
437. Epilachna Proserpina, n. sp.
Taf. X in . Fig. 6,
Subcordata, infra cum pedibus rufo-ferruginea, supra fusca, dense cinereo-pubescens,
elytrorum maculis quinque (2. 2. 1.) magnis fulvis. Long. 81/3., lat. 7 l/i mill.
In nächster Verwandtschaft mit Epil. luteoguttata, Mul s. (Spec. d. Coleopt.
securip. p. 746. -No. 35) stehend, jedoch beträchtlich grösser und, von dunkeier
Färbung der Oberseite, wie die vorhergehende Art; von dieser durch die Zahl
und Grösse der Flügeldecken-Flecke unterschieden. — Fühler und Mundtheile licht
rostroth, die Spitze der Mandibeln und das Endglied der Kiefertaster nur leicht
gebräunt. Kopf flach, gleiehmässig dicht befilzt. Prothorax mit feiner und kurzer
glänzender Mittellinie, stumpfwinkligem Basal- und fast geradlinigen Seitenrändern,
welche sich jedoch gegen die Vorderecken hin winklig umbiegeu; die Seitenlappen
leicht muldenförmig vertieft. Schildchen gleich der Basis des Prothorax lichter
rothbraun. Flügeldecken zusammen herzförmig, beim ersten Vierttheil der Länge
am breitesten, hochgewölbt,; jederseits vom Schildehen leicht eingedrückt, mit
deutlich abgesetztem, aber Schräg abfallendem Seitenrand; die dunkelbraune
Grundfarbe durch die sehr dichte aschgraue, seidig glänzende Behaarung fast vollständig
verhüllt, die fünf grossen rothgelben Flecke goldgelb behaart. Von diesen
ist der innere der zweiten Querreihe (3. Fleck) nicht unbeträchtlich grösser als die
übrigen, besonders als die drei längs des Aussenrandes stehenden. Der erste ist
von Naht und Basis gleich weit, etwa um lS*e seines eigenen Durchmessers entfernt,-
während der zweite dein Seitenrand fast doppelt so nahe als der Basis, nämlich
weit nach aussen und hinten von der Sehulterbeule steht. Der vierte, dem Seitenrand
noch etwas näher gerückte, liegt etwa bei 3/s der Länge, der dritte etwas
hinter der Mitte der Flügeldecken. Brust, Hinterleib und Beine sind gleich dem
umgeschlagenen Rand der Flügeldecken letzterer bis auf einen breiten braunen
Saum — licht rostroth.
Gleichfalls nur in einem Exemplare vom See J i p n (Ende Octobers 1862)
vorliegend.
438. Epilachna callipepla, n. sp.
Taf. XIII. Fig. 7. '
Subcordata, laete rufa, subtüiter pubescens, nitida, prothoraeis fascia discali fusca,
elytrorum maeulis quinque (2. 2. 1.) au/rantiaciß, Tate nigro-cindis. Long. 713,
lat. 6^2 mill.
Etwas weniger breit herzförmig als die beiden vorhergehenden Arten, von
welchen sie ausser der hellen Grundfarbe der Oberseite auch durch sehr viel dünnere,
den Glanz und die Färbung des Integumentes kaum verhüllende Behaarung abweicht.
Körper licht und lebhaft rostroth, die Flügeldecken noch intensiver, fast zinnober-
roth. Fühler und Mundtheile gleich dem Kopf ganz hell gefärbt. Prothorax vor
dem Schildchen deutlich quer abgestutzt, sonst an der Basis in flachem Bogen
gerundet, der zuerst gerade Seitenrand sich bögig gegen die Vorderecken hin einwärts
biegend; die Seitenlappen flaeh muldenförmig vertieft, die Mittellinie in
kurzer Ausdehnung seicht gefurcht; auf licht rothem Grunde verläuft über die
Mitte der Scheibe hin eine nach hinten dreieckig erweiterte, dunkele Querbinde.
Schildchen länglich dreieckig, spitz, rothgelb. Flügeldecken hochgewölbt, mit kaum
abgesetztem, durchweg schräg abfallendem Seitenrand, überall zerstreut und deutlich,
wenn auch seicht punktirt, der Grund ausserdem noch fein chagrinirt; die feine
Behaarung überall goldgelb. Die in ähnlicher Weise wie bei der vorhergehenden
Art angeordneten fünf orangegelben Flecke erscheinen durch ihre breite schwarzbraune
Umsäumung einerseits sehr viel grösser, andererseits, ocellenartig. Am einfachsten
ringförmig ist diese Einfassung am'ersten und fünften Fleck, übrigens
auch an letzterem vorn, an ersterem hinten breiter; bei den drei übrigen wird sie
durch partielle starke Verbreiterung theils (2. Fleck) mehr vier-, theils (3. und 4.)
mehr dreieckig. Unterseite nebst Beinen licht rostfarben.
Das einzige vorliegende Exemplar dieser schönen Art stammt von der Insel
S a n s ib a r .
439. Epilachna macropis, n. sp.
Taf. XIII. Fig. 8.
Subcordata, laete rufo-ferruginea, flavescenti-pubescens, subnitida, elytris nigris, sutura
maculisque quinque (2, 2. 1.) magnis awrmtiam. Long. 6% lat. 51/* mill.
Var', ä. Elytrorum maßulis duabus, anterioribus fasciatim confluentibus, externa marginem
lateralem attingente, .
Var. b. Elytris aurantiacis, fasciis tribus cmgustts,• anterioribus duabus undulatis, tertia
obliqua, atrinque1 dhbremulacum praeceäents striga longitudinaM conjimeta, nigris.
Abermals etwas schmaler und länglicher als die vorhergehende Art, auch
weniger hoch gewölbt; unterhalb mit Einschluss der Beine licht rothgelb, oberhalb
intensiver, fast rostroth gefärbt, fein greishaarig, ziemlich glänzend. Fühler und
Mundtheile gleich dem Kopf von lichter Färbung, nur die Spitze der Mandibeln
pechbraun. Prothorax etwas breiter als bei Epü. callipepla, die Seitenlappen fast
schräg abgestutzt, flach, von der leicht gewölbten Scheibe kaum durch einen Eindruck
abgesetzt, die Oberfläche fein und dicht gedrängt punktirt, ohne dunkle
Zeichnung. Schildchen gleich dem Prothorax licht rostroth, spitz dreieckig. Flügeldecken
am Ende des ersten Dritttheils am breitesten, nach hinten in Form eines
sphärischen Dreiecks verengt und zugespitzt, selbst bei den Schultern ohne abgesetzten
Seitenrand, diese daher zu den Seiten des Halsschildes nicht nach vorn hervortretend;
der Basal-Eindruck zur Seite des Schildchens und die Schulterbeulen
sehwach ausgeprägt, die. Oberfläche seicht und weitläufig punktirt, ausserdem fein
chagrinirt, sowohl auf schwarzem wie auf hellem Grunde greisgelb behaart. Ausser
fünf grossen Flecken jeder einzelnen ist ein schmaler Nahtstreifen, ebenso ein
feiner Saum des vorderen und hinteren Seitenrandes rothgelb; von den Flecken
ist der erste; fast kreisrunde der grösste, nur wenig kleiner der zweite und dritte,
beträchtlich dagegen der vierte und fünfte. Der erste ist viel weiter nach vorn
gerückt als der ganz hinter der Sehulterbeule stehende, rundlich viereckige zweite;
der kurz ovale, schräg gerichtete dritte nimmt die Mitte der Flügeldeckenlänge
ein und berührt mit seinem hinteren, inneren Theile den Nahtstreifen, der vierte,
quer ^eiförmige den Seitenrand; der fünfte, sphärisch dreieckige steht letzterem
näher als der Naht und dem Spitzenwinkel.
Eine ziemlich auffallende Abänderung entsteht durch Vergrösserung der rothgelben
Flecke im Allgemeinen und durch das Zusammenfliessen der beiden vorderen
zu einer Querbinde im Besonderen. Letztere tritt nicht nur näher an die Basis und