
In der Ribbe’schen Ausbeute ein sehr abgeflogenes Exemplar von den Shortlands-Inseln.
<J. Kopf, Thorax, Hinterleib dunkelbraun, Vorderflügel g leich förmig brau n; Linien sehr u nb estimmt,
mit unbestimmtem g ew ellten braunen Band ü be r der postmedialen Linie. Hinterflügel bräunlich.
$ . Vorderflügel mit blassem braunen subbasalen Fleck, etwas blasse s Braun lä n g s des Innenrandes, a u f den
Discoc ellularen und über der postmedialen Lin ie. Hinterflügel blasser.
Raupe d es $ dunkelbraun, mit seitlichen Büscheln la n g e r Haare; K op f rothbraun; zw e i weisse
d orsale Linien auf dem vie r ten L e ibe sr in g und dorsale Büsche l seid en er röthlicher Haare a u f dem 4. b is 7.
Glied. Rau pe des £ mit dunkelbraunen Rückenbüscheln; ein subdorsaler we isse r Streifen u nd carmoisin-
rothe dorsale F le cke a u f dem 9. und 10. Gliede. <$ 40, $ 52 mm.“ Hampson.
Gattung Lymantria Hübner.
Diese Gattung ist über Europa, Indien, Ceylon, Java, Celebes, Molukken, Philippinen verbreitet.
Bei ihr sind nach Hampson, Ind. Moths. I. p. 459:
„Die Palpen beim v orge stre ckt, haarig, d ie Fühler mit lang en Kammzähnen. A u f den Vorderflü
g eln entspringen Ader 3, 4, 5 n ahe dem Zellende, 6 u nter der obern Ecke, 7, 8, 9, 10 sind gestie lt, 7 entspringt
we iter v on der Zelle, als 10. A u f den Hinte rflügeln entspringt Ader 3, 4, 5 n ahe dem Zellende, 6, 7 an der
obern Ecke. Beim $ sind d ie Fühler gezahnt, d ie F lü g e l v ö llig en tw icke lt oder th eilweise verkümmert u nd
zu Läppchen reducirt.“ Hampson.
Von dieser Gattung findet sich in der Ribbe’schen Sammlung nur ein Männchen einer
vielleicht noch unbeschriebenen Art von Neu-Pommern, die ich in Nachfolgendem aufführe.
59. Lymantria rosina A. P a g e n s t . n. sp. (T a f. III. f. 19)| ;• .r
<J. 50 mm. Fühler mit lang en Kammzähnen, bräunlich, Schaft dunkler. Kopf, Halsk ra g en und
Schulterdecken schwach gelb lichw eiss, eb en so die Vorderflügel, deren Costalrand schwach gelb lich a n g e laufen
ist. A u f der Costa 6 schwar ze Flecke , welche mit eben so v ie len leicht g ew ellten , an fan g s mehr
g eraden, hinter d er Mitte sch ie f v er laufend en unterbrochenen Streifen v on schwarzen Punktfle cken in Verb
in d u n g stehen, die vom Costalrand zum Innenrand ver laufen. E in e margin ale Re ihe schwarzer Flecke .
Hinte rflü gel schneeweiss, Hinterrand rosa, w e lch e F ä rb u ng etwas in den D iscu s und lä n g s des Vorderrands
zum Apicalwinkel übergeht. Un te rseite der Vorderflügel we iss, am Grunde schwach rosa a n g elaufen ; Hinterflü
g e l weiss, am Hinterrand rosa. B e in e u nd Hinterleib rosarotb, letz te re oben mit schwar zen Pu nk ten a u f
den Segmenten.
Verwandt mit Lym. rosea Hampson, 111. typ. Het. IX. pl. 158 f. 28, aber ohne schwarzen
Hinterrand des Hinterflügels.
Gattung Euproctis Hübner (Artaxa Walker).
„Die in der paläarctischen, afrikanischen, orientalischen und australischen R e g ion verbr eite te Gattung
hat sch ie f au fg er ichtete Palpen, we lche über die Stirn re ichen; d ie Fühler sind in b eiden Geschlechtern
doppelt gekämmt, die Mittelschienen haben ein Paar la n g e Sporen, d ie Hinte rschienen zw ei Paar; die Weibch
en sind mit langem Afterbüschel v er sehen. D ie Rippen 3, 4, 5 der Vorderflügel entsp rin gen nahe der
Zellecke, 6 an und u nter der obern Ecke, 7, 8, 9, 10 sind g estie lt. D ie Hinterflügel haben die Rippen 3 und 4
g e stie lt oder v on der Zellecke, 5 entspringt oberhalb der Eck e, 6 und 7 sind g e stie lt.“
Hampson, Ind. Moths. I. 471.
60. Euproctis fulva Butler.
Artaxa fulva Butler, Annals and Mag. Nat. Hist. sei*. 5. vol. X. p. 227: Duke of York Island.
„cJ. T ie f cadmiumgelb, die Vorderflügel dunkler als d ie Hinterflügel, u nd im basalen Drittel durch
einen le ich t gekrümmten we issen Streifen g ek reuz t, Fran sen aller F lü g e l blass rahmgelb. Hinterleib blasser
lä n g s des Rückens. F lü g e l unten g e lb lich , blasser als oben, mit we isslichen Rändern. Körper gelblich.
23 mm. Verwandt mit A. lutea.“ Butler.
Einige Exemplare von Neu-Lauenburg und Neu-Pommern in der Ribbe’schen Ausbeute.
61. Euproctis flavipennis Snellen, Tijd. v. Entom. Bd. 22, p. 107, Taf. 9 f. 1: Celebes.
Mehrere Exemplare in der Ribbe’schen Sammlung entsprechen der Snellen’schen Abbildung
und Beschreibung.
„Die Palpen a u f der Seite, d ie Fühlerzähne und d ie Unte rseite der Vorderrandwurzel der Vorder-
flüo-el sind bräunlich o ckergelb, im U ebr ig en der Kopf, der Thorax und die Oberseite der Vorderflügel mit
den Tarsen g o ld g e lb , die Hinterflügel u nd d ie Unte rseite der F lüg e l e twas bleicher. Der Hinterleib des ?
ist etwas grau. A u f den Vorderflügeln sieh t man Spuren v on zw ei Querlinien, welche aus halbmondförmigen
bleicheren Flecken in den Zellen bestehen. S ie sind namentlich beim 9 sehr undeutlich.“ Snellen.
Gattung Porthesia Steph.
S ie is t über Europa, Afrika, Indien, Ceylon, J a v a , Australien, Tasmania verbreitet. „Die Palpen
sind la n g u nd schlank, die Kammzähne der Fühler beim c f lang. A u f den V orderflügeln kommt Ader 3, 4,
5 v o n der Zellecke, 6 v on der obern Ecke, 7, 8, 9, 10 sind g estie lt, 10 und öfters 7 ebenfalls g e g en den Ap ex
hin a b g eg eb en . A u f den Hinterflügeln kommt Rippe 3 und 4 v on der Zellecke, 5 fehlt, 6 und 7 sind
ge stie lt.“
Hampson, I. M. I. p. 484.
62. Porthesia xanthorrhoea Kollar, Hügels Kaschmir IV. p. 470; Hampson, I. M. p. 485 f. 322
—Euproctis subdita Moore, Pr. Zool. Soc. 1879, p. 400; Moore,^ Lep. Ceyl. II. pl. 112
f. 5, 5 a.
Euproctis virguncula Walker, Cat. IV. p. 836; Moore, Lep. E. I. C. pl. 16 f. 3, 3 a (Raupe).
Euproctis marginalis Walker, Cat. VII. p. 1731; Butler, 111. typ. Het. V. pl. 89 f. 2.
Euproctis subnigra Moore, Lep. Atk. p. 48.
Euproctis flavonigra Moore, P. Z. S. 1879, p. 400 pl. 32 f. 11.
Ich ziehe hierher mehrere Exemplare aus der Ribbe’schen Sammlung von Neu-Pommern,
sowie ein von Prof. Dahl 7./V. 1896 in Ralum aus einer behaarten Raupe gezogenes Exemplar.
Diese stimmen mit einem in Java gefangenen, seiner Zeit von Herrn Snellen als virguncula be-
zeichneten Stücke überein. Von dieser Form virgincula giebt Hampson an, dass die einzige
Spur eines schwarzen Hauches auf den Flügeln des ef auf der Unterseite der Costa der Vorderflügel
sich finde. Die mir vorliegenden 9 9 zeigen auch diesen nicht, wie dies auch Hampson
angibt, sondern sind weiss, die Vorderflügel oben etwas schmutziggelblich angehaucht, die Hinter-
flügel weiss,' der Hinterleib bräunlich, der After goldgelb, die Fühler braun. Die Palpen sind lang
und vorgestreckt (ich bemerke hierbei, dass Hampson in seinem Schlüssel p. 434 zu den Gattungen
der Familie Lymantriidae Porthesia unter a4 mit „Palpi short“ setzt, diese aber in der Charakteri-
sirung der Gattung p. 484 als „Palpi long“ bezeichnet).
„cf 28, 9 37 mm. D ie Raupe ist schwarz, der K opf we iss gestreift, das er ste Glied hat ein rothes
Band; e in e dorsale Reihe ge lb e r F le cke mit einer rothen L in ie durch s ie a u f dem 2., 3. und 6. bis 10. Rin g;
er stes Glied mit la n g vorwärts gestreckten schwarzen Haarbüscheln; d ie ändern R in g e mit kür zer en Büscheln.“
Hampson.
Gattung Leucoma Steph. (Ptedoa Walker).
Diese Gattung, welche sich in der paläarctischen, äthiopischen und orientalischen Region
verbreitet, zeigt nach Hampson, I. M. I. p. 487:
„Palpen aufwärts gerichtet, bis zur Stirn reichend. Fühler bei beiden Geschlechtern doppelt g e kämmt,
die Kammzähne beim S länger, als beim ? . D ie Hinterschienen haben zw ei Sporenpaare. A u f den
Vorderflügeln entspringt Rippe 3 vor der obern Zellecke, 4 und 5 v o n derselben, 6 v o n der obern Ecke, 7,
8, 9 sind gestie lt. A u f den Hinterflügeln entspringt Rippe 3 v o n der Zellecke, Rippe 5 oberhalb derselben,
6 und 7 sind gestie lt, oder geh en v on der Zelle au s.“
63. Leucoma submarginata Walker.
Redoa submarginata Walkei, Cat IV. p. 826; Butler, I g ty p . Het. Br. Mus. pl. 89 f. 3;
Moore, Lep. E. I. C. pl. 14 f. 11, 11a (R au p « A. Pagenstecher, Jahrb. N. V. f. N.
1888, p. 26: Amboina.