
müssen, als bei den übrigen untersuchten Abänderungen,
was auch schon aus seiner gestreiften Oberfläche
zu vertu uthen war1) .
In der neueren Zeit wurden noch Analysen des
gediegenen Goldes vom Ural vom Capitain A w d e -
j e ff angestellta) , deren Resultate ich hier noch mittheile.
da sie ebenfalls Beiträge zu der Kenntniss der
chemischen Beschaffenheit dieses Goldes abgeben. Die
Analysen wurden nur mit dem gediegenen Golde aus
den Seifen des Katharinenburger Bezirks, jedoch stets
mit einzelnen Krystallen angestellt. Da Herr A w d e -
j e f f als Probirer in der Katharinenburger Münze angestellt
war, wohin, wie angeführt, das sämmtliche am
Ural gewonnene Gold abgeliefert werden muss, so
hatte er Gelegenheit, die Krystalle aus dem abgelieferten
Waschgolde auszulesen. Er untersuchte dieselben
sowohl auf trockenem als auf nassem Wege,
die wenig silberhaltigen Abänderungen durch Kupellation
und nach der von mir eingeschiagenen Methode,
die stark silberhaltigen, nachdem sie zuvor mit
Silber zusammengeschmolzen waren. Die Resultate
sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
i ) Noch viel grössere Unregelmässigkeifen fand Bo u s s i n -
g a n l t bei dem specifischen Gewichte des Columbischen gediegenen
Goldes, So giebl er an bei dem gediegenen Golde von;
Mulpaso, Silber ; 11,76, spec. Gew, : 14,706
Rio Sucio - : 12,06, - : 14,690
Marmato - : 26,48, - - £ 12,666
St. RosadeOsos 35,07, - - : 14,149
Offenbar sind hier die Höhlungen in dem gediegenen Golde noch
viel grösser und unregelmässiger gewesen, als bei den von mir untersuchten
Stücken,
a) P o g g e n d o r f f s Annalen B. L lll S. 153.
jNo
1
2
Specifisclies Ge- j Resultat der Analyse auf
wicbt | trockenem Wege nassem Wege
im natürlichen
Zustande
18,77'
18,771
17,74
gesch
ausgestreckt
I Gold Silber Legirung
Gold
Kupfer,
Silber j Risen,
V e r lu s t
i i
92,23
'95,5
91,21
18,399
18,892
18.35
molzen
18,791 95,81
ausge streckt
16,03
geschjmolzen
115,627
93,75
94,09
¡93,66
93,54
79,69
6,17
4.0
8,03
3,58
6.01
5,55
5,72
5,62
19,47
70,5 ¡28,5
1.6 19 V 1 6,51
0,5 [95,3 3,86
0,76
0,61 95,83
4,34
0,24 ‘
0,36
0,53
0,8
0,84
1,0
79,0 20,34
70,86.28, 3
0,78
0,84
0,33
0,66
0,84
Es ergiebt sich aus diesen Analysen wie aus
den meinigen, dass in dem gediegenen Golde Gold
und Silber in unbestimmten Verhältnissen verbunden
sind
*) Die Krystalle, mit denen die ersten 8 Analysen angestellt
waren, hatten die Form des Dodecaeders, die der letzteren des Oc-
taeders. Da die ersteren weniger, die letzteren mehr Silber enthielten,
so glaubte Herr Awd e j e f f annebmen zu können, dass eB bet
dem gediegenen Golde ein gewisses Verhältniss zwischen dem Silbergehalt
und der Form gäbe, und das ged. Gold bis zu einem Silber-
gehalt von etwa 8 pCt. im Dodecaeder, darüber hinaus im Octaeder
krystallisire, eine Ansicht, die er jedoch, durch spätere Analysen
veranlasst, selbst wieder aufgegeben hat, wie er mir bei seiner darauf
erfolgten Anwesenheit in Berlin mündlich mitlheilte.