
gekrümmten Palpen. Leib und Beine braun, reichlich mit we issen S chuppen untermengt. Vorde rflügel
10 mm la n g .“
461. Trichoptilus sp.
Eine in der Dahl’schen Sammlung von Vlavolo vorliegende weitere Art beschreibt Dr.
H o fm a n n :
„Eine sehr kleine, au sg e z e ich n e te Art; Vorderflügel 5 mm lan g , hell rostbraun, etwas g länz en d mit
drei tiefschwarzen L ängenstrichen in den Vorderrandsfransen des Vorderzipfels, dicht an der S palte ein
g rö sse r schwarzer F le ck; im ersten Drittel des Hinterzipfels u nd im letzten Drittel des Vorderzipfels j e ein
k le ine s silb erglänz en de s Fleckchen. Innenrands-Fransen des Vorderzipfels und die Fransen des Hinte rz ip fe ls
schwärzlich, an den S pitzen des Zipfel gelblich- Erste und zw e ite F ed er der Hinterflügel dunkelbraun, dritte
hell rostbraun mit einem kle inen schwarzen Schuppenhäufchen in der Mitte d er son st nicht a u sg eze ichn eten
h ellgrau en Hinte rrand sfran sen ..
Thorax und Hinterleib von derselben Farb e w ie die Flüg e l, letzterer unten mit we issen k ur z en
L äng slinien und ein ig en schwarzen Schuppen an den Segmenträndern.
Vorder- und Mittelbeine sehr dünn, dunkelbraun, au ssen mit weissem L ängsstr eif. Hinterbeine b e d
eutend stärker, hell rostbraun. Hinterschieneri weisslich, an den Ansätzen der Sporen mit dunklerbraunen
Schuppenbüscheln besetzt. Sporen sehr lang, au ssen weiss, inn en dunkelbraun. Tarsen weisslich mit bräunlichen
Enden der Glieder.
K op f leider g än zlich ab gerieben. Palpen la n g dünn, zw eites Glied gelb lich, mit einem lan g en
spitzen braunen Bärtchen, drittes Glied lä n g e r als das zweite, dunkelbraun. Fühler dunkelbraun.“
Zwei Exemplare in der Dahl’schen Sammlung von Vlavolo 30. October 1897.
462. Leioptilus (?) griseodactylus A. Pagenst. n. sp.
Mit der Bezeichnung: Uferrand, Ralum 17. Mai 1896 und zum Licht Ralum 5. Aug. 1896
befinden sieb in der Dahl’schen Sammlung zwei Exemplare und ein gleiches in der Ribbe’schen
(Kinigunang, Neu-Pommern), über welche Dr. Hof mann Folgendes schreibt:
„Ebenfalls eine sehr kleine Art. Vorderflügel 6 mm lang, schmal, einfarbig grau. Vorderzipfel
mit ziemlich deutlichem Innenwinkel. Vorderrand-Fransen schmal weiss, Aussenrand-Fransen
weiss mit einer dicken schwarzen schrägen Schuppenlinie. Innenrand-Fransen am Innenwinkel
schwarz, dann grau, wie die Flügelfläche. Hinterzipfel: Fransen am Vorderrand grau, an der Spitze
schwarz. Aussenrand-Fransen weiss mit einer kurzen dicken schwarzen Schuppenlinie; in den
grauen Innenrand-Fransen stehen nacheinander vier kleine schwarze Schuppenhäufchen, das vierte
kurz nach der Spalte. Hinterflügel grau. Leib an der Basis und auf dem Rücken gelblich, unten
bräunlich mit weisslichen Längslinien. Hinterbeine weisslich; Mittelsporen der Hinterschienen fast
gleich lang.“
463. Leioptilus sericeodactylus A. Pagenst. n. sp.
In der Dahl’schen Sammlung mehrere Exemplare: Ralum, zurid Licht, Mai 1896 und 16-
Januar 1897.
„Eine typische Leioptilus, nicht grösser wie die vorige Art; der Vorderzipfel spitz und
etwas zurückgekrümmt, der Hinterzipfel mit Andeutung eines Afterwinkels. Vorderfltigel weisslich,
am Vorderrand, namentlich des Vorderzipfels und am Innenrand, besonders aber am ganzen Hinter-
zipfei bräunlich bestäubt. In den Vorderrands-Fransen des Vorderzipfels zwei dunkelbraune streek-
förmige Flecken, einer bald hinter der Spalte, der zweite vor der Spitze; dicht an der Spalte ein.
ziemlich grösser dunkelbrauner Fleck. An der Spitze beider Zipfel je zwei kleine dunkelbraune
Punkte an der Basis der Fransen. Hinterflügel einfarbig graubraun. Hinterleib und Beine weisslich.“
464. Aciptilia niveodactyla A. Pagenst. n. sp.
In der Dahl’schen Sammlung befinden sich mehrere Exemplare (zum Licht Ralum 14. Juni
1896 und Eingang zum Lowon 28. Juli 1896), sowie in der Ribbe’schen von den Shortlands-
Inseln Exemplare einer Art, welche „fast genau so aussieht, wie unsere A. pentadactyla. Indess
sind sie um die Hälfte -kleiner, die Vorderflttgel nur 8 mm lang, einfach schneeweiss, seidenglänzend.“
Die Thierchen sind auch mit Aciptilia malaccensis Zeller, Horae Soc. Ent. Ross. 1877,
p. 483' nahe verwandt, doch sehe ich nichts von den von Z elle r für malaccensis angegebenen
schwarzen Schuppen oder Punkten und den lichtgrauen Wischen. Dagegen sind die Vorderbeine
an Schenkeln und Schienen auf der Unterseite schwärzlich, wie dies auch malaccensis zeigt.
465. Deuter oscopus tengstroemi Zeller.
Siehe A. Zelle r, Linnaea Entom. VI. p. 402.
In der Dahl’schen Sammlung findet sich ein Exemplar (Vlavolo 30. Januar 1896), welches
von Dr. Hof mann als mit der Zeller’schen Beschreibung stimmend bezeichnet wird. Sn e ile n
besitzt diese Art von Java, Celebes und Neu-Guinea. Meyrick, Tr. Ent. Soc. 1886, p. 274 erwähnt
sie von Neu-Guinea und Java. In der Ribbe’schen Sammlung von Neu-Pommern (Kinigunang).
466. Deuteroscopus rubrodactylus A. Pagenst. n. sp.
In der Ribbe’schen Sammlung stecken mehrere Exemplare einer der vorigen nahe verwandten
Art von Neu-Pommern (Kinigunang), welche von Herrn Sn eilen für tengstroemi gehalten
wurde. Doch macht Dr. Hof mann folgende Bemerkungen:
„Stimmt nicht mit der Beschreibung von D. tengstroemi Zeller, Linnaea Ent. VI. p. 402.
Der Bauch, die Hüften, die Seiten der Brust und die Stirngegend sind hell schwefelgelb, ebenso
die Oberseite der zwei ersten Hinterleibs-Segmente. Die Vorderbeine haben am Schienenende
k e in e Schuppenverdickungen und keine Dornen, wie bei tengstroemi beschrieben ist. Die sehr
langen Sporen der Hinterschienen sind nicht durch Haare verdickt. Vorderflügel glänzend roth-
braun mit schwarzen Längsflecken und schwarz bestäubten Zipfeln. Drei Federn der Hinterflügel
wie bei tengstroemi. Die Art dürfte durch die angeführten Merkmale leicht zu erkennen sein.“
Orneodidae (Alucitidae).
(Vgl. Hofmann, Iris 1898, p. 329 ff., Taf. V.)
In der Ribbe’schen Sammlung findet sich ein zwar von den Shortlands-Inseln stammendes
Exemplar einer eigentümlichen Alucita, die ich hier aber erwähne, da es nicht unwahrscheinlich
ist, dass solche auch im Bismarck-Archipel wird gefunden werden.
Genus novum: Uofmannia A. Pagenst.
Die Charaktere der zu Ehren des Monographen der Orneodiden benannten Gattung sind in
der Beschreibung der Art gegeben.
467. Hofmannia septemdactyla A. Pagenst. n. sp.
Dr. O. Hof mann äussert sich über die Thierchen:
„Eine sehr merkwürdige Orneodide, jedenfalls ein eigenes Genus repräsentirend, dem Umriss
nach einer Orneodes Latr. {Alucita) entsprechend.
Die Vorderflügel sind bis zu Vs ihrer Länge in sechs fingerförmige, beiderseits befranste
Lappen gespalten, die Hinterflügel bis fast zur Hälfte in sieben (7) ebensolche Lappen (nicht in 6
wie bei den übrigen Orneodiden P.). Vorderflügel weiss, stark braun bestäubt, besonders die vordem,
am wenigsten die Wurzelhälfte der Hinterflügel. Vorderrand der Vorderflügel gewellt, mit
7 dunkelbraunen unten weiss gerandeten Flecken, welche eben so vielen Einbuchtungen des Vorderrands
entsprechen. An dem 1. und 3. Vorderrandsfleck schliesst sich je eine braune, bogenförmig
Z o o lo g ic a . H e f t. 29. 31