
D ie Raupe ist grü n , mit dunklen dorsalen Streifen, der hintere Theil der Rin ge 4—11 mit dunklen
F le ck en und einer sublateralen Re ih e ähnlicher F lecke ; die B eine und zw ei dorsale Erhebungen a u f dem
11. S egm ent dunkel. Futterpflanze: Pisonia und Canthium.“ Hampson 1. c.
Gattung Ophiusa Ochsenheimer.
(Thyas HübDer; Ächaea Hübner; Dysgonia Hübner; OpModes Guenee; Ophisma Guenee; Naxia
Guenee; Minucia Moore ti. s. w.)
In diese Gattung, welche in der paläarctischen, neotropischen, äthiopischen, orientalischen
und australasiatischen Region verbreitet ist, gehören nach Hampson) I. M. II. p. 493, Nachtfalter
mit nachfolgenden Charakteren:
„Palpen aufwärts gekrümmt, g la tt beschuppt, zw eites Glied den Scheitel erreichend, drittes Glied
an -L ä n g e wechselnd, beim O läng e r als beim c f . Brust und Hinterleib g la tt beschuppt; Mittelschienen be-
dornt, zuweilen auch die Hinte rschienen; Schienen beim c f mit langen Haaren. Vorderflügel mit etwas zugespitztem
A p ex ; Aussenrand beinahe gerade . Hinterflügel am Aussenrand b e i Rippe 2 le ich t gewinkelt.
D ie Raupen haben v ie r Bauchfusspaare, d ie ersten oder die zw e i ersten sind rudimentär.“
185. OpMusa melicerte Drnry, 111. Exot. Ent. I. p. 46, pl. 23 f. 1; Moore, Lep. Ceyl. III.
pl. 168 f. 2, 2a, 2b (Raupe); Hampson, I. M. II. p. 494; äthiopische, orientalische,
australasiatische Region.
Ächaea melicerte Snellen, Tijd. v. Ent. Bd. 23 p. 100: Celebes; A. Pagenstecher, Jahrb.
N. V. f. N. 1888, p. 64 n. 422: Amboina; 1885, p. 37: Nias; Meyriek, Tr. Ent. Soc.
1889, p. 674: Neu-Guinea; Forsayeth, Tr. Ent. Soc. 1884, p. 4l£> (Raupe).
Diese Art findet sich in der Dahrschen Sammlung von Ralum 8. Juni 1896 gezogen, 8. Juni
1896 zum Licht, ferner 22. September 1896, in der Ribbe’schen von Neu-Pommern (Kinigunang).
„Blass röthlichbraun. Vorderflügel gewöhnlich mit entwicke lten, aber zuweilen beinahe verloschenen
Zeichnungen; e in e k ur ze subbasale g ew e llte Lin ie; sch ie f g ew e llte antemediale und a u sg esch nitten e p ostmediale
Linien, öfters mit schwarzen innerhalb beschattet; ein F leck am Zellende; e in diffuses röthliches
Band ü be r der postmedialen Lin ie. Hinterflügel schwarz mit medialem we issen B and ; drei g ro sse w e isse
F le cke a u f dem A u ssen r a n d ; Fran sen weisslich. Un te rseite g ra u b eschattet; Vorderflügel mit einem schiefen
we issen postmedialen Band, we lche s die Costa nicht erreicht; zw e i g ew e llte L in ien a u f jed em Flügel.
D ie Raupe ist bläulichgrau mit bläuschwarz gefle ckt, laterale und su blate rale g e lb lich e Bänder mit
dazwischen tretender blaugraüer Linie. Ein dorsaler schwarzer Streifen b eg renz t durch röthliehweisse
F le cken zwischen dem 4. und 5. L eibe srin g ; ein Paar dorsale rothe Warzen a u f dem A n a lsegm ent; L uftlöch
er und Vorderbeine roth; der K op f schwarz g estreift.“ Hampson 1. e.
Nach F o rs a y e th (L e.) lebt sie auf Ziyphus jujuba; sie verpuppt sich in einem Cocon
von Blättern; die Puppe ist grünbraun mit bläulich weissen Efflorescenzen.
186. Ophiusa joviana Cramer, IV. pl. 399 B; Moore, Lep. Ceyl. pl. 176 f. 9, 9a (Raupe);
Hampson, I. M. II. p. 499 n. 2503; Snellen, T. v. E. Bd. 23 p. 102 n. 111: Celebes;
A. Pagenstecher, Jahrb. N. V. f. Nat. 1886, p. 42 n. 81: Kei-Inseln; 1888, p. 66 n.
428: Amboina; 1885, p. 38 n. 63: Nias.
Ophiusa myops Guenee, Noct. III. p. 265.
In der Dahl’schen Ausbeute von Ralum Strand 30. Juli 1896.
„50—54 mm. Basalhälfte der Vorderflügel violett, antemediale L in ie gekrümmt, postmediale L in ie
mit eine? Au sbuchtung zwischen dem Winkel und dem Innenrand und mit ein ig en Flecken über ihr anstatt
ein er gezahnten Linie.
D ie Raupe hat die zw ei ersten Bauchfusspaare rudimentär; sie ist oben b laugrau, u nten gelb lich
und sparsam mit schwarz* gefle ck t; ein grö sse rer sublateraler Fleck a u f dem 4. Ring; zw e i rothe Dorsalhöcker
a u f dem 11. R in g / Kopf grau, schwarz gefleckt. Puppe mit we issen Efflorescenzen. Futterpflanze:
Phyllanthos.“ )
187. Ophiusa schraderi Felder und Rogenhofer.
Leucanitis schraderi Felder und Rogenhofer, Reise Nov. Lep. pl. 116 f. 7 (o): Australia.
Von dieser auffallend gefärbten Eule finden sich zwei Exemplare in der Ribbe’schen Ausbeute
von Neu-Pommern (Kinigunang) und eines von Neu-Hannover. Nach Herrn Snellen’s Ansicht
passt sie besser in die Gattung Ophiusa, als zu Leucanitis.
35 mm. Palpen, Unterseite der Brust, Halskragen orangegelb, Brust oben und Hinterleib
schwärzlichbraun. Die Vorderflügel schwärzlich braun schimmernd mit einem breiten medialen
weissen Band von der Costa zum Innenrand, der nach innen geradlinig abselmeidet, nach aussen
in der obern Hälfte mit einem Zahn, in der untern Hälfte des Randes gewellt vorspringt. Zwischen
ihm und dem Apex an der Costa ein kleiner weisser Fleck, die Fransen weiss. Hinterflügel schwarzbraun
mit weissen Fransen. Unterseite aller Flügel schwarzbraun mit weissen Fransen.
188. Ophiusa analis Guenee.
Ophiusa analis Guenee, Noct. III. p. 271; Hampson, I. M. II. p. 501; Snellen, T. v. E.
Bd. 23 p. 103 n. 114: Celebes.
Diese, der europäischen O. algira nabe verwandte Art ist in der Dahrschen Ausbeute von
Ralum (zum Lieht) vertreten in einer, von der typischen, in China, India, Ceylon, Burma, Java
vorkommenden etwas verschiedenen Form.
„ 9 v o n 45 mm. Dunkelbraun. Vorderfliig'el mit ein er schiefen we issen, den F lüg e l von der Mitte
der Costa an durchziehenden, hier etwas dunkler gefärbten, am Innenrande verbreiterten schmalen Querb
inde; nach dem A p ex zu fo lg t e in e v o n d er Costa sch ie f nach auswärts ziehende w e isse Linie, die sich in
spitzem Winkel in eine schwarze, etwas geb u ch tete, zur weissen Querbinde au den Innenrand ziehende Linie
fortsetzt. Zwischen den beiden letz te ren und der we issen Querbinde ist d ie Flüge lmitte etwas dunkler g e färbt.
Am Ap ex findet sich ein etwas gekrümmter kurzer schwarzer Streifen. De r F lüg e l ist vor der dunklen
Fransenlinie und den weissen Fransen h eller gefärbt. Hinterflügel braun mit weissbläulichen Querstreifen
vom h ellen Vorderrande zum Analwinkel. Ausscntheil der Flüge l u nd die Fransen wie a u f den Vorderflügeln.
Kopf, Brust und Hinterleib oben w ie die F lüg e l schwärzlichbraun, a u f der Unterseite heller g ra u gefärbt.
D ie Unterseite der Vorderflügel etwas heller schwärzlichbraun, als die Oberseite, der Aussenrand weisslieh.
A n deutun g der we issen Querbinde. Hinterflügel w ie die Vorderflügel gefä rb t mit weisslichem Rande.“
Gattung Hypaetra Guenee.
Diese Gattung ist nach Hampson, I. M. II. p. 507 über die Khasis, Sylhet, Ceylon, Burma,
Andamans, Sumatra, Java, Borneo, Society Islands verbreitet. Sie zeigt: „Palpen aufwärts gekrümmt
mit starkem Frontalbüschel, zweites Glied den Scheitel erreichend, rauh beschuppt, drittes
Glied lang, schief aufrecht; Fühler gewöhnlich fein bewimpert, Thorax und Hinterleib glatt beschuppt.
Vorderschienen mit langen Haaren beim cf; Mittelschienen bedornt. Vorderflügel am
Apex etwas abgerundet.“
189. Hypaetra bubo Hübner, Zuträge IV. p. 13, f. 633, 634; Hampson, I. M. II. p. 508,
f. 283 (cf71) : Shillong, Nilgiris, Ceylon, Andamans|= Hyp. perficiens Walker = Hyp.
condita Walker).
In der Ribbe’schen Sammlung ein grosses 9 von Neu-Pommern.
„Kopf, Brust und Vorderflügel purpurgrau. A u f den Vorderflügeln ist die mediale und Aussen-
parthie b lass; a u f den antemedialen nnd postmedialen Linien sind grosse, win klig v o rg e zo g en e schwarze
Halbmonde, d ie Linien sind deutlieh u nd gezahnt; e in ig e blasse F lecken a u f der Costa. D ie Hinterflügel
haben ein en verloschenen blassen Streifen nahe dem Analwinkel, d ie Fransen sind blass am A p ex und Analwin
ke l; die Unte rseite hat e in e mediale g efle ck te Linie. 56 mm.“