
sich’ in P o g g e n d o r f f s Annalen ’ ) und den Annah
o f philosophy aV Der Name Umenitrührt vonKup f -
f e r her. —
Bis zu den Schürfen, in welchen sich die genannten
Mineralien fanden, waren wir in unsern Wagen ,
gekommen; zu den übrigen weiter nordöstlich gelegenen
Schürfen konnten wir nur zu Fuss gelangen,
nnd Hessen daher unsere Wagen hier stehen, um uns
ihrer auf dem Rückwege wieder zu bedienen. Wir
wandten uns nun zuerst zu dem dritten Zirkonschurf? I
der in einer kleinen hervorragenden Kuppe angelegt
ist, deren Gebirgsart aber nicht mehr in dem eigentlichen
Miascit, sondern hauptsächlich in einem Gemenge
von Feldspath, Albit und Glimmer besteht. Die sich
hier findenden Mineralien sind aber folgende:
1. F e ld sp a th , gelblichweiss, an den Kanten
durchscheinend, grosskörnig, in kleinen Drusenräumen
in undeutlichen an den Kanten abgerundeten Kry-
stallen krystallisirt.
2 . A 1 bi t, grünlichweiss, stärker durchscheinend
als der Feldspath und ebenfalls grosskörnig. Auf der
vollkommensten Spaltungsfläche ist er stark gestreift,
und stark perlmutterartig glänzend: zuweilen ist er
regelmässig mit dem Feldspath verwachsen und um-
giebt die etwa 6 Linien langen Körner des Feldspaths
mit einer 1 bis 2 Linien breiten Hülle, wie in dem
Finländischen Granite, der zu den Säulen der Kasan-
schen Kirche in Petersburg benutzt ist 3). Auch der
Albit findet sich in kleinen rundlichen Krystallen in
den Drusenräumen krystallisirt. ...
3. Glimme r wie der vorige, doch nicht so grossblättrig.
4. Z i r k o n , in eingewachsenen Krystallen, die
*) B. IX S. 286.
a ) New series, 15. I. S. 26.
* ) Vergl. Tti. I dieser Reise S. 54.
aber in Form und Farbe von denen der vorigen Brüche
ganz verschieden sind. Die Krystalle erscheinen nämlich*
in der sogenannten llyazinthkrystallisation, die
Flächen des zweiten quadratischen Prisma a herrschen
sehr vor und die Flächen des Hauptoctaeders o erscheinen
auf den Kanten des Prisma aufgesetzt, indessen
finden sich gewöhnlich, wenigstens bei den grösseren
Krystallen, auch noch die Flächen des ersten quadratischen
Prisma g ,, als schmale Abstumpfungsflächen
der Kanten des ersten, und selbst die spitzem Octaß-
der über diesen. Die Flächen des zweiten Prisma
sind auch hier rauh und uneben, die des ersten glatt.
Die Krystalle stehen an Grösse denen der vorigen
»Schürfe nach und erreichen niir eine Grösse von 6
bis 7 Linien, meistentheils sind sie kleiner. Die Krystalle
sind dabei bräunlichroth; die kleinen Krystalle
ganz, die grösseren wenigstens stellenweise durchsichtig,
dabei stark glänzend von Glasglanz. Das
specifische Gewicht mehrerer kleiner Krystalle fand ich
fast ganz übereinstimmend mit dem der vorigen Krystalle:
4,642 (Temp. 8°,6 R.).
In dem Gemenge, welches diese Mineralien bilden,
ist Feldspath und Albit vorherrschend, dann folgt
der Glimmer; der Zirkon findet sich nur in einzelnen
Krystallen zwischen den übrigen Gemengtheilen. Eläo-
lith findet sich hier nicht, aber eben so wenig Quarz,
daher die Gebirgsart der Kuppe doch vielleicht nur
als eine Varietät des Miascits zu betrachten ist.
Diesem ähnlich, doch in etwas verschieden'ist
das Gemenge von Mineralien in einem vierten Schürfe.
Hier finden sich
1 —3. F e ld sp a th , Al b i t und Gl immer wie
in dem vorigen Schürfe; der Feldspath jedoch bald
mehr gelblich- bald mehr röthlich-weiss. Der Glimmer
an der Oberfläche durch Verwitterung tombakbraun,
was auch schon bei dem Glimmer der vorigen Schürfe
fcu bemerken war.