
durchscheinend sind, sehr merkwürdig. Eingewachsene
tafelartige Krystalle* von denen es noch auszu«
machen ist, ob sie dieselbe chemische Zusammensetzung
haben, finden sich in dem Chloritschiefer von
Beresowsk (I, 182}.
11. Chlor itoid
in krummschaligen Zusaramensetzungssliicken, die
wiederum zu grobkörnigen verbunden sind, mit Dia-
spor, auf einem Gange im sinirgelhaltigen Chloritschiefer
zu Mramorskoi bei Katharinenburg ( I , 252).
12. Sodalilh
in unregelmässig begränzten, aber deutlich spaltbaren
schön saphirblauen Individuen im Miascit des llmen-
gebirges, besonders mit dem Feldspath und Eläolith
desselben verwachsen (II, 52). Es ist diess der früher
sogenannte Cancrinit, welchen Namen ich aber
auf ein anderes Mineral übertragen habe, als sich ergab,
dass dieser Cancrinit nur Sodalith sei.
13. Topas
kommt anstehend an 2 Orten im Ural vor, und in beiden
auf Drusenräumen im Granit, zu Alabaschka bei
Mursinsk (I, 153) und auf der Ostseite des Umensees
im llmengebirge (Ii, 80). An ersterera Orte findet er
sich zuweilen in Krystallen von bedeutender Grösse,
die bei einem Krystalle in der ¡Sammlung des Bergkorps
in Petersburg in einer Richtung 4 Zoll 9 Linien,
und in einer anderen darauf rechtwinkligen 4
Zoll 6 Linien beträgt. Sie sind in der Regel von
einer bläulichen Farbe und durchsichtig, und kommen
hier von einer Schönheit der Krystallisation vor, die
bei ihrer Grösse von keinen Topaskrystallen anderer
Fundorte iibertroffen wird. Die Topase vom Umenge-
birge sind wasserhell und viel kleiner, als die v origen,
gewöhnlich nur einige Linien hoch, aber ebenfalls
sehr glänzend und glattflächig, und übertreffen
durch ihren Flächenreichthum alle anderen bekannten
Topase. Die Krystalle sind hier gewöhnlich mit dem
hier vorkommenden grünen Feldspath verwachsen.
Geschiebe von Topas sollen sich nach Irmann auch
in dem Sande der Bäche bei Mursinsk finden *).
y y . Halb . Silicate,
I 14. Eläolith
I findet sich gewöhnlich nur derb, graulichweiss, und
[au den Kanteu durchscheinend, in.einem grosskörnigen
| Gemenge mit weissem Feldspath und schwarzem Glim-
| mer, den Miascit des Umengebirges bildend (I, 51).
| I5j Cancrinit
| findet sich in kleinen derben Parthien, die theils nur
I aus einem Individuum, theils aus mehreren kurzstäng-
I ligen, stark mit einander verwachsenen Individuen be-
I stehen , in dem Miascit des Umengebirges bei Miask
I eingewachsen (II , 55). Er ist nach den Flächen ei-
I nes regulären sechsseitigen Prisma spaltbar, lichte
I rosenroth und durchscheinend, und bildet eine merk-
I würdige Verbindung eines Silicats und Carbonats und
Izwar von l Atom Eläolith und 1 Atom Kalkspath2) .
*) Wenn diess keine Verwechselung mit dem sog. Ranchtopas
I ist (Anmiaire von 1838 S. 116),
2) Als ich den Cancrinit zuerst beschrieb, kannte man ausser
I dem amorphen Kupferblau noch kein Mineral, welches, wie e r, eine
I Verbindung eines Silicates mit einem Carbonate ist. Später zeigte
I Hr e i t h a u p t ( P o g g e n d o rf f s Annalen B, LII1 S. 145), dass der
I Davyn nicht allein ebenfalls Kohlensäure enthalte, die Mo n t i c e l l i
| und Co v e l l i bei ih re r ersten Untersuchung und Beschreibung ganz
T übersehen hatten, sondern e r suchte es auch wahrscheinlich zu machen,
I dass der Cancrinit mit dem Davyn identisch se i; so lange wir noch
I keine neuere chemische Untersuchung des Davyns haben, muss die-
i ¡¡es noch dahin gestellt bleiben,