
(48.) B o r k h a u s e n i a f o r m o s e l l a P .
Flügelspannung 12—15 mm. Die Vorderflügel lebhaft lehmgelb und rostbraun gemischt mit
weißer Zeichnung. Im Wurzelfeld eine feine weiße, etwas unter dem Vorderrande entspringende,
schräg bis zur Falte nach außen ziehende Linie, die in der Falte spitz gebrochen wurzelwärts zum Innenrande
läuft, etwas hinter der Mitte des Vorderrandes steht ein gebogener, nach außen ziehender, gegen
den Saum verwaschener weißer Fleck, der gegen den Innenrand in eine feine, das dunklere, nach
außen lappig vortretende Mittelfeld begrenzende Linie übergeht. Am Innenrande ist das Mittelfeld
durch eine weiße, innen schwarz gesäumte Linie, die schräg nach außen bis in die Falte und in dieser
saumwärts zieht, begrenzt. Gegen die Spitze ist der Vorderrand in einem halbrunden Fleck verdunkelt.
Fransen lehmgelb, am Ende heller. Hinterflügel grau. Kopf und Thorax lehmgelb; das
Palpenglied weißlich mit schwärzlicher Spitze; Fühler scharf hell und dunkel geringt. | | | Raupe-
hellgrau, Kopf und das geteilte Nackenschild hell kastanienbraun, Analschild dunkler, am ersten
Segment vorn seitlich zwei schwarze Punkte; sie lebt unter Rinde an P y r u s , R o b i n i a usw.
(Disque, Stett. e. Ztg. 1895. 243) und soll nach H o r n i g auch in Holzknoten an Sal ix-Arten
leben. —- Entwickelung im Mai und Juli bis September. (S. V.) F. Mant. II; 257, 39. — Stgr.
Cat. II. 3387. — II. Teil, S. 565, Fußnote.
Unterfamilie Gelechiinae.
Vorderflügel mit ziemlich parallelen Rändern und steilerem Saume oder von beiden Seiten
mehr oder weniger gegen die Spitze gebogenen Rändern; Ader II5 fast ausnahmslos in den Vorderrand
vor der Spitze; V erreicht den Saum nicht. Die Hinterflügel ziemlich parallel, mit steilem Saume
und vorgezogener Spitze.
24. Gattung Stenolechia Meyr
(Poecüia Hein.)
Vorderflügel lang und schmal, kurz zugespitzt, Hinterflügel so breit wie die Vorderflügel, mit
parallelen Rändern, schrägem Saume mit lang vorgezogener Spitze. Palpen so lang wie der Thorax,
schwach aufgebogen, Mittelglied schwach“ abstehend beschuppt, Endglied
etwas kürzer wie das Mittelglied. Auf den Vorderflügeln ist die vordere
Zellecke etwas vorgezogen, der Schlußast schwach. Ader III3 und IV aus
der hinteren Zellecke; II4 mit II5 gestielt oder zusammenfallend (gemmella L.);
III2 und IV2 fehlen. Auf den Hinterflügeln zieht Ader II in die Spitze, IIIj
ist schwach; die Mittelzelle zwischen IIIj und III2 offen, die Äste von. IV
i Stenolechia Meyr. weit zurück (Fig. 60).
49. S t e n o l e c h i a g e m m e l l a h . (nivea Hw.). Taf. V (XXIX), Fig. 36.
Flügelspannung 7—11 mm. Vorderflügel weiß, schwach bräunlich bestäubt. Aus der Mitte
des Vorderrandes zieht eine schwarze, oft unter dem Vorderrande unterbrochene Binde wurzelwärts
bis in die Falte. Am Vorderrande stehen an der Wurzel, bei x/ 3 und vor der Spitze, am Innenrande,
an der Wurzel und am Saumwinkel, schwarze Fleckchen, zerstreut noch einzelne schwarze Schuppen.
Fransen weiß, mit dunkleren Staublinien. Hinterflügel samt den Fransen hellgrau. Kopf und Thorax
weiß; Fühler weiß, dunkelbraun geneigt; Palpen weiß, das Mittelglied an der Basis und zwei Ringe
des Endgliedes dunkelbraun.E- Raupe in angeschwollenen, jungen Trieben von Eichen. Galle:
Taf. IX, Fig. 67 b. Das Ei wird in einen Knospenwinkel gelegt, von dem sich die junge Raupe in den
Trieb einbohrt, der alsdann in seinem oberen Teile anschwillt. Die Raupe ist weißlich, mit durchscheinender
Rückenlinie, Kopf und Analschild hellkastanienbraun, Wärzchen dunkelbraun. Verpuppung
in der Wohnung oder am Stamm zwischen Moos und Flechten. — Entwickelung von Juli
bis September und im April, Mai. — L. S. N. ed. X, 539. — Stgr. Cat. II. 2587. — II. Teil, S. 567.
25. Gattung Gelechia Z.
Vorderflügel (Fig. 61 a) gestreckt, Hinterrand und
Ader II,, und II5 gestielt in den Vorderrand, IIIX entfernt von
III2, III3 aus der hinteren Zellecke. Hinterflügel, nicht schmaler
wie die Vorderflügel, mit parallelen Rändern und flach
geschwungenem, seltener steilem Saume, die Spitze wenig
vorgezogen; Ader II und IIIj gestielt oder frei aus der vorderen
Zellecke, umfassen die Spitze, III3 und IVj aus der hin-
Saum gegen die Spitze gebogen;
teren Zellecke, III2 näher an III3, IV2 mehr oder
Ä. weniger entfernt. Palpen (Fig. 61b) sichelförmig
aufgebogen, das Mittelglied unten ausgebreitet be-
. r “ schuppt, Endglied spitz, etwa so lang wie das
Kopf von Mittelglied. Die typische Zeichnung besteht aus
Gelechia Z ~ ’r ueacier von ueiccma
zwei dunkeln, übereinanderstehenden Punkten
vor der Flügelmitte, einem mitunter doppelten am Zellschluß und einer hellen Querlinie vor
dein Saume.
(50.) G e l e c h i a a l b i c a n s Hein. (basiguttdla Hw.).
Flügelspannung lfl^—17 mm. Vorderflügel hell aschgrau, bräunlichgrau bestäubt, an der
Wurzel des Vorderrandes ein schwarzes Fleckchen. Der Vorderrand bis zur Mitte und im Saumfelde
bisweilen verwaschen heller. Zwischen dem dunkeln Punkte am Querast und dem oberen vorderen
Punkte oft ein dunklerer Strich; Punkte und Strich mitunter weißlich umzogen. Die hintere Querlinie
ist spitz nach außen gebrochen, um die Flügelspitze und Saum stehen dunkle Punkte. Die
Zeichnung ist mit Ausnahme des Wurzelfleckchens am Vorderrande selten deutlich, die meisten
Stücke sind ziemlich einfarbig hell braungrau. Am Saume stehen dunklere Schuppen, die bis in die
Fransen reichen. Hinterflügel weißgrau, kaum breiter wie die Vorderflügel, Saum geschwungen, mit
breiter Spitze. Kopf und Palpen weißgrau, letztere am Mittelglied mit einigen dunkeln Schuppen,
das Endglied mit schwarzem Fleck. Fühler matt geringelt. — Raupe grüngelb, mit gelblichem Kopfe
und dunklerem Analsegment, sie lebt an Salix-Arten im Mai in jungen Knospen und an Blättern
und verwandelt sich in verlassenen Anschwellungen von Poecüonola decipiens Mnh. oder an der Erde.
Entwickelung im Juli. — CönsL Ann.. d. Fr. 1883. 16. — II. Teil, S. 565.
(51.) G e l e c h i a m u l i n e i l a Z.
Flügelspannung 12—16 mm. Vorderflügel ockergelblich bis hellgelbbraun, mehr oder weniger
dunkel bestäubt, mit dunkler, -nichtscharf begrenzter Längsstrieme; die typischen Punkte oft
undeutlich, bei Ausbreitung der dunkeln Bestäubung fast einfarbig. Die Längsstrieme zieht in der