
Zende, graulichweisse Quarzkörner und tombakbraune
Glimmerblättchen. In den meisten Stücken, die wir
untersuchten, ist Albit vorherrschend, und Quarz und
Glimmer untergeordnet, nur in manchen Stücken ist
der Quarz vorherrschender, und dann gewöhnlich in
abgerundeten Hexagondodecaßdern krystallisirt; immer
aber sind die eingewachsenen Krystalle in so grösser
Menge vorhanden, dass sie einen grössereu Raum einnehmen,
als die Grundmasse selbst. Der Granit ist
auch von verschiedener Beschaffenheit; er enthält
schneeweissen Feldspath, graulichweissen Quarz und
theils braunen, theils weissen Glimmer, in welchem
Falle er ein dem Granit (Beresit) der Beresow sehen
Gruben sehr ähnliches Ansehen hat, und auch wie dieser
öfter mit kleinen Quarzgängen durchsetzt vorkommt.
Der Chloritschiefer ist von gewöhnlicher Beschaffenheit,
der Jaspis theils röthlichbraun, theils graulichgrün.
Letzterer scheint ursprünglich in Lagern
im Dioritporphyr vorzukommen, denn ein Stück, welches
wir sammelten, besteht zur Hälfte aus diesem
•grünen Jaspis, zur Hälfte aus einem Dioritporphyr,
der dem von der Berkutskaja Gora gleicht, aber die
eingewachsenen Krystalle in viel geringerer Menge
und Grösse enthält; beide Massen sind sehr fest mit
einander verbunden, und die Gränze zwischen beiden
ist ganz scharf. In dem geschlämmten feinem Sande
waren besonders Thonschiefer und Beresitstücke, sehr
viel Brauneisenerz-Hexaeder, ferner Quarzkörner und
Magneteisenerzkrystalle zu erkennen.
Von diesem Seifengebirge wird indessen nur die
untere, 2 bis 3 Fuss mächtige Schicht verwaschen, die
aber noch von einem armen Seifengebirge und von
Dammerde, beide 3 bis 5 Fuss mächtig, bedeckt sind.
Das Seifenwerk ist seit 1825 bearbeitet und hat g e liefert:
in den
Jahren an Golderfrag
hei einem durchschnittlichen
. Gehalt
in 100 Pud Sand von
1825 - Pud 25 Pfd. 28 Sol. — Dol. 1 Sol. 56 Dol.
1S26 — - 38 - 61 - 58 - — 1 83 -
1827 — - 19 - 73 - 6 - — - 77 -
1828 — - — - 16 - — _ — - 29 -
im Ganzen) 2 — 3 82 — 64 — j — — 94 -
Interessant war uns noch eine diesem Seifenwerk
ganz nahe gelegene kleine Kuppe, da sie aus einem
Porphyr besteht, der dem, welcher in Trümmern in
dem Seifengebirge so häufig vorkommt, sehr ähnlich
ist, und sich nur dadurch unterscheidet, dass die. Gemengtheile
sich .in einem noch grösseren Verhältnisse
zur Gruudmassé finden, wodurch er ein noch granitähnlicheres
Ansehen erhält. An dem Fusse dieser
Kuppe findet sich wieder ein grüner Dioritporphyr mit
kleinen, in geringer Menge eingewachsenen, schwarzen
Hornblende- und weissen Albitkrystallen. Es wäre
allerdings auch hier wichtig gewesen, das Verhältniss
dieser beiden Porphyre gegen einander auszumachen,
aber die starke Tannenwaldung, die die Kuppe wie
das ganze obere Thal der xHiästa bedeckte, machte
uns auch hier jede Beobachtung der Art unmöglich.
Das Seifenwerk Mariinskoi ist das äusserste in
dieser Richtung, dennoch hört mit ihm der Goldsand
nicht auf; man hat ihn auch noch weiter westwärts,
in den Umgebungen des Morastes, in welchem die
Miästa ihren Ursprung nimmt, an mehreren Stellen
gefunden, die man später wohl bearbeiten wird *).
') In dieser Gegend 'herrscht noch immer das Uebergangsgebirge.
Nach den Stücken, die wir in Miask erh ie lten , findet sich bei den
kleinen Seen Suchija Oserka (den trocknen Seen) im Osten des
Morastes der Miäsla, ein Conglomérat, das aus runden Stücken eines
grauen splittrigen Hornsteins, eines schwarzen Kieselschiefers und
Thonschiel'ers, graulichgrünen Serpentins, dichten Grünsteins und
Weissen körnigen Kalksteins besteht, und im Allgemeinen ein graues
Ansehn hat.