
(134.) C e p h a lo n e o n a rtig e B la ttg a lle n (wie auf S. retusa No. 136)
Erioph.
Fr. Thomas 20: 16 n. 37; 22: 57 n. 79.
F u n d o rte : Am Sonnenwendstein beim Semmering.
27. S a l i x r e t u s a L.
(135.) PL B l a t t r a n d r o l l u n g ohne Verdickung und ohne Haarbildung. (V.)
Eriophyes.
Das Cecidium gleicht äußerlich dem von S. jacquiniana.
Fr. Thomas 22: 52 n. 70; 26: 303. 41.
F u n d o r t e : Alpen von Kärnten, Tirol, der Schweiz.
. 28. S a l i x r e t u s a var. k i t a i b e l i a n a Willd.
(136.) PI. C e p h a l o n e o n a r t i g e B l a t t g a l l e n . VIII.
Eriophyes.'
Diese Blattgallen sind meist schon in einiger Entfernung auffällig, indem die fast weißen,
blaßgrünen oder rosigen Cecidien meist noch von einem gleichfalls weißlich-gelbgrünen Spreitenstück
hofartig umgeben sind. Die Galle erhebt sich 1—1 % mrri hoch als eine kahle, unregelmäßig
rundliche Warze von 1—3 mm Querdurchmesser, von durchziehenden Nerven zuweilen tief gefurcht
über die obere Blattfläche. Der Galleneingang 'wird durch eine kleine unregelmäßig kegelförmige
Hervorragung unterseits bezeichnet. Bald liegt dieser Eingang versenkt, bald ist der obere Teil in die
Spreite eingedrückt oder das Cecidium ist verkehrt: der Kopf ist unterseits, der Eingang auf der
Oberseite; auch randständige Cecidien treten auf. Die innere Höhlung zeigt zapfenartige Auswüchse
(Fr. Thomas).
Fr. Thomas 20: 15 n. 35; 22: 55—56. n. 77.
F u n d o r t e : Schweiz im Berner Oberland.
29. S a l i x r e t u s a var. v u l g a r i s Wimmer.
(137.) C e p h a l o n e o n a r t i g e B l a t t g a l l e n , wie (136), doch ohne solche helle
Umhofung.
Nach Fr. Thomas: von höheren Standorten.
Fr. Thomas 22: 55 unter n. 77;
30. S a l i x r e t u s a var. s e r p y l l i f o l i a Scopoli.
(138.) PI. B l a t t r a n d r o l l u n g wie bei der Stammform. (35.)
Eriophyes.
Fr. Thomas 22: 52 n. 71. — Dalla Torre 10: 157.
F u n d o r t e : Schweiz, Tirpl.
(139.) PI. C e p h a l o n e o n a r t i g e B l a t t g a l l e . VIII.
Eriophyes teianothrix (Nalepa) 220 n. 28 1.
Dalla Torre 10: 157.
F u n d o r t : Tirol.
(140.) PI. B l a t t r a n d d e f o r m a t i o n . V.
Eriophyes.
Der Blattrand ist saumartig nach oben umgekrümmt, zeigt aber nur Anfänge von spiraliger
Einrollung, die Breite des Saumes beträgt 0,3—0,7 mm, selten mehr, abnorme Haare wie Protuberanzen
fehlen; er erscheint heller als das Blatt durch die stark ausgedehnte, vom Parenchym losgelöste faltige
äußere Epidermis. Ende Juli fanden sich sehr zahlreiche, rötlich gefärbte Gallmilben (Thomas).
F r. Thomas 22: 52 n. 69.
F u n d o r t : Partenkirchen, Alpen.
32. S a l i x h e r b a c e a L.
(141.) Acr. D i c h t b e h a a r t e T r i e b s p i t z e n k n ö p f e . (Textfig. 9.) III.
Eriophyide.
„Die gleichmäßig dichte graue Behaarung macht dieses Cecidium an der übrigens kahlen
Gletscherweide augenfällig. Die Blütenbildung wird durch dieselbe unterdrückt. Die Blattknöpfe,
in welche die Triebe endigen, sind in der Regel von annähernd kugeliger Form und 2—8 mm, die
meisten von etwa 4 mm Durchmesser. Kleinere, sekundäre Aussackungen der deformierten
Blätter, gewöhnlich von rötlicher Farbe und zuweilen traubig gedrängt, erschweren
für den ersten Blick das Verständnis der sehr interessanten Deformation.
Beim A u s e i n a n d e r s c h ä l e n der z u s a m m e n g e d r ä n g t e n B l ä t t e r
findet man in der großen Mehrzahl der Fälle, daß ein Blatt zu einem kugeligkapuzenförmigen
Gebilde aufgetrieben ist, welches außen von schwächer oder nur teilweise
verbildeten Blättern umgeben ist und innen noch kleinere, verkümmerte und gleichfalls
stark behaarte Blättchen umschließt. Anlagen von Seitenknospen finden sich
. Textfig. 9. inmitten des Knopfes normal erhalten. . Daraus geht hervor, daß die deformierten -rriebSpitzen-
Triebe nicht notwendig absterben (Fr. Thomas). knöpfchen*
Fr. Thomas 20: 17—18 n. 40; 22: 58—60, n. 82. — (F. Löw 49: 541. n. 14.) m f Salix
herbacea.
F u n d o r t e : in den Tauern: am Ostfuß des Kesselkopfes im Gschlöß. Nahe EUb^amen^fec.
dem Stege über den Viltragenbach. (Norwegen: bei Hammerfest häufig!) Thomas.
(142.) PI. C e p h a l o n e o n a r t i g e B l a t t g a l l e n mit unterseitigem oder oberseitigem
Eingang, in ihrem Hohlraum mit zapfen- oder warzenartigen Auswüchsen. VIII. 4.
? Eriophyes tetanothrix (Nah).
Die Gallen stehen in großer Anzahl auf den Blättchen und sind z. T. meistenteils schön rot
gefärbt. Die Höckerchen sind oft so fein und so dicht gestellt, daß man bei ihrem Anblick an einen
mit Kobaltblüte überzogenen Stein denken muß, wenngleich die Farbe mehr purpurrot ist. Die
Blattfläche krümmt sich alsdann unregelmäßig zusammen. Zuweilen erstreckt sich die Deformation
sogar bis auf die Karpelle. Diese Gallen treten in zwei Formen auf; entweder sind sie glatte, kugelige,
grün oder rot gefärbte Knötchen auf der Blattoberseite von %—1 % mm Durchmesser, selten noch
größer, und es entspricht ihnen auf der Unterseite des Blattes eine Einsenkung, in deren Mitte die
von wulstigem, oft rot gefärbtem Rande lefzenartig umgebene und unregelmäßig geformte Eingangsspalte
liegt, oder die Galle ist bei oberseits gelegenem Eingänge kraterartig und bewirkt dann auf
der Blattunterseite keine Gestaltsveränderung (Fr. Thomas).
Fr. Thomas 3: 7. 8 und 3* 464—465; — Dalla Torre 10: 155.