
gen von Quarz enthielt, fast seiger einfiel, und ein
Streichen S t 10,4 von SO. nach NW. hatte. Auf
ihn folgte S e r p e n t in , dessen schalig abgesonderte
Stücke im Ganzen noch dasselbe Streichen hielten,
und daraufLi stwänit , der im Allgemeinen von derselben
karakteristischen Beschaffenheit war, "wie der,
welchen wir früher in Beresowsk,^ an der Berkutskaja
Gora und zu Perwo-Pawlowsk gesehen hatten. Er
war von einem grau und weiss gefleckten, Ansehen,
enthielt die grünen Talkblättchen, nicht aber, wenigstens
in den untersuchten Stücken, die Blättchen von
Eisenglanz, die ihm sonst gewöhnlich sind. Er scheint
von S e r p e n t i n umschlossen zu sein, denn dieser
folgte wiederum auf ihn. Hinter dem Serpentin sahen
wir in einzelnen Hügeln einen dichten Grüns t e in
anstehen, der aus einer graulichgrünen feinsplittrigen,
mit dem Messer schwach ritzbaren Masse, währschein-
lich der Hauptmasse eines Augitporphyrs, bestand und
weissen körnigen Kalkstein in einzelnen kleinen Par-
thien eingemengt enthielt; dann folgte wieder dünn-
schiefriger T h o n s c h i e f e r , aber von schmutzig grüner
Farbe, und ohne wie früher die dünnen Quarzlagen
zu enthalten, und auf denselben ein schneeweisser
Ka l k s t e i n , der sehr feinkörnig, fast dicht war, und
einen splittrigen Bruch hatte. Beide letztgenannten
Gebirgsarten hatten ein gleiches Streichen St. 6, aber
während die in der Richtung des Einfallens öfter wellenförmig
gebogenen Schichten des Thonschiefers ein
sehr steiles Einfallen hatten, fielen die des Kalksteins
nur unter einem sehr flachen Winkel nach Osten.
Hinter dem Kalkstein gelangten wir an eine Reihe
flacher Hügel, die aus S e r p e n t i n bestanden, aber
alle dadurch ausgezeichnet waren, dass sie jeder einen
Kern von einem dem dichten Granat ähnlichen Gestein
enthielten, das gangförmig mit einem geringen Fallen
nach Osten in dem Serpentine steckte. Die Hügel
waren alle von der Strasse mehrere Fuss tief durch/
schnitten, man konnte daher in den Durchschnitten,
welche die Strasse bildeten, die Erscheinung sehr
deutlich beobachten, wo sie sich etwa so darstellte, wie
sie in der nebenstehenden Figur zu sehen ist.
Der Serpentin ist gelblichgrün, stark durchscheinend,
und enthält kleine gelblichgrüne Blättchen von
Diallag eingewachsen; der Granat dicht, feinsplittrig
und dunkel grünlichgrau, stellenweise mit kleinen
schwärzern Flecken, die von eingemengteri unkenntlichen
Krystallen herzurühren scheinen; er ist ferner
von nur wenig geringerer Härte als Qiiarz, und einem
anscheinend hohen spezifischen' Gewichte. Vor dein
Löthrohr schmilzt er zu einer schwarzen'nipht magnetischen
Kugel, in Borax löst er sich zu eitlem von Eisen
schwach gefärbten klaren Glase auf, in Phosphorsalz
mit Ausscheidung von Kieselsäure^äüch opa-
lisirt die Kugel beim Erkalten. Mit weniger Soda
schmilzt er zu einer graulichbraunen Kugel* zusammen.
Nach einer von Herrn S t harne r in dem Laboratorium
meines Bruders angestellten Analyse enthält diess
Gestein:
Sauerstoffgelialt,
Kalkerde 20,33 5,71
Talkerde 7,36 2,85
Thonerde 12,09 5,65
Eisenoxyd 13,19 4,04
Kieselsäure 46,11 23,95
. 99,08
Diese Zusammensetzung stimmt besonders wegen
der überschüssigen Kieselerde nicht ganz mit der des
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