
In dieser Ivette findet er sich nach Hof inann und
v. He lme r s en noch da herrschend, wo sie bei Step«
naja in die Kirgisensteppe hineinsetzt, westlich davon
scheint er nun aber nur noch in einzelnen Kuppen in
dem Thale des Uralllusses bei Kysylskaja vorzukommen
(II, 181).
Die Beschaffenheit des Granits vom Ural ist sehr
verschieden 5 man kann eine grosse Menge von Abänderungen
unterscheiden, von denen ich die wich-,
tigsten hier anführen und nach gewissen Hauptlokali-
täten benennen will.
1) Ha u pt -Ur a l g r ani t . Er besteht ausgelblicb-
weissein Feldspath, eben so gefärbtem Albit, graulich-
weissem bis rauchgrauemOmarz und schwarzem, in dünnen
Blättchen grünem,' zuweilen tombakbraunem Glimmer.
Diese Abänderung ist unter allen die bei weitem verbreitetste.
Sie findet sich herrschend in der Gegend
von Kathariuenburg, und bildet wahrscheinlich Vorzugsweise
die 4 grossen Züge, die das Gebirge hier
durchsetzen; gewiss kommt er vor auf der Westseite
zu Werch-Issetsk, Räschety und Gornoschit (I, 168,129,
244), und auf der Ostseite am S ee Schartasch, zu Ka-
linowskoi, an der Tobolskischen Landstrasse und bei
der chemischen Fabrik des Herrn Il e i m (I, 178, 234
472 und 174). Weiter nördlich findet er sich zd
Ajatskaja und Ossinowka bei Newjänsk ( 1, 291 und
293), zu Juschakowa und Sisikowä bei Mursinsk (I,
456) und Werchoturje ( I , 431); südlich zu Syrostan
bei Miask (II, 104).
Seiner Beschaffenheit nach ist dieser Granit in der
Regel von mittlerem Korn, zuweilen jedoch sehr feinkörnig,
wie zu Kaünowskoi und bei der ü e lm sch en
Fabrik. In der grobkörnigeren Abänderung finden
sich öfter grossblättrige Parthien von Feldspath, die
mit Quarz und Glimmer durchwachsen sind, z. B. zu
Werch-Issetsk,wodurch er ein eigentümliches Schillern
erhält; der Albit ist deutlich gestreift, und der Quarz
in einzelnen Körnern, zuweilen in kleinen 2 bis 3 Linien
grossen Parthien, die aus körnigen Zusammen-
selzungsstücken bestehen, enthalten, wie zu Werch-
Issetsk, Gornoschit und am See Schartasch. Quarz
und Feldspath scheinen ziemlich zu gleichen Theilen
Albit untergeordnet darin enthalten zu sein, wiewohl
das Verhältniss des letzteren zum Feldspath bei der
meist gleichen Farbe, ungeachtet der den Albit kenntr
lieh machenden Streifung, schwer zu übersehen ist.
Der Granit ist in der Regel dicht, nur zu Alabaschka
bei Mursinsk x) finden sich in ihm viele und
grosse Drus enr äume , , die mit den schönsten Kry-
stalldrusen besetzt sind, und in welchen sieh Feld-
spathkrystalle von einer Grösse finden, wie sie kaum
anderwärts bekannt sind. Diese Feldspathkrystalle
sind gewöhnlich mit Quarzkrystallen regelmässig
durchwachsen, und bilden damit den sogenannten
Schriftgranit.
Fremdartige Gemengtheile kommen in ihm öfter
vor, aber nie in grösser Menge; unter diesen findet
sich vorzüglich T. i tani t in kleinen braunen glänzenden
Krystallen an mehreren Orten, wie zu Werch-
Issetsk, Gornoschit und am S ee Schartasch; ferner
E i s e n k i e s in kleinen Hexaüdern, besonders in den
feinkörnigen Abänderungen auf der Ostseite von Katharinenburg;
fein eingesprengt in den grobkörnigeren
zu Ossinowka; Bu k l a n d i t , in schwarzen prismatischen
Krystallen in dem Granit von Werchoturje, und
Ho rnbl ende von schwarzer Farbe in dem Granit
von Ajatskaja. Andere Gemengtheile sind eingewachsen
nicht bekannt, in den Drusenräumen des Granits
v‘on Alabaschka finden sich aber ausser den Krystallen
*) Es ist mir -wenigstens sehr wahrscheinlich, dass der Granit
von Alabaschka zum Haupt- IIralgranit gehört, wiewohl ich ihn nur
in den kleinen Schürfen gesehen haben, wo man den Drusenräuinen
sur Aufsuchung von Edelsteinen nachging.