
T h y m u s v u l g a r i s L.
(532.) Acr. Kugelige oder eiförmigeBlattrosetten oder Blätterschöpfe in den Blattachseln oder
am Ende der Triebspitzen. Die Blättchen sitzend, 2—3 mm breit, 3—5 mm lang, mit schwach nach
unten gerollten Rändern.
Die Milbe ist nicht untersucht.
Hieronymus 1: 96 n. 256.
F u n d o r t e : (Südeuropa). In Gärten.
7. Satureja L.
1. S a t u r e j a A c i n o s Briquet.
(== Calamintha Acinos Clairv.)
(533) Acr. Mißbildung der Blüten.
Gailmilbe nicht untersucht.
„Der Kelch ist angeschwollen, die Blüte bleibt unentwickelt in ihm stecken, und innen am
Grunde zwischen den zerstörten Fruchtwerkzeugen lebt die Milbe“ (Frauenfeld).
Frauenfeld 30: 6 6 1 . Dittrich 1910: 63 n. 957.
F u n d o r t e : Schlesien bei Grünberg. — Ungarn: in den Bergen bei Füred.
2. S a t u r e j a C l i n o p o d i u m Briquet.
( = C l i n o p o d i u m vulgare L .)
(534.) Acr. Weißhaarige Blätter- und Blütenknöpfchen am Ende der Zweige.
Milbe nicht untersucht.
„An der Sproßspitze schopfförmig gehäufte weißbehaarte und mißbildete Blätter und
Blüten“ (Roß).
Hieronymus 1: 65. n. 64. — Roß 1914: 266 fl. 1744. — Dittrich 1910: 63 n. 956.
F u n d o r t e : Schweiz: Chur; Schlesien: bei Grünberg.
8. Glechoma hederacea L.
(535.) PI. Blattrandrollung nach oben.
Milbe nicht untersucht.
Dalla Torre 12:144.
F u n d o r t : Tirol: Ober-Hötting.
9. Stachys officinalis (L.) Trev.
' ( = Betonica officinalis L.)
(536.) Acr. PI. Verfilzung der Blütenstände, Stengel und Blätter.
Eriophyes solidus (Nalepa) 246. 116.
Bei sehr starker Infektion wird die ganze Pflanze mit starkem Filz überzogen, die Stengel
erscheinen verdickt und verschieden gekrümmt, an den Blättern treten die Ausstülpungen hauptsächlich
längs des Blattrandes auf und sind nach oben stark vorgewölbt.
L. Kirchner (a. a. 0.) gibt an, daß die Milbe .„zugleich auch die Verbildung der Wurzelblätter
bewirkte, die später gallenartigen Anschwellungen ähnelten“.
L.'Kirchner 9 : 43. -— F . Löw 33:130, — Kieffer 9 : 3 .~ - Hieronymus 1: 63 n. 49. — Liebei 4: 299 n. 342. — Roß 1911:
277 n. 1847.
F u n d o r t e : Lothringen bei Mengen Kreis Bolchen. — Böhmen: Kaplitz. — Schlesien:
Grünberg, Liegnitz.
(537.) Acr. PI. Unbehaarte Blatt- und Stengelverbildung, Blütenvergrünung mit abnormer,
nicht filziger Behaarung (Liebei).
(Eriophyes solidus Nalepa.)
Kieffer 9 : 4. — Liebei 4 : 300 — Roß 1911: 277 n. 1848.ffef\^v
F u n d o r t e : Lothringen: bei Mengen Kr. Bolchen; Rheinland bei St. Goar.
Die Pflanze vom letztgenannten Fundort zeigte auf den Wurzelblättern rundliche weiße Filzpolster,
wie solche auf einer solchen von Mengen (534) auftreten (typisches Exemplar von Kieffer).
Die Blüten sind monströs, nicht filzig, ein Blütenstengel teilt sich in mehrere. Es weist diese Pflanze
darauf hin, daß hier dieselbe Galle in zwei besonderen Formen auftritt, hervorgerufen durch verschiedene
Grade des Angriffs der Milben. Eine Untersuchung der Milbe liegt nicht vor.
10. Brunelia L.
1. B r u n e l i a g r a n d i f l o r a Jacq.
(538.) Acr. Weißhaarige Blätter- und Blütenschöpfe am Ende der Stengel.
Die Milbe ist nicht untersucht.
Hieronymus 1: 65 n. 63; Geisenheyner i. lit.
F u n d o r t e : Rheinhessen: Jugenheim a. d. Bergstraße; Gau-Algesheimerberg. Bayern:
Bad Kissingen; Tirol.
2. B r u n e l l a v u l g a r i s L.
(539.) Acr. wie vorher (537).
H. Schulz 1911: 119 n. 76.
F u n d o r t : Hessen-Nassau: Kr. Hersfeld: Meckbach.
11. Salvia L.
1. S a l v i a p r a t e n s i s L. Taf. XXII, Fig. 4.
(540.) PI. Ausstülpungen der Blattspreite nach oben unterseits mit dichtem weißlichem
oder bräunlichem Haarfilz (Erineum salviae Vallot) erfüllt.
Eriophyes salviae (Nalepa) 245. 115 m it Phyllocoptes obtusus Nalepa 266. 43.
Die Haare, aus denen das Erineum besteht, sind einfach und ziemlich steif oder gegliedert;
oberseits sind die Ausstülpungen ebenfalls kurz behaart, meist grün oder rötlich angelaufen. Bei
starker Infektion können die Blätter bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet werden, wobei sich ihre
Ränder nach unten zusammenrollen.
Fr. Thomas 2: 352 Anm. 18; 11: 358. 4; 22: 18. — F. Löw 9 : 504 n. 58; 38:13. — Kieffer 2: 587. 22. — Schlechtendal
27: 11; 31: 22 n. 58. — Hieronymus 1: 92 u. 229. — ß ittric h 1910: 63 n. 954.B D a l l a Torre 10: 157; 11. 19; 12: 159.
F u n d o r t e : Lothringen, Rheinland, Mk. Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Harz, Anh.
Bernburg, Baden, Schlesien, Niederösterreich, Tirol. Verbreitet in Nord- und Süddeutschland und
in den Alpen (Fr Thomas).
2. S a l v i a s i 1 v e s t r i s L.
(541.) PI. Ausstülpungen und Filzbildung wie bei S. pratensis (540).
Eriophyes salviae (Nalepa) 245. 115.
Die Ausstülpungen sind meist etwas kleiner als die an Salvia pratensis, finden sich meist nach