
Gattung Spirama Guenee (Hypopyra G.).
Die über Japan, China, India, Ceylon, Burma, Andamans, Borneo, Java, Molukken verbreitete
Gattung zeigt nach Hampson, I. M. II, p/ 552 Palpen, mit dem zWfeiten Gliede den “Scheitel er-
reichend; dritteaGlied nackt, Fühler beim cT mit feinen Wimperpinseln• Schienen nicht haarig,
Mittelschienen bedornt.
205. Spirama retorta Gramer, P. E. II, pl. 116, ÜM A Hampson, I. M. II. p. 553,1
f. 314(<?’); Snellen, Tijd. vom- Ent. Bd. 23 p. 96: Cäebes; A. Pagenstecher, Jahrb.
N. V. f. N. 1888, p. 61 n. 404: Amboina.
Diese variirende Art, für welche Hampson 14 Synonyme aufführt, wird 1. c. von ihm
wie folgt beschrieben: ^ .
„ c f Kopf und Halskragen dunkel kastanienb rau n; Brust blasser mit dunklen Binden; Hinterleib
carminroth mit dreie ckigen schwarzen Dorsalflecken. F lü g e l schwärzlich braun. Vorderflügel am C o sta l-
u n d Aussenrand mehr oder w.eniger purpurn u nd zuwe ilen mit ein er Olivenfärbung; e in e antemediale L in ie
u nter der Costa au sgeb uchte t, dann sch a r f zum Innenrand, ein grö sse r .umgekehrt kommaförmiger' Fleck
ü b e r dem Zellende mit gelblichen und schwarzen Rändern u nd etwas we iss a u f dem Innenrande des
,Schwanzes', die Mitte schwärzlichbraun; e in e postmediale gek rümm te L in ie g eh t über das Stigma herum
oder ist durch e s unterb rochen ; e in e ande re postmediale L in ie au sg eb uchte t u nter der Costa u nd leicht
b auchig ; zw e i g ew e llte submarginale Linien und zw e i mehr h ervortretende Linien innerhalb des Randes.
Hinte rflü gel mit unbestimmten antemedialen, medialen und Spuren v o n zw ei postmedialen u nd ein er subm
argin alen Lin ie. Unte rseite dunkelroth mit zw e i medialen Lin ien und einer postmedialen a u f jedem Flüg e l.
& O. D ie Grundfärbung g e lb lich ; a u f den Vorderflügeln das S tigma grösser. A u f den Hinterflügeln
d ie Zeichnungen hervortretend, zw e i antemediale L inien, e in e g e lb lich e submarginale L in ie u nd zw ei g e w
e llte schwarze Lin ien inn en vom Rande.. Un te rseite orange-scharlachroth, jed e r F lü g e l mit Zellfleck,
medialer, postmedialer u nd submarginaler L in ie und ein er Re ih e v on Möndchen innerhalb des Randes,
c f 64—76, 2 6 6-88 mm.“
Ist in der Ribbe’schen Ausbeute von Neu-Pommern vertreten.
Gattung Phyllodes Boisduval.
D ie se Gattung umfasst sehr g ro sse N o cüiid en , we lche n ach H a m p s o n , I. M. II. p. 557 in Nord-
Indien, Burma, Andamans, der malavischen Region, den Philippinen, Neu-Guinea, u nd den benachbarten
In se lg ru pp en ge fu n d en werden. D ie Vorderflügel sind am Vorderrand stark gekrümmt, sichelförmig zu g e spitzt,
Aussenrand co n v ex mit abgerundetem Hinterwinkel, so dass d ie F lü g e l e in e lanz ettförmige Gestalt
g ew in n en . D ie Fühler sind lang, einfach, verdickt, die P a lpen ü be r den Scheitel ragend, am zw eiten Glied
v e rd ick t und stark beschuppt, das dritte Glied schief, stumpf, nackt. D ie Schienen sind -bedornt. D ie
Raupen haben v ie r Bauchfusspaare.
206. Phyllodes conspicillator Cramer, P. E. 97 f. A.; Fabr., Syst. Ent. 3 p. 412 n. 14;
Boisduval, Voy. Astr. Lep. I p. 246, Täf. 5 f.. 4: Amboina, Papua, Neu-Guinea;
A. Pa g eD S te cb e r , Jahrb. N. V. f. N. 1888 p. 58: Amboina, Aru.
„Vorderflügel elliptisch, aschbraun, mit ein em blassen centralen nie renförmigen F le ck; die^ Hinterflü
g e l blauschwarz mit einem grossen rothen Analfleck u nd einem weissen Fleck am Au ssenwink el.“ Boisd.
Die Vorderflügel dieser in der Ribbe’schen Ausbeute von Neu-Pommern (Kinigunang) ver-.
tretenen Art erinnern an gewisse Blätter. Sie sind glänzend, gegen den Rand blasser; der nierenförmige
Fleck in der Mitte zusammengezogen, an beiden Enden blass und röthlichbraun umzogen,
der weisse Fleck der Hinterflügel ist bei den vorliegenden Exemplaren gering entwickelt.
Gattung Ophideres Boisduval.
Diese in den tropischen Zonen weit verbreitete Gattung umfasst ebenfalls ansehnliche Noc-
tuiden, welche nach Hampson, I. M. II. p. 559 sich charakterisiren:
„Palpen am zweiten Glied verdickt, den Scheitel des Kopfes erreichend, drittes Glied nackt, stumpf;
d ie Fühler beim c f k ur z bewimpert. De r Metathorax trä g t le ich te Schöpfe, der Hinterleib is t a u f dem
Rücken mit krausen Haaren bekleidet, die S chienen sind nicht bedornt, la n g behaart. Der Costalrand der
Vorderflügel ist g eb o g en , der A p ex spitz, der Innenrand g elap pt und mit Haarbüscheln unter der Basis und
am Aussenwinkel. D ie Raupen haben v ie r Bauchfusspaare, das er ste Paar is t rudimentär.“
207. Ophideres salaminia Fabr., Ent. Syst. III. 2, p. 17; Moore, Lep. Ceyl. III. pl. 101 f. 1,
la b (Raupe); Hampson, I. M. II. p. 559: Madagascar, Formosa, orientalische Region
bei Australien und Fiji; A. Pagenstecher, Jahrb. N. V. f- N. 1888, p. 58, n. 386:
Amboina.
Diese Art findet sich in der Dahl’schen Sammlung von Ralum, in der R ibbe’schen von
den Shortlandsinseln.
„80 b is 104mm. Vorderflügel u nd Halskragen pflaumenfarbig; Brust grün. D ie Schöpfe des Metathorax
und des Hinterleibs orange. Vorderflügel go ldg rün , e in e breite rahmfarbige Costalbinde v o n nahe
der Basis des Innenrandes zum Ap ex , blauroth g e str e ift und an der Gosta in grün übergehend, ein rahm-
färbener marginaler Rand, e in gekrümmter rother Stre ifen unter Ader 2. Hinterflügel orange, mit grossem
schwarzem halbmondförmigem F le ck ü be r dem untern Winkel der Zelle; e in schwarzes marginales Band
mit we issen Fransenflecken von der Costa zu Ader 2. Unte rseite der Vorderflügel bräunlich, an der Basis
oran g e, mit breitem weisslichem postmedialen Band, w e lch e s die Costa oder den Innenrand nicht erreicht;
Fran sen weisslich.
•;ii>\ifE)ie Raupe ist dunkel purpurgrau mit e in ig en weisslichen F lecken; der vierte, fü n fte u nd sechste
L e ib e sr in g mit kle inen g elb lichen subdorsalen F lecken, u nter welchen am fünften u nd sechsten R in g e sich
e in rothbegrenzter schwarzer Augenfleck mit we isse r P u pille befindet, elfter Ring mit einem konischen röth-
lichen dorsalen Höcker. Vor der Ve rwandlung in die Puppe wird d ie Farb e Olivenbraun mit dunklen
Flecken, e in e b lasse laterale Bin d e a u f den mittleren Segmenten und e in e purpurne vom Höcker zu dem
le tz ten Abdominalfusspaar. Futterpflanze: Menispermum.“ Hampson.
208. Ophideres fullonica Linné, Syst. Nat. I. 2, 812; Moore, Trans. Zool. Soc. XI. p. 64, pl. 12
f. 1, l a (Raupe); Hampson, I. M. II. p. 560, f. 317 (cT): Afrika, orientalische Region
bis Australien und Neu-Guinea; Snellen, Tijd. v. Ent. Bd. 23 p. 92: Celebes; Röber,
T. v. E. Bd. 34 p. 327: Key; A. Pagenstecher, Jahrb. N. V. f. Nat. 1888, p. 58
n. 385: Amboina, Nias, Aru.
Noctua pomona Cramer, P. E. I. pl. 77 C.
'Noctua cajeta Cramer, P. E. I. pl. 30 A, B, C.
Nocttoa dioscoreae Fabr., Spec. Ins. II. p. 212.
In der Dahl’schen Sammlung von Ralum aus der braunen Puppe an Kokospalme 19. Januar
1897, 4. Januar 1897; bei Ribbe von Neu-Pommern, Neu-Lauenburg, Neu-Mecklenburg und
Shortlands-Inseln in wechselnder Grösse und Färbung der Vorderflügel.
g o - 94, $ 90—111 mm. K op f und Thorax rostbraun, pflaumenfarbig ü be rgossen. Hinterleib
orange. Vorderflügel rothbraun, gewöhnlich mit grünlicher Fä rb u ng und mit schwärzen Flecken überstreut;
e in e "schiefe antemediale Linie, gewöhnlich d un ke l und unbestimmt, zuwe ilen blass u nd hervortretend, die
Nierenmakel unbestimmt; e in e gekrümmte postmediale Linie, beinahe immer v on einem sch iefen Streifen
vom A p ex b eg leite t. Hinterflügel o ran g e mit einem g ro ssen schwarzen Halbmond über dem untern Zellwinke
l ein marginales schwarzes Band mit blassen Fransenflecken v on der Costa b is Ader 2. Unte rseite
der Vorderflügel mit orangem postmedialen Bande.
2 . Vorderflügel viel veränderlicher und mehr rothbraun gestreift, d ie Nierenmakel dunkel, ein en
Ausläufer lä n g s der Medianader bis u nter d ie Kreismakel sen d en d; e in dreie ck ige r we isse r F leck gew öhn lich
a u f der postmedialen L in ie vorhanden unter Ader 3.
D ie Raupe ist am 11. Segment erweitert und mit einem Höcker versehen, dunkel purpurbraun g e färbt
der Rücken braun vom 6. zum 11. Segment, d ie Beine roth; d ie rothen Luftlöcherflecke hinten am
grö ssten und mit u nr eg e lm ä ssig en weissen F lecken um g eb en ; a u f R in g 9 in d er Form eines schiefen we issen