
Aber auch anstehendes' Gold scheint in diesen Bergen
noch sehr verbreitet zu sein. Das beweist der Bergbau,
den man in früheren Zeiten in den das Thal der
Miästa begleitenden Bergzügen getrieben hat. Es ha- s
ben hier nämlich drei Gruben bestanden, zw ei, die
Gruben Petro-Pawlowskoi und Metschnikowskoi in
dem südlichen Zuge zwischen der Miästa und dem
Jremel, und eine, die Grube Perwo-Pawlowskoi in dem
nördlichen Zuge zwischen der Miästa und der Tasch-
kutarganka. Diese Gruben haben zwar sämmtlich nur
eine geringe Ausbeute gegeben und sind deshalb
auch nach einem kürzeren oder längeren Betriebe wieder
zum Erliegen gekommen; indessen sind sie auch
immer nur mit geringen Mitteln betrieben worden, so
dass aus ihrem kurzen Bestehen nicht folgt, dass ein
ausgedehnter Bergbau nicht belohnender sein würde *).
In der spätesten Zeit, und wie es scheint ,am
längsten (vom Jahre 1796 bis 1812) ist die Grube
Perwo-Pawlowskoi bebaut worden, es war daher hier
am ersten zu hoffen, etwas von der natürlichen Lagerstätte
des Goldes zu sehen, was für uns von gros-
sem Interesse war, daher wir nicht unterlassen wollten,
sie zu besuchen. Auf dem Rückwege von dem
Seifenwerke Mariinskoi wandten wir uns daher noch
vor dem Seifenwerke Perwo-Pawlowskoi, da wo die
Höhen aufhörten die linke Thalwand zu bilden, und
' ) ln der neuesten Zeit sind auch in dieser Hinsicht Untersuchungen
angesteift wordeny man hat noch an mehreren Stellen Quarz-
gänge mit Gold gefunden, aus denen doch so viel Gold gewonnen
wuTde, dass sein E rtr a g die Kosten der Untersuchung deckte; aber
man hat diese Untersuchung nicht weiter verfolgt und sich für jetzt
mit der Ueberzeugung von dem Vorhandensein der Goldgänge in dieser
Gegend begnügt, da man hier noch so vieles unberührtes Seifengebirge
hat, aus welchem die Goldgewinnung viel leichter zu bewerkstelligen
ist. (Vergl. die Nachrichten, die We i t z hierüber im Gor-
noi-Journal, Jahrgang 1835, Band 3, S. 367 enthält.
2) Die Menge des Goldes, das sie in der ganzen Zeit geliefert
hat, beträgt n u r 1 Pud 12 Pfund,
sich nach Norden bogen, links, den Morast, den die
Einmündung der Miästa in die Taschkutarganka urn-
ffiebt, zur Rechten o • lassend. Hier fuhren wir noch
eine kurze Strecke fort, stiegen dann, durch das dicke
Gesträuch und Gras, welches den Boden bedeckte,
uns einen W eg bahnend, auf die mit Tannenwaldung
bedeckten Höhen, wo wir nach etwa einer Viertelstunde
Weges an eine Rösche und an einen verfallenen
Schacht kamen, der von einer mit Gras bewachsenen
Halde umgeben war. In der Rösche bemerkten
wir einen 4 bis 6 Lachter mächtigen Quarzgang,
mit einem Streichen St. 2,4 und einem Fallen unter
einem Winkel von ungefähr 80° nach SO. $ neben ihm
stand Granit an, der noch von anderen kleineren Quarzög
än“g en,/ die St. 8 strichen,' durchsetzt wurde, und
daneben Talkschiefer und Thonschiefer, in welchem
das Ganze wahrscheinlich vorkommt. Auch Listwänit
entdeckten wir, wenn auch nicht anstehend, doch in
Stücken auf der Halde in grösser Menge, so dass
wir hier also sämmtliche Gebirgsarten wieder fanden,
die wir in den Beresowschen Goldgruben kennen g e lernt
hatten. Auch ihre Beschaffenheit wär im Allgemeinen
dieselbe. Der Talkschiefer ist dickschiefrig.
gelblichweiss und graugestreift, der Thonschiefer dünn-
schiefrig und chloritähnlich und derListwänit feinkörniger
als der von der Berkntskaja Gora und stellenweise ok-
kergelb gestreift, was von der Zersetzung des Dolomites
herrührte. Die Stücke, die wir fanden, waren
wie der Granit häufig mit Quarzadern, die auch Quarzdrusen
einschlossen, durchzogen. Dieser selbst hatte
wohl noch einen mehr porphyrartigen Character, als
der Granit (Beresit) von Beresowsk und bestand aus
einer graulichweissen, talkschieferähnlichen Grundmasse
mit vielen kleinen schneeweissen Feldspathkrystallen,
abgerundeten Quarzkrystallen und kleinen Hexaedern
von Brauneisenerz, die ihre Umgebungen braun
gefärbt hatten, glich ihm aber sonst doch sehr.