
Gattung Blenina Walker.
Obwohl ich nicht im Stande bin, eine sichere Art dieser Gattung als im Bismarck-Archipel
vorkommend aufzuführen, möchte ich sie hier doch erwähnen, da- ich mit einiger Wahrscheinlichkeit
annehmen zu dürfen glaube, dass sie in unserm Gebiete Vertreter hat, da sie nicht allein in
Indien, Ceylon und Burma, den Andamanen, Molukken, sondern auch in Neu-Guinea und Australien
beobachtet wurde.
Sie hat nach Hampson’s (I. M. II. p. 377) Definition die folgenden Charaktere: „Palpen
aufwärts gerichtet, zweites Glied den Scheitel des Kopfes erreichend, drittes Glied von massiger
Länge; Thorax glatt beschuppt, Hinterleib mit lichten Schöpfen an der Basis des Rückens. Vorder»
flügel kurz und viereckig, der Apex beinahe rechtwinklig, der Innenrand nahe dem Grunde gelappt;
leichte Schöpfe erhabener Schuppen auf den antemedialen, medialen und postmedialen Linien und
auf den Discocellularen; die Nebenzelle lang und schmal, die Haftborste beim cf stabförmig. Auf
den Hinterflügeln Ader 2, 3, 4 und 5 vom untern Zellwinkel.“
Gattung Clettharra Walker.
Als Heimath dieser Gattung gibt Hampson, I. M. II. p. 383: Karachi, Bombay, Nilgiris,
Ceylon, E. Himalayas, Assam, Burma, Andamans nnd Borneo an und als Charaktere:
„Palpen aufwärts gerichtet, leicht beschuppt. Fühler fe in bewimpert beim c f und einfach beim $ .
A u f den Vorderflügeln kommt Ader 3, 4, 5 v on nahe der Zellecke; Adern 7, 8, 9 sind g estie lt. A u f den
Hinterflügeln ist Ader 3 und 4 g ewöhnlich g estie lt, 5 kommt v o n g e r a d e oben der Zelle, 6 und 7 vom obern
Winkel, 8 von der Zellmitte.“
158. Clettharra curvilinea Snellen.
Sarrhotripa curvilinea Snellen, Tijd. voor Ent. Bd. 22 p. 93, pl. 10 f. 9a u. b (cf): Celebes.
Diese Art liegt in der D a h l’schen Sammlung in einem aus Holz von Hibiscus gezogenen
Exemplar (Ralum 12./VI. 96) vor; in der R ib b e ’schen Sammlung von Neu-Lauenburg (Mioko).
„Palpen, Kopf, Fühler und Thorax sind bei dieser variirenclen Art b rau ngrau bis ge lb g rau , ebenso
die Vorderflügel. E ine h a lb e Querlinie bei der Wurzel, e in e schwach g eb o g en e L in ie a u f 2/5, e in e zw eite
g a n z in der Mitte d es F lüg e ls, we lch e am Vorder- und Innenrand l l/2 mm von der Gostä absteht, aber in
der Flüge lmitte sich mit einer g ro ssen Au sbuchtung b einahe 3 mm erweitert, neben einer schwachen Wellenlinie,
sind w en ig b leicher als der Grund u nd we rd en durch schwar ze Schuppen gesäumt, während von einem
P a a r schwarzer Fleckchen an der F lüg e lspitz e ein schiefer dunkler Schatten ausgeht. Bei ändern, dunkler
b raungrauen S tücken ist d ie selbe Zeichnung vorhanden, aber nur undeutlich, u nd ü be r dem w en ig sichtbaren
Schatten an der Flüge lspitz e sieht man zw ei g e lb g ra u e F le ck e (var. a). Bei ein er zw eiten Varietät
is t die Wurzelhälfte des F lü g e ls schwarzgrau, die zw e ite Hälfte sch arf b eg renz t gelb g rau , d ie Zeichnung
w ie b e i dem T y p u s (var. bj. E in e dritte Varietät z e ig t a u f lieht braungrauem, schwar zgrau gewölktem
Grund d ie Zeichnung v on dem Typus, aber mit rothfarbenen Linien und aufstehenden Schuppen (var. c).
Fran sen linie fein licht mit schwarzen S üppchen, d ie breiten Fransen rothgrau, dunkel gefleckt. Hinterflügel,
Hinterleib und Unterseite der F lü g e l ein farb ig braungrau. Brust und Beine gelb g rau . Gelebes.“ Snellen.
Das mir vorliegende, von Herrn Snellen als seine curvilinea bezeichnete Exemplar von
Ralum hat grauweissen Thorax mit dunklerer, mittlerer Rückenparthie und dunklerem Hinterleib.
Auf den fast braunschwarzen Vorderflügeln sieht man einen hellen Mittelfleck und einen halbmondförmigen,
schwärzlichen, nach innen hell eingefassten Fleck an der Costa nahe dem Apex. Die
schwärzlichen gewellten Querlinien sind vorhanden, ebenso eine helle, submarginale Linie vor den
grauen Fransen. Die Hinterflügel sind dunkelgrau. Auf der Unterseite ist die Costa der schwarzgrauen
Vorderflügel heller, die Hinterflügel etwas heller, wie oben, Brust und Beine grauweiss.
159. ?Cletharra nigridisca Hampson.
Symitha nigridisca Hampson, 111. typ. Het. VIII. p. 87, pl. 146 f. 11.
Cletharra nigridisca Hampson, Ind. Moth. II. p. 385: Nilgiris.
Diese von Hampson früher zu Symitha (welche Gattung er in seinen Ind. Moths zu Sarrho-
thripa zieht) gezogene Art befindet sich in mehreren Exemplaren, von denen eines von Herrn Snellen
als nigridisca bestimmt wurde, in der Ribbe’schen Sammlung von Neu-Pommern (Kinigunang),
Neu-Lauenburg und von den Shortlands-Inseln. Ich führe die Thierchen, welche zu den Nolinae
zu zählen sind, hier unter dem angegebenen Namen auf, wiewohl keines mit der H am p so n -
schen Abbildung der Art völlig übereinstimmt. •
Hampson (1. c. p- 385) beschreibt, die Art:
„ 9 blassbraun, Vorderliügel mit einem grossen, rautenförmigen, schwarzen Fleck, w’elcher den
g rösse ren The il der medialen Parthie einnimmt und e in e Binde zu dem Aussenrand unter dem Ap ex sen d et;
e in schwarzer Streifen a u f Ader 2 ; zw ei schwarze Streifen a u f der Costa g e g e n den Ap ex hin. Hinterflügel
weisslich. 24 mm.“
Die mir vorliegenden Exemplare sind 20 mm gross, selbst kleiner, aber verschiedenartig gezeichnet
und glaube ich, dass wir es hier mit einer variirenden Art, ähnlich unserer revayana, zu
thun haben.
Gattung Sarrhothripa Curtis.
Die Gattung ist in der nearctischen Region, in Europa, Sikkim, den Naga Hills, Ceylon,
Pegu, Java, Borneo verbreitet und unterscheidet sich von der vorigen, mit der sie sonst übereinstimmt
darin, dass auf den Vorderflügeln 8, 9, 10 gestielt sind.
160. Sarrhothripa nolalella Walker.
Sarrh. nolalella Walker, Cat. 35 p. 1731; Hampson, 111. typ. Het. IX. p. 163 f. 6; Hampson,
Ind. Moths. II. p. 388: Ceylon, Java.
Sarrh. indica Felder, Reise Nov. Lep. pl. 106 f. 19: Ceylon.
22 mm. Weisslichgrau, mit antemedialen, medialen und postmedialen, bräunlichen Linien,
die letzteren gekrümmt, nicht gewellt. Hinterflügel dunkelbraun. Thorax und Kopf weisslichgrau,
Palpen etwas dunkler, Hinterleib graubraun. Beine grauweiss, die Vorderbeine innen dunkler.
Von Neu-Pommern (Kinigunang) in Ribbe’s Sammlung.
Subfam. Euteliinae.
Diese Subfamilie hat nach Hampson, I. M. II. p. 388:
„Palpen am zweiten Glied g erade ; Hinterleib läng e r als die Hinterflügel, mit einem langen, röhrenförmigen
oder gep aarten Afterbüschel. D ie Vorderflügel erweitern sich nach dem Aussenrand, Rippe 8 und
9 anastomosiren zu einer Nebenzelle. A u f den Hinterflügeln kommt Rippe 3, 4, 5 von dem untern Zellwinkel,
5 ist g u t entwickelt.“
Gattung Eutelia Hübner.
(Penicillaria Guen.)
Thorax und Hinterleib dieser über Nord- und Süd-Amerika, wie durch Indien, Ceylon,
Burma, Andamans, Java, Australien verbreiteten Gattung sind kräftig, der letztere mit einem Paar
Analbüschel und leichten dorsalen Schöpfen auf den medialen Segrüenten. Hampson, I. M. II. p. 390.
Zoologien. Heft 29. 12