
weshalb sie schon von ferne auffallen. Die oberen Stengelblätter sind stets verrunzelt oder zusammen
geknäuelt.
F. Löw 9: 506. 63. — Kieffer 1: 132 und 589. — Liebei 1: 575 n. 306. — Schlechtendal 31: 24. 75.
F u n d o r t e : Lothringen: bei Gehnkirchen; Rheinland: bei Trechtinghausen; Sachsen:
Plauen i. Y.; Schlesien: Grünberg; Niederösterreich: bei Mödling.
(297.) PI. Die Blätter verbildet.
Eriophyes peucedani (Cänestrini) 232. 65 I.
Faltung der Blattfiederchen nach oben mit Drehung, Rollung und Zerschlitzung der Blattränder.
(Mit No. 294.)
Kieffer 1: 132. — Schlechtendal 31: 24. 75.
2. T o r i l i s i n f e s t a Koch.
(298.) Acr. Vergrünung der Blüten.
Eriophyes peucedani (Cänestrini) 232. 65 I. mit Phyllocoptes eurynotus Nalepa 261. 22.
Wie bei (297.).
Schlechtendal 31: 24. 76. — 36: 102.
F u n d o r t e : Rheinland: in Weinpflanzungen bei Linz, Leubsdorf, St. Goar, ungemein häufig
in brachliegenden Weinbergen unweit Ehrenbreitstein: bei Arzheim, Pfaffendorf u. a.
2. Otlaya grandi f lora Hoffm.
(299.) Acr. Vergrünung der Blüten in verschiedenem Grade bis zur Bildung rundlicher Ballen.
Eriophyes peucedani (Can.) 232. 65 I.
Fr. Thomas 11: 382—383. 22.
Nur bei hochgradiger Deformation treten äußer Vergrünung des Blütenstandes noch
(300.) PI. Verunstaltung der Laubblätter hinzu: hypertrophische Anschwellung, Einwärtsrollung
der Ränder und wurmförmige Verkrümmung der Zipfel, der ganzen Fiederchen und selbst
der Blattscheide. Die Färbung solcher verkrüppelter Blätter und Blattknospen ist gelblich-grün
bis rötlich.
F u n d o r t e : Thüringen: bei Meiningen, Greußen, Mühlhausen. Tirol.
3. Trinia g la u e a Dumortier (Tr. vulgaris DC,).
(301.) Acr. „Vergrünung“ der Blüten.
Eriophyes peucedani Can. 232. 65 I.
„Die Blütenblätter an ihren Spitzen karminrot, verbleiben über den verkümmerten Befruchtungsteilen
zusammengeschlossen und bergen zahlreiche Gallmilben.“
Frauenfeld 32: 397. — F. Löw 28: 7.
F u n d o r t e : Niederösterreich; Triest.
4. Carum carvi L.
(302.) Acr. Vergrünung der Blüten.
Eriophyes peucedani (Can.) var. carvi (Nalepa) 232. 65. II.
Alle Blütenteile sind mehr oder weniger in mehr oder weniger breite, verschieden gestaltete,
teils ganze, teils zerschlitzte blattartige Gebilde umgewandelt, welche eine blaßgrüne oder weißliehe,
hie und da auch eine schmutzigrötliche Färbung haben und ohne alle Behaarung sind. Meistens sind
sie in verschiedener Weise verbogen, zusammengekrümmt, zuweilen auch verdreht Dabei
sind die Doldenstrahlen zweiter Ordnung sehr verkürzt, wodurch die vergrünten Blüten zu mehr
oder weniger dichten Knäueln zusammengedrängt, an der Spitze der nicht verkürzten Doldenstrahlen
erster Ordnung zu sitzen scheinen.
Meist sind alle Blüten einer Dolde in solcher Weise vergrünt, seltener ergreift die Verbildung
nur die Blüten eines oder einiger wenigen Döldchen.
Die Verbildung erstreckt sich nur auf die Dolden oder kommt gleichzeitig mit der nachbeschriebenen
Verbildung der Blätter vor (Löw).
Löw 45: 23—24. — Hieronymus 1: 57. 73. — Dittrich und Schmidt 1911: 50 n. 862. — H. Schulz 1911- 121 90
und (91)?.
F u n d o r t e : Hessen Kassel: Kr. Hersfeld; Niederösterreich: Bot. Garten in Wien; Tirol;
Schweiz; Ungarn.
(303.) PI. Verunstaltung der Blätter. Gleichzeitig mit dem vorigen oder allein.
Eriophyes peucedani (Gau.) var. carvi (Nalepa) 232. 65. II.
3||e normal linealen Fiederschnitte der Blätter werden breiter, dicker, kürzer und krümmen
sich nach oben zusammen, wobei sie eine blaßgrüne oder gelbliche Färbung annehmen, welche oft
hie und da trüb purpurrote Streifung zeigt.
Bei schwachem Angriff beschränkt eich, die Verbildung nur auf die Spitzen der Blätter, bei
starker Vermehrung der Milben, wenn ein ganzes Blatt ergriffen wird, so wird dieses bedeutend, ja
bis auf % seiner ursprünglichen Größe verkürzt und bis zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.
Bin eigentümliches Aussehen bekommen durch diese Deformation jene Blätter, welche an den oberen
Teilen des Stengels oder dicht unter den Blutenständen sitzen und deren Blattstiel in seiner ganzen
Länge scheidSsförmig ist. Bei diesen Blättern sitzt dann an der Spitze der Scheide ein größerer
oder kleinerer, rundlicher oder länglicher, öder unregelmäßiger, mehr oder weniger aus sehr kurzen
und sehr verschieden gestalteten blattartigen Gebilden jestehender Knäuel. Außerdem kann man
auf der inneren Fläche solcher scheiden förmiger Blattstiele meistens auch noch eine Wucherung von
kleinen, gelblichgrünen, kahlen, Warzen-, Zäpfchen- oder blättehenförmigen Auswüchsen bemerken,
welche meist zu kleinen Knäueln gruppiert , diese Innenfläche entweder in ihrer ganzen Fläche
oder nur stellenweise bedecken. Alle solche abnorme Bildungen sind, wie die ganze Pflanze, kahl
(F. Löw).
F. Löw 45: 23—24. wie vorige No. (302.).
5. Pimpinella L.
1. P i m p i n e l l a m a g n a L.
(304.) PI. Blattdeformation: Fransige Teilung der Blätter, verbunden mit Rollung des wulstigen
Randes der Fiederblättchen und mit Drehung und Biegung derselben.
(Eriophyes peucedani (Can.) nov. sp.? Nalepa.)
Die Randverdickung und Rollung trifft vorzüglich die basale Hälfte des Blättchens. Der
unterste, ganzrandige Teil ist einfach aufwärts gerollt, er ist gelblichgrün bis weißlich. Der folgende
Teil des Blättchenrandes ist in der Regel in zahlreiche Zipfel oder Fransen aufgelöst. Wenn diese an
der wulstigen Verdickung teilhaben, so umschließen sie, mit ihren Spitzen bogig einwärts gekrümmt,
Zoologiea. Heft 01. 50