
Hiervon ist Oeceticus L. in Central- und Südamerika, China und Australien beobachtet;
Clania in Central-Amerika, Afrika, Japan, India, Java, Celebes, Australia, Bismarck-Archipel; Ama-
tissa in Indien.
Gattung Clania Walker.
Fühler doppeltgekämmt bis zur S pitze; Hinterleib k ür zer als b e i Oeceticus. F lüg e l la n g und
b reit. A u f den Vorderflügeln 4 und 5 g estie lt, 6 vorhanden, 8 u nd 9 g e stie lt; a u f den Hinterflügeln sen d et
A d e r 8 A e ste zur Costa. Vovdertarsus mit langem Endglied, Sch iene mit langem Dorn. Central-Amerika,
Afrika, Japan, Formosa, India, Ceylon, Borneo, J a v a , Celebes, Australia, D u k e o f Y ork Island.“ Hampson I. 291.
34. Clania variegata Snellen.
Oiceticus variegatus Snellen, Tijd. v. Ent. 22 p. 114, pl. 9. f. 6, 6 a, b, e, d (Adergeflecht,
Gehäuse) (1879) : Celebes.
Oiceticus variegatus A. Pagenstecher, Jahrb. Nass. Yer. f. Nat. 1888, p. 40 u. 314: Amboina.
Clania variegata Hampson, Ind. Moths. I. p. 291 n. 618, f. 200. China, India, Ceylon,
Borneo, Celebes; Leech, Tr. Ent. Soc. 1898, p. 351.
Clania crameri Westwood, P. Z. S. 1854, p. 230 pl. 37 f. 4; Moore, Lep. Ceyl. II. pl.
118 f. 1, la ; Hampson, Ind. Moths. I. p. 291 n. 617: Ceylon.
Eumeta layardi Moore, Lep. Ceyl. II. p. 102, pl. 108 f. % 2 a.
Eumeta pryeri Leech, Pr. Zool. Soc. 1888, p. 598.
Eumeta sikkima Moore, Ind. Mus. Notes II n. I. p. 67 (1891).
Snellen hält seinen Oiceticus variegatus für identisch (Tijd. v. Ent. Bd. 28 p. 40) mit der
von Hampson als eigene Art betrachteten Clania crameri Westw.
„(?• 32—40 mm. Fühler stark bewimpert, schwarzbraun. P a lp en sehr k lein. Kein e Zunge. A u g en
n ackt, g ro ss. Thorax la n g behaart, schwarzbraun mit gelblichbraunen Flanken. D ie Vorderflügel sind an
d er Vorderrandswurzel, in Zelle 6 beinahe g an z, in Zelle 2, 3, 5, 7 und 8 lä n g s des Hinterrandes schwarzbraun,
in Zelle lb , d er Mittelzelle und der Wurzelhälfte v on Zelle 5 mehr graubraun, lä n g s des Vorderrandes
und in Zelle 1 a u nd auch in der Wurzelhälfte v o n Zelle 2 u nd 3 gelbbraun. Ausserdem sieh t man in Zelle
4, 6, 7 g a n z u nbeschuppte Stellen, so dass d ie Vorderflügel für e in e P sy ch in e g a n z bunt sind. D ie Hinterflü
g e l u nd der Hinterleib sind u ng e fäh r ein farb ig schwarzbraun, auch d ie Un te rseite , die a llein’ d ie beinahe
u nbeschuppte S telle der Vorderflügel und e in ig e g elb braun e F le ck e a u f ihrem Hinterrand aufwe ist. Der
Bauch hat e in e lichte Mittellinie. D ie kurzen B eine haben sehr la n g behaarte S chenke l und Schienen, so
dass ich v on den Sporen nichts seh en kann. D ie g ro sse Sackraupe leb t n ach P i e p e r s a u f ver sch iedenen
Pflanzen : Convolvolus, P a r itium tilia c eum , M a n g ife ra in d ic a L., G o ssam p in u s a lb a u nd C a su a rin a e q u ise ti-
fo l ia (?).“ Snellen 1, c, .
Butler (Annals Mag. N. H. 1882, p. 228) beschreibt von Duke of York Island eine Clania
{Eumeta) maxima, welche er nahe bei layardi setzt. Letztere Form ist identisch mit variegatus
und daher wohl auch maxima gleich dieser Art zu setzen. Butlers Beschreibung lautet:
„<?. Vorderflügel blass rothbraun, die Subcostalparthie, ein schliesslich der Discoidalz elle, und ein es
breiten, länglich en , intermediäx*en Bandes, welches am Grunde b eg inn t und sich a u f dem ersten Medianast
v o r dem Aussenrand zu einem Pu nk te zuspitzt, halbdurchsichtig w e isslich g rau mit schwarzem Rande, Adern
schwarz. Hinterflügel rauchbraun mit röthlichem Aussenrand und halbdurchsichtiger g rau e r Costalparthie.
L eib blass kupferbraun, beinahe g o ld ig . Abdomen mit rauchbraunen Büscheln, we lche sich g e g e n d ie Ba sis
w e is s zuspitzen, d ie än ale Hälfte b edeckt mit wolligen rothbraunen Haaren. Genitalien glänz en d mahagonibraun;
Fühler schwarz. F lüg e l unten röthlich g raubraun mit blassen Costalrändern u nd ein er marginalen
S e r ie von blassen röthlichen Flecken. Vorderflügel mit blassbraunen seidenartigen Innenrädern; Körper
b lassbraun, d ie Basis b esetzt mit w o llig en Haaren. 53 mm. D u k e o f York Island. Sehr n ahe bei la y a r d i
Moore, d ie g rö sste Spe cies der P sy ch id en , die ich k en ne .“ Butler.
In der D a h l’sclien Sammlung befindet sich Oiceticus variegatus mehrfach vertreten. Zwei,
in Ralum am Licht gefangene </cf (45 mm) entsprechen der Snellen’schen Beschreibung und Abbildung
(diese ist allerdings etwas bunt und geschmeichelt). Auch Säcke liegen vor, den Snellen-
schcn Abbildungen entsprechend, das eine lang, cylindrisch, nach vorn verjüngt, hautartig ohne
Holzsttickchen, wie es Snellen abbildet, das andere mit kleinen Zweigstückchen bekleidet. Ob
hier, wie Snellen vermuthet, zwei Arten vörliegen, wage ich nicht zu entscheiden. Das erstere
gehört einer Raupe an, welche eine Caesalpinacea ganz kahl gefressen hatte.
In der D a h l’sehen Sammlung befindet sich noch ein weiteres, leider sehr verflogenes
Exemplar (Ralum 4./V. 96) einer Clania-kvt, welches etwa um die Hälfte kleiner ist als Clania
variegata. Es erscheint dicht bräunlich bestäubt, doch gestattet der Zustand des Exemplars keine
nähere Beschreibung. Möglicher Weise = 35. Oiceticus fuscescens Snellen, T. v. E. Bd. 22 p. 117,
pl. 9 f. 7, 7 a, b von Celebes.
Subfam. Psychinae Herr. Schäffer.
Die Subfam. ist nach Hampson Ind. Moths. I. p. 292 wie folgt, charakterisirt:
„Auf den Vorderflügeln Ader l b und l c anastomosirend oder g etren n t bleibend, l b einen einzelnen
A st zum Innenrand sen d en d; d ie Adern in der Zelle einfach oder geg ab e lt. Vorderschienen mit oder ohne
Dorn. Hinterbeine kürzer, a ls d ie Vorderbeine. Schienen mit einem Paar kle ine r E n d sp o re n oder ohne
d ie selben.“H
ierher gehört die über Europa, Japan, India, Ceylon, Australia verbreitete Gattung Acantho-
psyclie Heylarts, deren Fühler bis zur Spitze doppeltgekämmt sind, deren Kammzähne von der Mitte
an in Länge abnelnnen und die Vorderschienen einen langen Dorn haben. Ferner Psyche Schrank,
welche Gattung beim J bis zur Spitze doppeltgekämmte Fühler hat, deren Kammzähne kurz oder
lang sind. Die Vorderschienen haben keinen Dorn. Die Vorderflügel haben 10 bis 12 Adern, lb
und c anastoniosirt oder ist getrennt. Die Hinterflügel haben 7 oder 8 Adern.
Einige Vertreter dieser Subfamilie sind in der Dahl’schen Ausbeute, leider aber so schlecht
erhalten, wie es bei diesen Thieren so leicht der Fall ist, dass eine nähere Beschreibung unthun-
lich erscheint. Ein Exemplar, zur Gattung Psyche gehörig, stammt aus der Puppe von Herbertshöhe
22./VII. 96 und kommt mit der von mir (Jahrb. Nass. Ver. f. Nat. 1888 unter n. 315) von
Amboina als Psyche sp. erwähnten Form überein, bei welcher die Fühler, die Brust und der Hinterleib
schwarz, die Flügel durchaus glashell erscheinen: 36. Psyche diaphana A. Pagenst.
Fam. 9. Cossidae.
Die weit verbreitete Familie der Cossidae, welche in einer Abtheilung den Tortriciden,
in der zweiten den Hepialiden verwandt erscheint, ist nach Hampson, I. M. I. 304 durch folgende
Merkmale ausgezeichnet:
„Zunge fehlend, P a lpen klein Oder fehlend. N ebenau g en fehlend. Fühler doppelt gekämmt bis zur
S pitz e oder zur H älfte einfach in beiden Geschlechtern, oder g a n z einfach beim §t. Schienen ohne Sporen
od e r nur mit kleinen. A u f den Vorderflügeln ist Ader l b an der Basis geg ab e lt, l c vorhanden. Ader 7 und
10 bilden e in e Nebenz elle, Ad er 7 u n d 8 sind hinter der Nebenz eile g eg a b e lt. D e r Innenrand ist gewöhnlich
g elap pt. D ie Hinte rflü gel z e ig en drei Innenrandsadern. Ader 8 kommt frei von der Basis oder -ist mit 7
am Ende d er Zelle verbunden. B eide F lüg e l haben g eg a b e lte Nebenadern in der Zelle. Da s Weibchen hat
e in e g eteilte Haftborste. D ie Raupen sind g la tt mit w enig en Haaren; ihre Bauchfüsse sind Kranzfüsse. Sie
leb en im Innern v o n Gewächsen. D ie P u p p e lie g t in einem Cocon.“
Gattung Duomitus Butler.
Diese über Süd-Amerika, Süd-Afrika, India, Ceylon, Amboina, Australia und Neu-Britannien
verbreitete Gattung hat nach Hampson (I. M. I. p. 307) keine Palpen; die Fühler des cf sind in