
3; Di o p s id findet sich in prismatischen Krystal-
len, welche die Taf. III dargestellte Form haben1), c ist
matt, d etwas glänzender und nach der schiefen Diagonale
gestreift, die übrigen Flächen sind glänzend.
Die Krystalle sind zuweilen einen Zoll und drüber
lang, graulichgrün und durchscheinend.
4. Apat i t ; in niedrigen sechsseitigen Prismen
3 bis 4 Linien lang, w eiss, durchsichtig und stark-
glänzend, vollkommen wie die Apatitkrystalle vom Zil-
lerthal in Tyrol, die mit dem Chlorit dort Vorkommen.
5. T i t a n i t ; gelb, durchscheinend, in einfachen
oder den tafelärtigen Zwillingskrystallen. Die Kry-
stalle sind zuweilen 1 bis l f Zoll gross und auch
besonders mit den neuerdings im Zillerthale in Tyrol
vorgekommenen zu vergleichen.
6. Ve s u v i a n in Krystallen von grüneir Farbe,
die mehr oder weniger durchsichtig und theilb eingewachsen,
theils aufgewachsen sind. Die Krystalle sind
Kombinationen der quadratischen Prismen mit dem
gewöhnlichen Quadratoctaßder und der Endfläche; die
Flächen der Prismen sind immer nur niedrig, fehlen
aber zuweilen auch ganz und gar, so dass die 'Krystalle
als basische Octaeder erscheinen.
7. M a g n e t e i s e n e r z in schönen glatten Do-
decaedern, zuweilen mit den Flächen des Octaöders,
die immer nur klein, aber besonders glänzend sind.
8. P e r ow s k i t , ein neues Mineral, das ich im
Sommer 1839 von Herrn Ober-Bergmeister Kämme
r e r erhalten und in einer früheren Beschreibung
*) Die auf Taf. III mit
a, b, g, \g, c, d und 2 0 '
Gezeichneten Flächen sind dieselben, welche in dem Atlas von H a u y
Fl. 66 — 69 mit
r, 1, M, f, t, P und o
bezeichnet sind.
desselben ’) zu Ehren des Vizepräsidenten Herrn von
P e r ows k i in Petersburg zu benennen vorgeschlagen
habe. Der Perowskit findet sich auf dem mitgetheil-
ten Stücke krystallisirt; die Krystalle sind Hexaßdcr,
von verschiedener Grösse, an den Kanten l bis 3 Linien
lang und nach den Flächen vollkommen spaltbar.
Graulichschwarz bis eisenschwarz, auf den Kry-
stallilächen stark glänzend von metallischem Demantglanz,
auf den Spaltungsflächen weniger glänzend;
undurchsichtig; Strich graulichweiss.
Härte etwas unter der des Feldspaths; specifi-
sches Gewicht 4,017.
Vor dem Löthrohre ganz unschmelzbar.
In Phosphorsalz und Borax löst er sich gepulvert
in grösser Menge mit den Farben des Titans zu einem
klaren Glase auf. Mit Phosphorsalz in der Re-
ductionsflamme geschmolzen, ist die Kugel, so lange
sie heiss ist, graulichgrün, wird aber beim Erkalten
mehr oder weniger intensiv violblau, je nachdem man
mehr oder weniger von dem Minerale aufgelöst hat.
ln der Oxydationsflamme erscheint die Kugel, so lange
sie heiss ist, grünlich weiss, beim Erkalten ganz wasserhell.
Mit Borax in der Reductionsflamme geschmolzen,
erscheint die Kugel bei geringerem Zusatz heiss
lichte gelblichgrün, kalt ganz wasserhell, bei stärkerem
Zusatz nach dem Erkalten braun, und es ist nicht
möglich;, selbst durch Zusatz von Zinn eine violblaue
Farbe zu erhalten 2)* in der Oxydationsflamme bilden
sich kleine Blasen, die in der Kugel auch beim Erkalten
bleiben, und dieselbe erscheint heiss grünlich-
weiss, kalt ganz wasserhell.
Mit einer geringen Menge Soda gemengt, schmilzt
der Perowskit zu einer grünlichen undurchsichtigen
Vergl. P o g g e n d o r f f s Annalen B. XLVIH S. 558.
a) Dasselbe ist auch bei dem Titanite der Fall.
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