
19. Lactuca pe r enni s L.
(710.) PL Einrollen des Blattrandes.
Die Milbe ist nicht untersucht.
Fr. Thomas 34: 7.
Weitere Angaben fehlen.
20. Taraxacum of f i cinal e L. Weber.
(711.) PI. Zusammenkrausen und Verkümmerung der Blattspreite, Einrollen des Blattrandes,
mit oder ohne abnorme Behaarung.
Phyllocopies rigidus Nalepa 268. 51.
Nach den Standorten und Bodenverhältnissen ist die Verbildung verschieden, doch der Grundtypus
bleibt sich gleich. In der Ebene scheint das Cecidium seltner aufzutreten als im Hochgebirge,
wo es bis zur Vegetationsgrenze beobachtet ist.
Fr. Thomas 22: 42 n. 46; 26: 304 n. 49; 35: 290 n. 1. — Schlechtendal 36-110—111. — H. Schulz 1911:182 n. 614. — Ditt-
rich 1912: 88 n. 1243 und 1245.
Fu n d o r t e : Rheinland: Langenlonsheim (Nahetal), Rheinbrohl (Rheintal); Niederlützingen;
Prov. Sachsen: Bennstedt am Vogelberg; Pro v. Hessen-Nassau: bei Kassel; Schlesien: bei Grünberg
und Landshut; in Oberbayern: bei Mittenwald; in Tirol verbreitet, bis zu 2700 m Meereshöhe beobachtet;
Schweiz.
21. Chondrilla junc ea L.
(712.) Acr. Knospen und Blüten-Deformation mit Blätter und Zweigsucht.
Eriophyes chondrillae (Canestrini) 253. 141.
An Stelle der Blütenköpfchen oder Zweigknospen bilden sich dichtgedrängte, unregelmäßig
kugelige Verzweigungssysteme, deren Teile sich durch sehr verkürzte Internodien und dicht stehende,
zu kleinen, meist linearen, in eine pfriemliche Spitze verlängerten, bis 3 mm langen Schuppen rückgebildete,
kahle Blätter auszeichnen und 1—1,5 cm Durchmesser erreichen. Als Nebenerscheinungen
finden sich Verbänderung und Verkrümmungen der Stengel (Hieronymus).
Hieronymus 1: 67 n. 76. — Exsicc. Herb, cecid. n. 226. — Szepligeti 1890.14 und 41.
F u n d o r t e : im Gebiet wohl noch nicht beobachtet. Südtirol, Ungarn u. a. südl. Gegenden.
22. Hypochaeris glabra L. (oder: radi cata L.).
(713.) PL Faltung der Blattspitzen nach oben, oft mit Einrollung verbunden.
Eriophyes hypochaerinus (Nalepa) 252. 140.
Auffällig ist eine rote Färbung der angegriffenen Blätter, deren Oberhaut stark runzelig aufgetrieben
wird. Oberseits im Grunde der Faltung, längs des Mittelnerv, zeigt sich eine dichte, weiße,
hyaline erineumartige Behaarung, in der die Gallmilben leben.
Kieffer 32: 23.
F u n d o r t e : Lothringen bei Bitsch.
Nach Angabe des Sammlers ist die Pflanze H. radicata L., nach der des Bestimmers H. glabra L.
Ein Wiederauffinden des Cecidiums wird die Meinungsverschiedenheit wohl lösen.
23. Leontodon L.
1. L e o n t o d o n a u t u m n a l i s L.
(714.) Pl. Einrollen der Blattspitze nach oben.
Eriophyes leontodontis, Lindroth 252. 139.
Lindroth.
F u n d o r t : Finnland.
2. L e o n t o d o n h i r t u s L . (Thrincia hirta).
(715.) Pl. Abnorme Haarbildungen auf den Wurzelblättern.
Die Milbe ist nicht untersucht.
Auf der oberen Blattseite, auf dem Mittelnerv oder auf den Seitennerven oder auch längs des
Blattrandes finden sich Anhäufungen von rotgefärbten geschlängelten Haaren, Zotten und Emergenzen
zuweilen mit leichter Randrollung nach oben. Die Haare sind vielgliederig, hin und her gebogen,
auch verzweigt und verstrickt.
Kieffer 21: n. 487; 88: 528.
F u n d o r t e : Lothringen: Rozérieulle bei Metz.