
brachte Wasser, Erdmann und Göbel das, was sie
selbst bei ihren Besuchen im August 1815 und im April
1S35 geschöpft hatten. In dem Folgenden sind die Resultate
dieser 3 Analysen zusammengestellt.
Erdmann H. Kose. Göbel.
Chlornatrium 7,135 3,83 13,124
Chlorkalium 0,23 0,222
Chlormagnesium 16,539 19,75 10^542
Brommagnesium — «— 0,007
Schwefelsäure Talkerde 1,858 5,32 1,665
Schwefelsaures Natron 0,381
Schwefelsäure Kalkerde 0,036 _ -------
Kohlensäure Talkerde 0,038 _
Extractivstoff 0,505
73,505
r -
Wasser 70,87 74,44g 1)
i 100,UDO | 100,00 I 100,000
Die Menge der in dem Elton-Wasser enthaltenen
festen Bestandtheile beträgt nach diesen 3 Analysen
26,495; 29,13; und 25,656 pCt. Das specifische Gewicht
des Wassers fand Erdmann 1,208; H. Ro s e
1,27288 (bei 9°,5 R.); Göbe l 1,21879 (bei 14° R.),
Das Kochsalz vom Boden des S e e s , wie es in
den Magazinen von Pokrowskaja verkauft wird, fand
Göbe l bestehend aus:
Chlornatrium 96,59
Chlorkalium 0,04
Chlormagnesium 1),13
Schwefelsaurer Kalkerde 1,01
Mechanischen Beimengungen a) 0,37
Wasser 1 87
100,01
Geringe Mengen von schwefelsaurer Kalkerde fand
auch mein Bruder in mehreren Proben Kochsalz vom
Elton-See, das ich mitbrachte.
r) H. K o s e und Gö b e l fanden n u r Spuren organischer Substanz.
2) Bestehend aus Sand, Thon, kohlensaurer Kalkerde, Gyps und
«rjanigeher Substanz.
Göbel untersuchte auch das Wasser der Chari-
sacha und des Gorkoi Jerik; ersteres war 800 Schritt
von der Mündung geschöpft; es war klar ünd durchsichtig,
von stark und rein salzigem Geschmack und
sein spec. Gewicht 1,03515 bei 14 ° R. Das Wasser
des Gorkoi Jerik war nicht weit von seinen Quellen,
2 Werste vom See geschöpft; es war rein, aber nur
schwach salzig, und sein spec. Gewicht bei 14° R.
1,01520. Es fanden sich in dem Wasser:
|d e rC h a risa ch a |d e s Gorkoi Je rik
Chlornatrium 4,0650 1,6834
Chlormagnesium 0,5200 0,1646
Chlorcalcium — 0,2068
Schwefelsäure Talkerde 0,2827
Schwefelsäure Kalkerde 0,1238 —
Wasser 95,0085 97,9452
l 100,0000 I 100,0000
Das Wasser der Charisacha euthält demnach
4,9915, das des Gorkoi-Jerik 2,0548 pC. feste Bestandtheile.
Vergleicht man die Resultate der Analysen des
Elton-Wassers unter einander, so findet man unter ihnen
allerdings einen grossen Unterschied, doch hat
man den hauptsächlichsten Grund nicht in Fehlern der
Analyse, sondern in den nach der verschiedenen Jahreszeit
und selbst Tageszeit verschiedenen Beschaffenheit
des Wassers zu suchen. Die hauptsächlichsten
Bestandtheile der Soole sind nach allen Analysen Natron,
Talkerde, Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure,
und die vier Salze , die hiernach möglicher
Weise in dem Wasser enthalten sein können, Chlornatrium,
Chlormagnesium, schwefelsaures Natron und
schwefelsaure Talkerde. Mein Bruder und später
Gö b e l haben aber kein Glaubersalz in der Soole angenommen,
da sich dasselbe beim Abdampfen der Soole
bei gelinder Hitze nicht absetzt, sich nur bei einer
Temperatur von mehreren Graden unter dem Gefrier