
habe deshalb Gold von zwanzig verschiedenen Stellen
einer gemeinschaftlichen Analyse unterworfen, und
dazu von jeder Goldprobe ungefähr ein halbes Gramm
genommen. Folgendes sind die Namen der Orte, von
denen ich Gold zu dieser Untersuchung genommen
habe;
Alexandrowsk
Mostawaja
bei Bogoslowsk.
Schilowla bei Nischne-Tagilsk.
Newinsk bei Newjansk
Perwo-Pawlowsk bei Beresowsk
Beresowsk (aus der Grube)
Mostawaja
Pyschminsko-KIjutschewskoi
bei
Schabrowskoi
Schelesinsk bei Polewskoi
Miaskaja
Werchne-Anninsk • bei Kyschtimsk
Sugursk
Alexander-Andrejewsk
Kaskinowsk
Zarewo- Alexandrowsk
Wtoro-Pawlowsk f bei Miask
Knäse-Alexandrowsk
Zarewo-Nicolajewsk
Kowelinsk
Katharinenburg
Die Goldkörner wurden mit Chlorwasserstolfsäure
digerirt, wie oben angegeben, sodann auf dem Amboss
ausgeplattet, in einem Stöpselglase mit gut eingeriebe-
nein Stöpsel, mit Königswasser übergossen, der Stöpsel
mit Blase festgebunden und das Ganze an einen warmen
Ort gestellt. Nach einiger Zeit wurde die Auflösung,
nachdem sie ganz erkaltet war, abgegossen, der Rückstand
mit neuem Königswasser digerirt, und diese und
die erste Auflösung darauf mit so wenigem Wasser
als möglich verdünnt. Nachdem das Chlorsilber, welches
sich niederschlug, sich gesetzt hatte, wurde die
I Flüssigkeit in eine tubulirte Glasretorte gethan, an
| welche eine Vorlage mit einem Korke angepasst war,
i die durch Eis kalt erhalten wurde, und aus der eine
| Röhre in eine mit Ammoniak gefüllte Flasche führte.
Die Goldauflösung wurde nun überdestillirt, bis alles
Chlor übergegangen war, da indessen das Destillat
noch etwas gelblich war, und Theile der Lösung mechanisch
mit hinübergerissen waren, so wurde es noch
einmal destillirt, wodurch es ganz wasserhell wurde. I Das Destillat, welches durchaus keinen Geruch nach
i Osmium wahrnehmen liess, wurde mit dem Ammoniak
der Flasche zusammengegossen, und noch mehr Ammoniak
hinzugefügt, bis die Flüssigkeit nicht mehr
sauer war, worauf die Flasche mit Schwefelwasserstoffwasser
ganz gefüllt wurde. Sie wurde nun mit
einem gut eingeschliffenen Stöpsel verschlossen und
stehen gelassen. Die Flüssigkeit blieb indess auch
nach Monaten ganz klar, und zeigte nicht die geringst^
Spur eines Absatzes, so dass also in dem untersuchten
Golde kein Osmium enthalten war.
Die Rückstände in der Retorte bei der ersten
und zweiten Destillation wurden nun mit Wasser verdünnt,
wodurch sich noch etwas Chlorsilber ausschied,
das filtrirt wurde. Die Flüssigkeit wurde darauf etwas
abgedampft, und mit Alkohol und einer sehr con-
centrirten Auflösung von Chlorkalium in Wasser versetzt.
Es bildete sich indess kein Niederschlag. Nach
einiger Zeit setzten sich einige Krystalle ab, die aber
ganz weiss waren, die Form von Würfeln hatten,
sich in wenigem Wasser auflösten und Chlorkaliüm
waren. Das untersuchte Gold enthielt also kein Platin,
Iridium und Rhodium.
Die Flüssigkeit wurde nun zur Verjagung des
Alkohols etwas abgedampft, mit Wasser verdünnt und
mit einer Auflösung von Cyanquecksilber versetzt.
Es entstand sogleich eine Trübung, die zunahm und
einen röthlichen Niederschlag erzeugte, der ganz das