
Nach den vonGöbel mitgetheilten Tabellen wurden
im Jahre 1832
am Elton-See an Salz gebrochen 2,096,482 Pud
an die Kronsniederlagen am Elton-See.
und in Pokrowskaja und Nicolajews-
kaja abgeliefert 1,645,528 ' ) -
in Saratoff und Kamyschin verkauft 2,214,137 2) -
Die Selbstkosten für das Pud betrugen der Regierung
in Saratoff 30£, in Kamyschin 2 3 | Kopeken;
der Verkaufspreis für das Pud betrug in Saratoff
1 Rubel 30 Kop.; in Kamyschin 1 Rubel 20 Kop.;
der reine Gewinn der Krone nach Abzug sämmtlicher
Ausgaben 2,165,807 Rubel 3).
die Gewinnung des K o ch -S a lz e s aus den» E lto n -S e e findet man in
E r d m a n n ’s Beiträgen Th. II S. 244 und in G ö b e l ’s Reise Th. I
S. 314, woraus die oben mitgetheilten Nachrichten zum Theil entnommen
sind.
*) Das Uebrige blieb in den Niederlagen der Arbeiter liegen.
a) Der Ueberschuss rü h rte von den stets vorhandenen Beständen
der früheren Jah re her.
3) Um zu sehen, in welchem Verhältniss die Salzgewinnung am
Elton-See zu der im übrigen russischen Reiche s te h t, lasse ich hier
noch eine Uebersicht der Production der wichtigsten übrigen ru ssischen
Salzwerke folgen, wie sie im Jah re 1832 statt gehabt hat und
in dem Annuaire du Journal des mines de Ru ssie Th. I Tabelle 15
angegeben ist. Es lieferten hie rn a ch :
1. D ie S a l z w e r k e
von dem Gouvernement Perm
die Privatwerke
die Kronswerke
von Ledenga im Gouv, Wologda
von Staraja-Russa im Gouv. Nowgorod
von Irkutzk im Gouv. Irkutzk
2. D ie S a l z s e e n
von Astrachan und dem Kaukasus
von Bessarabieu
vom Gouvernement Taurien, nämlich
von Perecop
Jenitsche
Kinburn
- Kertsch
6,099,563 Pud
696,976 -
108,090 -
131,133 -
167,139 -
1,261,388 -
349,535 -
7,261,992 -
2,217,642 -
41,112 -
1,311,858 •
Die Soole des Elton-Sees wird jetzt noch eben
so wenig, wie die der übrigen Salzseen benutzt, obgleich
sie doch mit vielem Vortheil auf Soda vermit-
telst der Fabrikation von Glaubersalz^ und auf Magnesia
alba angewandt werden könnte. Wenn man eine
Auflösung von 2 Theilen Bittersalz und l Theil Kochsalz
einer Temperatur von — 3° aussetzt, so schiesst
Glaubersalz an, und Chlormagnesium bleibt in der
Flüssigkeit aufgelöst. Ein solches Verhältniss von
Bittersalz und Kochsalz würde man im Winter aus
der Soole des Elton-Sees, wenn es dann nicht schon
vorhanden ist, durch Zusatz von Kochsalz leicht darstellen,
und auf diese Weise also auch Glaubersalz
gewinnen können. Aus diesem würde dann das kohlensaure
Natron darzustellen sein, dessen Bereitung
im Grossen bekanntlich auf keine Weise leichter und
vartheilhafter auszuführen ist, als aus dem Glaubersalz,
so dass man sich ihrer auch in Frankreich und Ena*-
land noch mit grossem Vortheil bedient, wo man sich
erst mit vielen Kosten das Glaubersalz aus dem Kochsalz
durch Zersetzung mittelst Schwefelsäure bereiten
muss. Allerdings würde diese letztere Operation am
zweckmässigsten in Saratoff, Kamyschin oder einem
anderen Orte an der Wolga auszuführen sein, da man
am Elton kein Brennmaterial hat, doch würde das
Glaubersalz eben so gut wie das Kochsalz nach der
Wolga gebracht werden können.
Wenn man bedenkt, wie die Soda fast zu jedem
von E u p a to ria 1,031,835 Pud
vom Elton See im Gouv. Saratoif 1,285,330 r )*
"i 3. D e r S a l z s t o c k
von Ilezk im Gouv. Orenburg 732,519 -
die übrigen Salzwerke und Salzseen 203,363 -
Oie ganze Salzproduction des russischer Reiches im
Jahre 1833 betrug demnach 21,899,475 -
') Diese Angabe weicht, wie man sieht, bedeutend von der oben
angegebenen ab, wovon ich den Grund nicht angeben kann,