
2) auf den Gruben Pawlowsk und Anatolsk am
linken und rechten Ufer des Tagil, 25 Werste von
Nischne-Saldinsk und 70 Werste im NO. von Nischne-
Tagilsk; die Quarzgänge setzen im Talk und Chloritschiefer
auf, und führen beide ebenfalls Gold1) ;
3) auf der Grube Utkinsk am rechten Ufer der
Utka, und auf dem Schürfe an der Bertewaja bei
Nischne-Tagilsk (I, 321);
4) auf der Grube Rlagodat bei Beresowsk mit
Gold und Silbererzen (I, 222);
5) auf der schon 1758 verlassenen Grube Srnolinsk
am unteren I ss e t’) ;
6) endlich findet er sich auch auf den Kupfergruben
bei Bogoslowsk ( I , 415) und Kukuschewsk bei
Miask (II, 173). In geringer Menge kommt er auch
in dem Uebergangs-Kalkstein bei Satkinsk eingesprengt
vor (II, 137).
3. Silberglam
findet sich derb auf den Gängen von Blagodat bei
Beresowsk (I, 222).
4. Blende
in geringer Menge und nicht ausgezeichnet auf den
Kupfergruben bei Bogoslowsk ( I , 415) und auf dei
Blei- und Goldgrube Anatolsk bei Nischne-Saldinsk.
5. Zinnober
sparsam und in losen abgerundeten Körnern hier und
da in dem Seifengebirge, z. B. in Kalinowskoi bei
Beresowsk (ä, 236), Wtoro - Pawlowsk und Zarcwo-
Aiexandrowsk bei Miask (II, 30 und 39), Oleno-Tia-
' ) Vergl. die ausfubrlii-he Beschreibung dieser Gruben, wie aurli
der gleich zu erwähnenden Grube Ulkinslc, von dem Berg - Offiziei
K o l t o w s k o i in dem Annuaire da Journal des mines de Jiussie,
a. 1839 p . 271, Die Grube Pawlowsk baut au£ dem I , 322 in der
Anmerkung angeführten Gange.
*) Vergl. H e r m a n n mineralog. Beschr, des Ural B. 1 S. -1«9,
wjansk bei Bogoslowsk (II, 30). Die Körner sind gewöhnlich
nur klein, in dem letztgenannten Seifenwerke
sind sie jedoch bis zu einem Gewichte von anderthalb
Pfunden vorgekommen. Anstehend ist der Zinnober
am Ural nicht bekannt.
6. Eisenleies
ist, wie überall, so auch am Ural sehr verbreitet,
wenngleich er hier nirgends in sehr beträchtlichen
Massen vorkommt. Er findet sich krystallisirt in auf-
und eingewachsenen Krystallen, derb und eingesprengt.
Am ausgezeichnetsten ist er auf den Goldgängen von
Beresowsk (1 ,1 9 3 ), vorgekommen. Die. Ivrystaile sind
hier gewöhnlich Hexaeder oder Combinationen des
Hexaeders und Pyritoeders, in der Hegel aber auf
den Hexaßderflächen, parallel den Combinationskanteu
mit dem Pyritoßder stark gestreift. Sie sind von verschiedener,
oft sehr beträchtlicher Grösse;, es kommen
Krystalle vor, die bis 6 Zoll im Durchmesser haben,
sie sind aber sehr häufig nicht mehr frisch, sondein
mit Beibehaltung der Form in Eisenoxydhydrat umgeändert.
Die Krystalle sind auf derben Massen auf-
gewachsen. Das Gold dieser Gänge ist vorzugsweise
in dem Eisenkies eingewachsen. — Nächst dem findet
sich der Eisenkies in der grössten Menge in den
Kupfergruben von Bogoslowsk (I, 415); hier gewöhnlich
derb, doch auch in Hexaßdern, die in Kalkspat!)
eingew'achsen sind, ferner in kleinen Parthien derb
und in Drusen krystallisirt in dem Magneteisenerz von
Blagodat (I, 345) und den übrigen Magneteisenlagern.
In eingewachsenen Krystallen und eingesprengt
kommt der Eisenkies in vielen Gebirgsgesteinen vor;
besonders häufig ist er in dem Granite (Beresite), in
welchem die Goldgänge von Beresowsk aufsetzen (1,
187). Die Krystalle sind gestreifte Hexaßder, haben
zuweilen 5 Linien im Durchmesser und kommen besonders
in der Nähe der Goldgänge angehäuft vor,
sind aber, wie der Eisenkies der Gänge, gewöhnlich