
- c - ^ — 100 3 ')
und ferner das Verhältniss für die Axen:
a : b : c : k s) = 0,82 : 0,9 : 1 : 0,14
Die Krystalle sind parallel der Fläche c zuweilen
vollkommen, parallel den Abstumpfungen der scharfen
und der stumpfen Seitenkanten dagegen nur unvollkommen
spaltbar. In anderen Fällen sind sämmtliche
Spaltungsflächen undeutlich, was dann wohl darin
seinen Grund hat, dass die Krystalle nicht mehr ganz
frisch und unzersetzt sind, da diese auch nicht den
Glanz der ändern Krystalle haben. Der Bruch ist
uneben.
Die Krystalle sind meistens gleich lang und breit,
wie es in der Zeichnung angegeben ist, so dass die
x) Dass diese Winkelangaben fü r nichts anderes als fü r Nähe«
rungswerthe anzusehen sind, und von der Wahrheit vielleicht um
einige Grade abweichen k ö n n en , beweist eine neue Messung an einem
Krystalle, der sich u n te r einer Sendung Russischer Mineralien
befand, die ich der zuvorkommenden Güte des Herrn General T s c h e w-
kin verdanke. Die Flächen c und f sind an diesem Krystalle ziemlich
glänzend, so dass ich an ihm den Winkel dieser Flächen mit
g rö sse re r Genauigkeit bestimmen konnte wie früher. Ich fand ihn
aber hier 1 3 8 °, also mehr als n u r 2 Grade von dem oben angegebenen
verschieden. Da aber die ändern Flächen ebenfalls matt sind
und ich desshalb an diesem Krystalle keine weiteren, zu r Berechnung
nöthigen Messungen anstellen k onnte, so habe ich auch in den oben
angegebenen Winkeln noch nichts geändert. Von der Unvollkommenheit
der Krystalle schreibt sich auch die grosse Verschiedenheit
h e r , die in meinen Winkelangaben sowohl mit denen von B r e i t h
a u pt^ als auch von B r o o k e , welche beide schon Messungen von
dem Monazite bekannt gemacht haben, sta tt findet. So giebt z. B.
B r e i t h a u p t die Neigung von g gegen q = 100°, B r o o k e =
95° 30' an. ( S c h w e i g g e r - S e i d e l s Jahrbuch der Chem. u. Phy*#
B. XXV S. 302 und P o g g e n d o r f f s Ann. B. XXIII S. 362.
a) Mit a und Je sind hier die Sinus und Cosinus fü r die Neigung
der Basis o gegen die vertikale Axe c bezeichnet.
Flächen c ungefähr Quadrate bilden, zuweilen sind
sie aber auch in der Richtung der Axe b verlängert.
Sie haben gewöhnlich nur die Grösse von einigen Linien
, kommen aber auch kleiner und grösser vor.
Der grösste Krystall, den ich gesehen habe, war 4
Linien in der Richtung der Axe b lang, aber nur
in der Richtung der Axe a breit; die Dicke ist
immer nur unbedeutend.
Bräunlichroth und byazintiiroth bis röthlichbraun;
auf den Flächen matt, auf den deutlichsten Spaltungsflächen
zuweileu stark glänzend von Perlmutterglanz,
im übrigen Bruch wenig glänzend von Fettglanz;
schwach an den Kanten durchscheinend, Strich röth-
lichgelb.
Härte zwischen Apatit und Feldspath; das speci-
fische Gewicht nach Br e i th a u p t *) 4,922-5,019.
Vor dem Löthrohr in der Platinzange schmilzt
der Monazit nicht; in Borax und Phosphorsalz löst er
sich zu einem durchsichtigen Glase auf, das, so lange
es heiss ist, gelblichroth ist, beim Erkalten gelblich-
weiss wird und zuletzt die Farbe ganz verliert. Die
Erscheinungen sind in der äussern und innern Flamme
gleich. — Mit Soda auf Platinblech geschmolzen bildet
er eine gelbliche undurchsichtige schlecht geflossene
Schlacke ohne Zeichen von Manganreaction.
Mit Soda auf Kohle geschmolzen werden kleine
Zinnkügelchen reducirt. Mit Boraxsäure geschmolzen
und mit einem Eisendrath behandelt, erhält man einen
spröden Regulus von Phosphoreisen.
In Chlorwasserstoffsäure wird der Monazit unter
Entwickelung von Chlorgas zerlegt, es entsteht eine
tiefgelbe Auflösung und es bleibt ein unlöslicher weis-
ser erdiger Rückstand.
Nach einer Analyse von Ke r s t e n *) enthält er
* ) P o g g e n d o r f f « Ann. B. XXXXVU S. 385.
*) Vergl. P o g g e n d o r f f * Annalen B. XXXXVU S. 395.