
Compositae.
Achillea 657—665; Artemisia 668— 681: Aster 654—655; Carduus 686; Carlina 685; Centaurea 692—698; Chondrilla 712;
Chrysanthemum 666—667; Cichorium 699; Cirsium 688—-690; Crepis 708—709; Erigeron 656; Hieracium 700—707; Homogyne
683; Hypochaeris 713; Jurinea 687; Laclucu 710; Leontodon 714. 715; Pulicaria 684; Senecio 682; Serralula 691; Taraxacum 711.
1. Aster L.
1. A s t e r L i n o s y r i s Bernhardi.
(Linosyris vulgaris Cassini.)
(654.) Acr. Triebspitzendeformation.
Eriophyes linosyrinus (Nalepa) 249. 127.
Verkürzung der Internodien, in deren Blattachseln sich Seitentriebe bilden, welche durch die
Gallmilben deformiert werden. Diese kleinen Seitentriebe bestehen aus kurzen, schmalen, gelb-grünen
dicht aneinandergedrängten Blättchen,
welche verbogen oder verrunzelt und mit
kleinen, hellen Körnchen beiderseits besetzt
sind. Sie haben das Aussehen von
Rosettchen und sind an den Spitzen
der Triebe zu kugeligen oder länglichen
Köpfen zusammengedrängt. Der Angriff
der Milben erfolgte schon, bevor die
Pflanze zum Blütenansatze gelangte.
F. Löw 24: 722 n. 18.
Fundort : Niederösterreich: auf
dem Kalenderberge bei Mödling.
2. A ster B e llid ia s t r um Scopoli.
( = Bellidiastrum Micheln Cassini.)
(655.) PI. Blattrandrollungen nach
oben.
Eriophyes opistholius (Nalepa) _249. 129.
Der Blattrand ist relativ locker gerollt,
bei älteren Blättern von der Blattbasis
an, wodurch der Gesamtumriß in
auffälliger Weise geändert wird. Der
Triebspitze nahestehende Blätter besitzen
die Randrollung oft ringsum und sind
nicht selten dann von beiden Rändern her
bis zur Mittelrippe eingerollt. Die Außenseite
ist stark runzelig durch Faltenbildung
losgelöster Epidermis. Die Behaarung
ist nicht abnorm.
F r. Thomas 14: 707; 22: 37 n. 44; 26 : 2 9 9 .%
Dalla Torre 10:109; 11: 6.
Textfig. 27. Blütendelormatiw durch Erioph. puculosm Nal. an F u n d o r t e : Verbreitet i n den
Erigeron acer.
RUbsaamen fec. Coll. Schlecht. Alpen VOn S c h w e i z U n d Tirol.
2. Erigeron Sie er L.
(656.) Acr. Blütendeformation; Blüten lebhaft rotyiolett oder verkümmert. Körbchen rundlich.
Fruchtknoten steril, Pappushaare verkümmert. Textfigur 27,
Eriophyes pucülosus (Nalepa) 249. 128.
Deformation der Blüten und Blütenkörbchen. Corolle und Griffel der Scheibenblüten sind
anormal vergrößert und lebhaft violettrot gefärbt. Fruchtknoten
und Pappus verkümmernd oder Unterdrückung der
Blütenbildung; Köpfchen kugelig.
Nalepa 25:179, — Schlechtendal 44: 397; 51:129—130.
F u n d o r t : Rheinland bei Rheinbrohl am Montjob
(Monte Jup) in vergrasten Weinparzellen. MfmuC
3. Achillea L.
1. A c h i l l e a P t a r m i c a L.
(657.) Acr. End- und Seitentriebe deformiert; Blätter
gerollt zu fädlichen Gebilden anwachsend, bleichgrün, fein
filzig behaart. Textfig. 28.
Die Gallmilbe ist nicht untersucht.
Die Achselsprosse sind zu mehr oder weniger bis
20 mm langen Trieben ausgewachsen, die nur ausnahmsweise
die Dicke eines Roßhaares übertreffen, an diesen
schwachen, bleichgrünen Trieben befinden sich gleich dicke
bis haarfeine gerollte und verbogene Blättchen, deren Rand-
zähnchen häufig in Gestalt feiner Fasern von ihnen abstehen.
Alle diese Teile sind mit feinen abstehenden Haaren
Triebspitzendeformation. Achillea
Ptarmica. Milbe.
mehr oder weniger bekleidet. Blütenkörbchen auf lang- Rübsaamen fec.
ausgewachsenen dünnen Stielchen kommen vor. Die Milben
leben in den gerollten Blättchen (0 k t o b e r). Das Cecidium wurde zuerst bei Münster i. W.
beobachtet im A u g u s t , ohne Milben zu finden: Triebspitze der Pflanze . . . verkümmert, zuweilen
etwas verdickt und in eine kleine Rosette verwandelt. Die Blätter sind an den Rändern
umgeschlagen und selbst zu einer Röhre aufgerollt;
dasselbe gilt auch von den oberen
Seitensprossen, dieselben sind sämtlich in
Mitleidenschaft gezogen und zeigen nur deformierte
Blättchen. Sämtliche infizierte
Teile der Pflanze besitzen eine feine filzige
Behaarung, welche aus kleinen, weißen
Härchen besteht und an den deformierten
Triebspitzen am dichtesten ist.
Westhoff 1; 49. — Schlechtendal 27: 8.
F u n d o r t e : Rheinland: bei Kripp an Ahr und Rhein; gemein an der Lahn unter der
Brücke zwischen Stockhausen und Tiefenbach; Westfalen: bei Münster häufig.
Herb. v. Schl.
Textfig. 29.
RUbsaamen fec.
Bla ttdeformation : Achillea Millefolium L. Milbe.
Coll. Schlecht.