
glänzend. Die Vorderflügel mit sehr stark vortretendem schwarzem Mittelfleck und eine ganz kleine
nach innen von der Costa, sonst ohne jegliche dunklere Zeichnung.
Ich reihe hier ein:
Gattung Dracaenura Meyrick.
M e y ric k hat (Tr. E. S. 1886, p. 227) diese, mit Pleonectusa nahe verwandte, von ihr
durch die eigenthümliche Anastomose der Adern 7 und 8 der Hinterflügel beim cf verschiedene
Gattung für einige pacifische Arten aufgestellt und folgendermassen beschrieben:
»Stirn gerundet. Nebenau gen vorhanden, Zunge g u t entwickelt. Fühler v on 4/s b is b einahe zur
Vorderflügellänge, beim rf1 fadenförmig, sehr kurz gewimpert, mit vorstehenden Schuppen an den Gliedern.
Labialpalpen mässig gekrümmt, au fste igend , zw eites Glied mit dichten vorstehenden Schuppen unten, Endg
lied sehr kurz, cylindrisch, stumpf. Maxillarpalpen mässig lang, schlank, fadenförmig. Hinterleib beim c f
sehr lang, An alsegment v er läng e rt mit kleinem Afterbüschel. D ie äusse ren Mittelsporen der Hinterschienen
Vi b is V2. die äusse ren Endsporen Vs der inneren. A u f den Vorderflügeln entspringt 10 au s 9, 11 schief.
D ie Hinte rflü gel sind etwas breiter als die Vorderflügel; Ader 3, 4, 5 am Grunde genähert, 7 beim c f aus
6 beinahe am Ur sprun g und mit 8 verbunden sehr nahe am Ursprung’ a u f einem Pu nk t nur oder durch
e in e k ur ze Querader, beim $ aus 6 n ahe dem Ursprung und kurz mit 8 anastomosii’end.“ S. auch H a m p s o n ,
Tr. E. S. 1897, p. 193.
337. Dracaenura versicolor A. Pagenst. n. sp. Taf. II, f. 36 (cf).
Nahe verwandt mit Dracaenura (Platamonia f) stenosoma Felder, Reise Nov. Lep. pl. 134
f. 16 von den Tonga-Inseln (Hampson, Tr. E. S. 1897, p. 193).
38 mm. c f . Fühler kurz bewimpert, mit sch u pp ig v orstehenden Gliedern, bräunlich. Palpen vorgestreckt,
dicht beschuppt. Stirn und Halsk ragen bräunlich. Schulterdecken, Brust und Hinterleib gelblich
g länz en d, letzterer an den S eiten u nd am Afterbüschel schwärzlich. D ie ob lon gen Vorderflügel dunkelbraun,
v io le tt glänz en d, ohne Zeichnungen, die Hinterflügel weisslich hyalin, v io le tt g län z en d ; der Aussenrand
gleichmässig dunkel beschattet, schmal g o ld ig g länz en d. D ie Un te rseite w ie oben, d ie Kehle gelblich, wie
d ie B eine ; d ie se selb st lang, au den Hinterschienen die Mittel- und Endsporen ver sch ieden lang. Bauch
weisslich.
In der Ribbe'schen Sammlung befindet sieh ein Exemplar von Neu-Pommern (Kinigunang).
Möglicherweise identisch mit Dracaenura prosthenialis Hampson, Tr. E. S. 1897, p. 193 von
Humbpldt-Bey, Neu-Guinea.
Gattung Orphnophanes Lederer.
Diese L ed e re r’sche Gattung (Wien. Ent. Mon. 1863, p. 428) wird von Hampson, I. M.
IV. p. 230 gleich Syntomodora Meyrick, Trans. Ent. Soc. 1894, p. 467 gestellt, bei Luma Wik.
und Coptobasis Led. Das zweite Palpenglied ist kurz, erreicht kaum den Scheitel und ist breit
gerundet mit Schuppen vorn, die Stirn gerundet, Fühler gewimpert.
Meyrick hält Syntomodora (1. c.) mit Täbidia Sn. verwandt und charakterisirt sie:
„Stirn gerundet, Fühler kurz g’ewimpert. Labialpalpen m ä ssig lang, gekrümmt, au fste igend , zw eites
Glied mit etwas lang en v o rg e stre ck ten Schuppen unten, Endglied mässig lang. Maxillarpalpen fadenförmig.
Hinterleib lan g . D ie Aussensporen d er Hinterschienen 1/s der innern. Vordex’flügel: Ader 3, 4, 5 an der
B asis genähert, 10 gen äh ert 9. Hinterflügel: 4 u nd 5 gestie lt, 7 und 6 mit 8 bis zur Mitte anastomosirend.“
338. Orphnophanes strigatalis A. Pagenst. Taf. I f. 16.
In der D a h l’schen Ausbeute von Ralum (Licht 12. Oct. 1896, 5. Juli 1896, 17. Aug. 1896,
15. Juli 1896) liegen verschiedene Exemplare vor, welche Herr Snellen als nov. spec. zu Syntomodora
zu stellen geneigt war. In der Rib b e ’schen einige von Neu-Pommern und den Shorts
lands-Inseln.
20—25 mm. Glänzend gelb lichw eiss mit bräunlichen Binden und Flecken. Palpen weisslich, aufwärts
gekrümmt. Stirn, Brust und Hinterleib weisslich mit braunen Längsstr eifen, welche g e g e n die dunkle
Hinterleibsspitze zusammen laufen, in der Mitte ein Querstreifen. Vorderflügel weisslich glänz en d mit braunen
Zeichnungen, we lche bindenartig über den F lü g e l ver theilt sind als zw ei innere, v o n d enen d ie zw eite an
der Costa b eginnend, den Innenrand nicht erreicht, sondern sich zuspitzt und sich mit den Ausläufern einer
ged op pe lten dritten Binde mit ge r ad en S chenke ln ver einigt. D ie se selbst steht mit gedoppe lten g eza ck ten
Aussenstreifen am Innenrande in Verbindung. D ie Streifen der Vorderflügel setzen sich a u f die Hinterflügel
als einfache im Afterwinkel zusammenstossende Streifen fort. D ie Unterseite ist gleich der Oberseite. Beim
c f sind die schwarzen Zeichnungen am Rande des Vorderflügels stärker au sg ep rä g t und der schwarze Afterbüsche
l stark entwickelt. Fran sen linie schwärzlich, Fx-ansen w e iss. Bei e in ig en Exemplaren laufen die
bräunlichen Binden ineinander.
Gattung Coptobasis Lederer.
Die Gattung ist nach H am p so n I. M. IV. p. 232 über N. E. India und Borneo verbreitet
und hat:
„Palpen aufwärts ger ichtet, zw eites Glied vorn mässig beschuppt, drittes lang, vorn mit einem
kle inen dreie ckigen Wulst. Maxillarpalpen klein, fadenförmig. Stirn gerundet, Fühler des c f mit grossem
Haarbüschel an der Obex-se ite des Basalg'liedes, d ie Basis des Schaftes ausgeschnitten; Aussensporen der
Schienen halb so lang als d ie inneren. Hinterleib lang, schlank. Vorderflügel lang, schmal. Ader 3, 4, 5
v o n der Zellecke, 7 gekrümmt und 8, 9, 10 genähert. A u f den Hinterflügeln Ader 3, 4, 5 von der Zellecke,
6, 7 vom oberen Winkel.“ Ve rgl. auch H a m p s o n , Tr. E. S. Lond. 1897, p. 202.
339. Coptobasis sulcialis Walker, Cat. 18. p. 634, Lederer, W. E. M. VII, p. 429- Snellen,
T. v. E. Bd. 27, p. 42: Celebes; Trans. Ent. Soc. 1890, p. 625: Sikkim; A. Pagenstecher,
Jahrb. N. Ver. f. Nat. 1888, p. 113 n. 652: Amboina; Hampson, I. M. IV.
p. 232 n. 4729 f. 136 ( c f ) : Khasis, Nagas, Borneo; Hampson, Tr. Ent. Soc. Lond.
1897. p. 203 = Pachynoa megapteralis Walker.
In der D a h l ’sehen Sammlung von Ralum (zum Licht), in der R ibbe’schen von Neu-Pommern.
»cf* Glänzend schwai’zb ra u n ; Brust weiss; Beine bleich, Tax’sen weisslich, Abdomen unten weiss.
Vorderflügel mit unbestimmter schiefe r antemedialer L in ie ; F le ck e in der Zelle u nd a u f den Discocellularen;
p ostmediale L in ie leicht gekrümmt v on der Costa zu Ader 3, dann einwärts g eb o g en b is unter das Ende
d er Zelle. Hinterflügel mit Spuren ein es discocellularen Flecks und g eb o g en e r postmedialer Linie. 38 mm.“
340. Coptobasis dentalis A. Pagenst. n. sp.
Diese grosse, von Herrn S n e lle n als neu bezeichnete Botyde liegt von Neu-Lauenburg
in der R ib b e ’schen Ausbeute vor.
$ 48 mm. Palpen braun, aufwärts gekrümmt. Fühler dunkelbraun, ebenso Kopf, Halskragen, Brust
und Hinterleib. Auch die Vorderflügel sind g länz en d braun mit sch arf au sgep rägte r, in der Mitte stark
ausgebuchte te r, au s hellgelben F lecken b estehender postmedialer, nach innen schwärzlicher Querlinie, die sich
a u f d ie gleich gefärb ten Hinterflügel ebenfalls stark g ew e llt fortsetzt. Dunkler, nach inn en h ell eingefasster
Flügelmittelpunkt. E ine antemediale g elb liche Querlinie ist undeutlich. D ie Un te rseite w ie oben.
Ein zweites ebenfalls von Neu-Lauenburg stammendes Exemplar ist etwas kleiner; die
gelblichweisse Querlinie noch stärker ausgeprägt und in ihrem oberen Theil aus starken dreieckigen
Fleckchen bestehend.
Ich reihe hier eine Anzahl von verwandten Gattungen an, welche bei H am p so n nicht
vorgeführt werden.
Hier wäre zu erwähnen die Gattung Cindaphia Lederer W. E. M. VII, p. 438, welche
mit einer der C. incensalis Lederer (1. c. p. 439, Taf. 17 f. 8) nahestehenden Art von den Short-
landsinseln in der R ib b e ’schen Sammlung vertreten ist. Cindaphia enthält:
„Kleine B o ty d en , deren Hintex’leib den Innenwinkel w en ig überragt. D ie Palpen sind horizontal, vorn
zu g esp itzt, Nebenpalpexx aufwärts gerichtet, convex’g irend ; Zunge spiral; Nebenaugen vorhanden; Fühler