
50. Rhodoneura cuprea Butler.
Pharambara cuprea Btler., Ann. Mag. N. H. (5) X. p. 233. N.-Brit.
Rhodoneura cuprea Hampson, Pr. Zool. Soc. 1897, p. 620 n. 50.
„Blass kupferbraun schimmernd; die F lü g e l dur chzogen v o n v ie r oder fü n f unregelmässig'en dunkel-
oran gen Binden mit schwärzlichen Rändern, zwei n ahe der Mitte der Vorderflügel äusserlich schwarz b egrenz
t. Fransen g'olden an der Basis mit einer kupferfarbigen, centralen L in ie und silberweisson äussern
Rändern. D ie F lü g e l haben bei g ew issem Licht Lilaglan z. D ie Hinterflügel haben ein en rahmfarbigen
Costalrand. Flüg'el u nten heller als oben mit ähnlichen Zeichnungen. Körper seid en a rtig glänz en d. Die
Brust und die B eine rahmfarben. 23 mm. New-Britain.“ Butler.
Ein Exemplar von Neu-Pommern in R i b b e ’s Sammlung scheint mir hierher zu gehören. —
Ich reihe hier ein als 51. Rhodoneura theorina Meyrick — Rhodoneura subfenestrata
Warren, die als Oxycophina subfenestrata Warren, Nov. Zool. III. p. 342 (1896) von New-Britain
(Kinigunang) beschriebene Art.
Warren trennt diese mit Banisia (Rhodoneura Hps.) verwandte Gattung ab und beschreibt
die Art wie folgt:
„Vorderflügel grau g e lb , beinahe g a n z mit Röthlichgelb ü be rgossen, fein dunkel netzartig; Costa mit
fü n f rothbraunen Flecken, der er ste nahe der Basis, der zw e ite bei Ye> der dritte bei V3, der v ier te ge r ad e
u nter der Mitte, der fü n fte bei %; von jedem der ersten drei die ser F le ck e g eh en blässe re röthliche Binden
ü be r d ie F lü g e l, d eren Ränder n icht sch a r f b eg r enz t sind, vom v ier ten g eh t e in e b reite re dunkler rothbrau
ne Binde mit u nr egelmässigen ge z ahn ten braunen Rändern und stark g ew in k e lt der Zelle «■egenüber,
zum Innenrand über d ie Mitte; d ie Zwischenräume a u f jede r S e ite der Bin d e sind ble icher; die&m a rg in a le
P arthie röthlich, durchkreuzt v o n einzelnen dunkleren, theilweise v e r e in ig ten L in ien ; Fransen weisslich, mit
ein er breiten braunen L in ie n ahe der Basis. Hinterflügel durchkreuzt v o n zahlreichen, dunklen Linien,
we lch e abwechselnd breitere und schmalere Binden bilden, v o n d enen der in der Mitte der d unke lste ist
u nd in den Ausbuchtungen se in e r Ränder e in ig e hyaline F le ck e h a t; d ie Fransen w ie bei den Vorderflügeln.
D ie Un te rseite ist gleich, die Costa der Vorderflügel blass mit dunkelbraunen Flecken, die Costa der Hinterflü
g e l dunkler rothbraun. Stirn und Palpen glänz en d braun; Kopf, Thorax und Hinterleib abwechselnd
b lasser u nd dunkler rothbraun. 65 mm Ausmaass. O v on Kinigunang. Neu-Britannien.“ Warren.
Die Type befindet sich im Tring-Museum. Diese Oxycophina subfenestrata Warren identi-
ficirt der Autor in den Nov. Zool. V. p. 432 mit Siculodes theorina Meyr. (Tr. E. S. L. 1887,
p. 200 Queensland) und mit Siculodes fenestrata A. Pagenst. J. N. V. f. N. 1888, p. 181 von
Amboina. Sie hätte also den ältesten von Meyrick gegebenen Namen zu tragen. Meyrick macht
auf die auffallende Grösse der Art (58 mm cf) aufmerksam.
Es liegen mir in der R ib b e ’sehen Sammlung noch verschiedene Thyrididen-Arten von Neu-
Pommern vor. Indess vermochte ich dieselben bis jetzt noch nicht mit einiger Sicherheit zu bestimmen.
Einige derselben kommen (52.) Hypolamprus striatalis Swinhoe Pr. Zool. Soc. 1885, p. 875 nahe,
welche Art H am p s o n in seinen Ind. Moths. I. p, 365 gleich Pharambara intimalis Moore, Lep.
Atk. p. 213, setzte, welch letztere Art er in seiner jüngsten Arbeit (Proc. Zool. Soc. 1897, p. 61)8
als Rhodoneura intimalis Moore = Pharambara compunctalis Warren = Pharambara ulterior
Warren von Assam, Ceylon, Java bezeichnet. Aus England von Swinhoe mir zugekommene Exemplare,
welche als Hypolamprus striatalis einerseits und als Pharambara intimalis andrerseits bezeichnet
waren, stimmen allerdings nicht völlig überein. Die mir vorliegenden Exemplare von Neu-Pommern
kann ich ebensowenig mit Sicherheit der einen oder der ändern Art zuweisen. Hypolamprus
striatalis wird von H am p s o n wie folgt beschrieben:
„Blass rothbraun. F lüg e l g le ichm ä ssig durch k ur ze Linien g estreift; Spuren e in e s medialen Bandes,
Vorderflügel mit unbestimmten postmedialen und submärginalen Linien. Un te rseite der Vorderflügel mit
fü n t weissen F lecken a u f der Costa; e in e Au flagerun g von silbernen Schuppen a u f der Haftborste und andere
u nter der Costa; ein dunkler F le ck ü be r der Zelle. B eine we iss g e r in g t. 18mm.“ H a m p s o n , I. M. IV
p. 483 trennt Ph a ram b a ra in tim a lis Moore wieder v o n H y p o lam p ru s s tr ia ta lis .
Ebenso wenig bestimmt kann ich einige weissliche zu Rhodoneura gehörige Exemplare von
Neu-Pommern, welche mit anticalis Wik., Cat. 34, p. 1248 ==tetraonalis Moore, Pr. Z. S. 1877,
p. 616 pl. 60 f. 10 von Mysole und polygraphalis Wik., Cat. 34 p. 1240 = marmorealis Moore =
denticulosa Hampson, I. M. IV. p. 480, von den Salomons-Inseln und Australien nahe verwandt
sind, mit Sicherheit der einen oder ändern Art zuweisen.
Ebenso führe ich einige von Neu-Pommern in der Ribbe’schen Ausbeute vorliegende, mit
(Pharambara) Rhodoneura tetragonata verwandte Exemplare hier nur als aus dem Bismarck-
Archipel in Ribbe’s und Da hl’s Sammlungen vorhanden an, deren nähere Bestimmung mir bisher
nicht gelungen ist.
Endlich findet sich eine kleine Art in einigen Stücken sowohl bei Dahl von Ralum, als bei
Ribbe von Kinigunang, welche ich hier beschreiben will, da sie sowohl Snellen, als mir neu erscheint.
53. Rhodoneura latifasciata A. Pagenst. n. spec.
15 mm. $ . Ralum (Waldthal 22. Mai 96). Fühler bräunlich ger ing e lt, Palpen bräunlichroth beschuppt,
aufwärts am Kopfe au fste ig end . Brust und Hinterleib röthlichgelb. Beine ebenso. Costa der
Vorderflügel le ich t g eschw un g en , A p ex etwas zugespitzt, Aussenrand co n v ex ; Hinterflügel mit etwas zu g e spitztem
Ap ex, Aussenrand u nter dem A p e x g a n z leicht e in g e z o g en . Alle F lü g e l a u f der Oberseite gelblich-
roth, besonders der A ussentheil der Vorderflügel, mit zarten rothbraunen, leicht g ew ellten Querlinien, welche
sich in der Flüge lmitte der Vorderflügel zu einem b indenartigen breiten S treifen verdichten, der den Costal-
u nd Innenrand nicht g a n z erreicht. Fransen rothbraun. Unte rseite w ie oben; die leicht gew ellten Querlinien
sch a r f entwicke lt a u f allen Flüge ln ; der Bindenstreifen der Vorderflügel reicht bis zur Costa.
Fam. 13. Limacodidae.
Diese Familie ist in dem mir vorliegenden Material in einem einzigen, dazu mangelhaft
erhaltenen, Stücke in der Ribbe’schen Sammlung von Neu-Pommern vertreten. Dasselbe stellt ein
20 mm grosses, schneeweisses Falterchen (54.) ohne weitere Zeichnungen dar, welches, da es mit
verstümmelten Fühlern und Palpen versehen und verflogen ist, keine nähere Beschreibung erlaubt.
Die Familie wird im Uebrigen nach Hampson, Ind. Moths. I. p. 371 charakterisirt wie folgt:
„Vorderflügel mit zw e i Innenrandsadern, Ader l b am Grunde geg ab e lt. Hinte rflügel: Ader 8 frei
entspringend, dann abwärts g eb o g en u nd g ewöhnlich mit 7 kurz anastomosirend nahe der Zellbasis; drei
Innenrandsadern. Raupen schneckenförmig, entweder Reihen v o n stachligen Knötchen tragend oder g la tt
u nd segmentirt oder unsegmen tirt mit dicker durchsichtiger Haut. Kopf, B e in e und Afterklappen kurz und
öfters retráctil. Cocon hart u nd compact, rund oder oval, mit einer v o n der Rau pe vorbereiteten Klappe
fü r den auskriechenden Falte r.“
Fam. 14. Lymantriidae (Liparidae).
Diese Familie, welche im paläarctischen Gebiet in Afrika, Süd-Amerika, und in der indischen
Region eine recht ausgebreitete Verbreitung hat, ist im Bismarck-Archipel nur sparsam durch fünf
bis jetzt beobachtete Gattungen vertreten.
Sie ist nach Hampson I. 432 charakterisirt wie folgt:
„Nächtlich flieg end e Falter, meist mit haarähnlichen Schuppen b ed eck t und beim <3” a u sg eze ichn et
durch sehr stark gekämmte Fühler, beim $ durch k rä ftig en tw icke lten Afterbüschel zur B ed eck u ng der
Eier. D ie Zunge fehlt; die B eine sind haarig, Haftborste vorhanden. A u f den Vorderflügeln fehlt Ader l c ,
A d e r 5 entspringt n ahe der obern Zellecke. D ié Hinterflügel haben zw ei Innenrandsadern, Ader 5 entspringt
n ahe d er untern Zellecke oder fehlt; Ader 8 berührt Ader 7 n ahe der Zellmitte und ist mit ihr durch e in e
Querader verbunden. — D ie Raupen sind dicht behaart und v erweb en ihre Haare in dem v on ihnen v erfe
r tig ten Gocon.“