
vornicken, Untersuchungen aber über etwa noch am Wege
anstehendes Gestein gar nicht hatten machen können.*
In Werch-Uralsk erreichten wir die Orenburgsche Linie,
welche von hier aus* am Ural entlang bis zum
Kaspischen Meere geht, und an welcher huch nun an»,
ser W eg weiter entlang führte. Wie fdiese Linie nur
eine Fortsetzung der früher von uns bereisten Linien:
ist, so fanden wir auch auf ihr dieselben Einrichtungen
wie früher wieder. Sie besteht demnach auch
hier aus einer Reihe kleinerer und grösserer etwas
befestigter Ortschaften, die den Namen von Vorposten,
Redouten und Festungen führen® und die am obern
Ural1) bis auf Werch-Uralsk und Orsk sämmtlich, auf
der : rechten Seite des Ural liegen. Die sogenannten
Festungen sind von Zeit zu Zeit zwischen den kleineren
Oertern angelegt, und zu diesen gehören am
obern Ural von Wer eh - Uralsk an die Ortschaften
Magnitnaja, Kisylskaja, Urtasimskaja, Tanalyzkaja und
Orskaja.
Die erstere dieser Festungen hat ihren Namen
von dem in der Nähe befindlichen Magnetberge, Ulu
Utasse Tau erhalten, den wir leider nicht selbst besuchen
konnten, da wir in der Nacht durch'Magnit-
naja reisten. Nach Ho fmann und v. He lme r s e n 2)
liegt er 7 bis 8 Werste nordöstlich von der Festung
jenseits des Uralflusses in einer kleinen Gebirgskette,
die aus Feldsteinporphyr besteht, der hin und wieder
körnigen Grünstein mit vorherrschendem Feldspath
umschliesst. Da man unter Grünstein bisher sowohl
Hornblende-, als auch Augit-haltigeGebirgsarten ver*)
Bei ,der doppelten Biegung, die der- l/r a k während seines Lau-,
fes macht, zerfällt e r natürlich in drei Theile, in den ohfren Ural,
der von seinem Ursprung bis nach Orsk an der .erslen Biegung,., in
den millleren Ural, der Von Orsk bis nacb ti r a l f t an se in e r'zwe iten
Biegung, und in den untern U ra l, der von Uralsk his nach Gurieff
und seiner Mündung ins, Kaspische Meer geht.
f) A. JpD . S. 27.
standen hat, so geht aus den obigen Angaben nicht
hervor, ob der Porphyr zum Augitporphyr zu zählen
sei, doch machen diess die Verhältnisse, unter denen
das Magneteisenerz in dem nördlich von Kathärinen-
burg gelegenen Theil des Ural vorkommt, wohl wahrscheinlich.
Die Höhe des Magnetberges beträgt nach
Ho fmann und v. He lme r s s e n 270 Toisen über
Orenburg. Seih Erz* giebt 75 bis 80 pCt. Roheisen,
und wird in der Eisenhütte Belorezk verschmolzen,
die jenseits des Ural an der Belaja in etwas höherer
Breite als Magnitnaja liegt* und jährlich 150,000 Pud
Roheisen producirt. Der ganze dazu nöthige Vorrath
von Erz wird im Sommer in 3 bis 4 Wochen von
150 Bergleuten i gewonnen.
Bei der Festung Kisylsk, welche wir am Vormittage
des 18. Septembers erreichten, und schon etwas
vorher, steht weisser körniger Kalkstein an, der
in Schichten abgesondert ist, die St. 6 nach W. fallen;
Er findet sich aber nur auf dem rechten Ufer
des Uralflusses; auf dem linken kommt nach Ho f mann
und v. He lme r s e n Hornsteinporphyr ( ? )
vor, und 4 bis 5 Werst nordöstlich in der Kirgisensteppe
entdeckten jene Beobachter mehrere kleine Granitkuppen,
die hier unter Verhältnissen Vorkommen, welche
einer näheren Untersuchung-werth wären. Sie sind
mit Tannen bewachsen, und ragen wie Inseln aus der
übrigens baumlosen Steppe hervor; die Ebene zwischen
ihnen besteht aus Kieselschiefer r). lg
Jenseits des Irendik, fast in gleicher Breite mit
Kisylskaja liegt der See Talkasch, aus dem der Ta-
nalyk heranfliesst, der das westliche Gehänge des
Irendyk bespült, bis er in östlicher Richtung durch
denselben hindurchfliesst, und sich bei Tanalyzkaja
in den Ural ergiesst. In der Nähe dieses Sees bei
dem Dorfe llianowa am Tanalyk kommt ein schöner
r ) A. a. O. S. 48.