnekejewsk, Nikolsk,
Gavrilowsk, Kiräbinsk, Kukuschewsk und Sanarsk.
Die erstef dieser Gruben liegt nur etwa 7 Werste
westlich von Poläkowsk, die zweite östlich, Gavrilowsk
und Kiräbinsk südlich, und Kukuschewsk und Sanarsk
südöstlich, nicht weit von den Flüssen Ui und S a -
narka. Die drei letzteren waren schon zu den Zeiten
von Pa l la s in Betriebe, der auch die beiden letzteren
besucht und einige Nachrichten darüber mitgetheilt
hat1). Die Erze dieser Gruben bestehen aus Kupferkies,
Malachit und Kupferlasur und etwas gediegenem
Kupfer; von der Kukuschewskischen Grube giebt Pa l l
a s auch Fahlerz und Bleiglanz an, die etwas Silber
enthalten. Sie scheinen bis auf die der Sanarskischen
Gruben, die nach Hofmann und von H e lm e r s s e n
im Gebiete der Granitformation liegen, auf Gängen
im schiefrigen Gebirge, zum Theil in demselben eingesprengt
nnd nesterweise im Letten zu brechen. Einige
neuere Nachrichten hat Li s s e n k o über die
Kupfergrube Kiräbinsk mitgetheilt2) , die durch das
schöne Vorkommen des Albits eine mineralogische Be
rühmtheit erlangt hat.
Die Grube liegt hiernach in dem Kiräbinskischen
Berge, der sich etwa 35 Lachter über dem Wasserspiege
l des Flüsschens Kiräba erhebt, und aus Schichten
1 ) P a l l a s ßeise Th. I I S. 118 und 107.
2) Gornoi Jo u rn a l, 1836 Th. 111 S. 135.