
Fran sen w ie oben. Füsse, Brust und Bauch unsauber bläulichweiss, die Afterspitze ble ifarb ig grau. Aussen-
se ite der Beine g r a u bestäubt, d ie dicke Beh a a ru ng der Hinterschienen sauber weiss. Celebes.“ S nellen 1. c.
447. Tortricomorpha albifasciella A. Pagenst. n. sp.
Eine weitere, hierher gehörige Art in der Ribbe’schen Sammlung von Neu-Pommern (Kinigunang)
ist der genannten niveiciliella Sn. sehr ähnlich, hat aber noch in der Mitte der Vorderflügel
einen queren weissen Bindenstreifen vom Vorderrand zum Innenrand und vor dem Apex an
der Costa ein weisses Stippchen, die Adern im Aussendrittel dunkler.
Gattung Coryptilum Zeller.
(Zeller, Isis 1839, p. 1; Snellen, Tijd. v. Ent. Bd. 19 p. 51, pl. 2 f. 6; Tijd. v. Ent. Bd. 27
p. 265 (1884); Midd. Sum. Lep. p. 84.)
Diese Gattung ist nach Snellen nahe verwandt mit Lampronia und Incurvaria. Das
Mittelfeld der Palpen ist lang behaart; die Fühler sind fadenförmig, so lang als der Flügel. Fransen
der Hinterflügel lang. Zunge fehlend.
448. Coryptilum woodfordi Druce.
Sipharana woodfordi Druce, Proc. Zool. Soc. L. 1888, p. 579, pl. XXIX f. 8: Aola.
Diese mit Coryptilum Jclugii Snellen (Tijd. v. Ent. Bd. 19 p. 51) und tryphaenoides Sn.
(A. Pagenstecher, Jahrb. N. V. f. Nat. 1885, p. 62 n. 115, T. II f. 10: Nias) nahe verwandte Art
befindet sich in einem von Neu-Pommern stammenden Exemplar, wie einem von den Shortlands-
Inseln in der R ib b e ’schen Sammlung.
84 mm. Fühler lan g , schwarz, g e g e n d ie S pitz e heller. P a lpen schwarz, eb en so Brust, Hinterleib
u nd Beine. D ie Vorderflügel schwarz. D e r schmale Aussenrand, sowie d ie Costa breit, vom Grunde bis über
die Flüg e lmitte v o n ein er orangerothen Fä rb u ng eingenommen, so dass die Hälfte des F lü g e ls vom Innenrande
und das Aussendr ittel mit Ausnahme des Axissenrandes schwarz bleibt. Hinterflügel schwarz, der
Vorderwinkel d r e ie ck ig orangeroth.
Gattung Cryptolechia Zeller.
(Zeller, Lep. Caffr. in K. Vet. Ak. Handl. 1852, p. 106.)
Die Gattungscharaktere sind nach Zeller:
„Flügel breit, d ie vorder en spitzwinklig. Hinterleib co n v ex , oben nicht gerun d et, beim tp' beide rs
e its g efran st. Haare g latt, am Hinterkopf zuwe ilen etwas aufwärts g er ichtet. Kein e Nebenau gen . Fühler
borsten förmig, k ürzer als d ie Vorderflügel, beim ( f sich v er jü ng end oder gewimpert. Maxillarpalpen kurz,
dünn, spitz zueinander g en e ig t. Labialpalpen rückwärts gekrümmt, läng e r als der Thorax, zw eites Glied
zusammengedrückt, unten leicht beschuppt oder borstenförmig behaart, g la tt, spitz. Zunge kurz. Hinterle
ib con v ex , oben nicht gek ie lt, beim c f mit seitlichen läng e ren, den Bauchrand bildenden, h erabhängenden
Haaren. F lüg e l breit, der Apex des v o rd em spitz; Dorsalwinkel deutlich abgerundet, der Hinterrand des
hintern vor der Spitze co n v ex , vor dem An alwinkel nicht g eb u ch tet.“
449. Cryptolechia galactina Felder u. Rogenhofer, Reise Nov. Lep. T. 160 f. 34: Neu-Seeland.
In der D ah l’schen Ausbeute sind verschiedene Exemplare (von Ralum zum Licht 1. Juli 1896
und vom Strande), ebenso wie in der R ib b e ’schen von Neu-Pommern (Kinigunang), weicheichzu
dieser Art ziehe, da sie mit der F e ld e r’schen Abbildung im Wesentlichen übereinstimmen.
23 mm. cf« Fühler fadenförmig, fe in gewimpert. Pa lpen etwas gekrümmt, w e it über den Kopf
vorragend, drittes Glied la n g u nd spitz. Kopf, Halskx*agen, Brust, B eine und d er Hinterleib w ie die F lüg e l
a u f der Oberseite milch weiss. A u f der Un te rseite sind die Vorderflügel fast g a n z gelbbraun oder dunkelbraun
beschattet, eb en so d er Vorderrand der Hinterflügel, welche Färbung ind ess bei den ver schiedenen
Exemplaren wechselnd en tw icke lt ist und bei ein ig en auch a u f der Oberseite durchschimmex't. Bei einem
Exemplar in der Ribbe’schen Sammlung ist sie v o rzug sw eise a u f den vo rd em Theil des Hinterflügels, auch
a u f der Oberseite ausgedehnt, während die lan g en Fransen des Hinterrandes weiss bleiben.
Gattung Gelechia Zeller.
„Mittelglied d er Palpen u nten abstehend behaart, mit ein er Längsfurche, das Endglied pfriemen-
förmig. Nebenpalpen sehr klein. Vorderflügel gestreckt, hinten vom Innenrand ab ver en gt, mit zwölf, selten
e lf Rippen, A st 7 u nd 8 g e stie lt oder zusammenfallend. Hinterflügel breiter oder so breit w ie d ie Vorderflü
g el, u nter der S pitz e schwach e in g e z o g en , die Mittelzelle geschlo ssen , Ast 3 und 4 au s einem Punkt.
H. v. Heinemanh.
450. Gelechia fusculella A. Pagenst n. sp.
Von Ralum (zum Licht 15. Juni 1896, 20. Jan. 1897, 24. Jan. 1897 u. s. w.) befindet sich
in der Dahl’sehen Sammlung eine Herrn Snellen unbekannte, von ihm als vielleicht unbeschrieben
bezeichnete Art.
25—28 mm. Palpen bräunlich, aufwärts gekrümmt, zw eites Glied dicht behaart, drittes Glied spitz
v orstehend; Fühler dunkelbraun. D ie Vorderflügel glänz end kastanienbraun mit unbestimmten queren
S chuppenanhäufungen, welche als e in e mediale u nd po’stmediale Querbinde erscheinen, aber auch a u f dem
Au ssenrande schwarze Schuppen zwischen sich nehmen. Hinlex’flügel hellerbraun, Fransen etwas dunkler.
Unte rseite aller F lü g e l braun, schwärzlich verdüstert, seidenartig glänzend.
Gattung Psecadia Hübner.
Nach von Heinemann sind „die Palpen mässig lang, das Endglied spitz, kürzer als das
Mittelglied. Nebenpalpen klein, fadenförmig. Keine Nebenaugen. Vorderflügel länglich mit langem
Innenrand, kurzem schrägem Saum und runder Spitze, mit Anhangzelle. Fransen der Hinterflügel
lang.“ Dem Aussehen der Hyponomeutiden ähnlich, im Rippenbau mit den Gelechiden übereinstimmend.
451. Psecadia bicolorella Guenee, Annals Soc. Ent. France 1879, p. 283.
Psecadia oculigera Möschler, Verh. zool. bot. Ges. 1883, p. 309, pl. 16 f. 25: Caffraria.
In der R ib b e ’schen Sammlung ein Exemplar von Neu-Lauenburg. Herr Snellen besitzt
die Art von Java und Ceylon.
Vorderflügel schmutzig weissgrau mit zahlreichen schwarzen Punkten. Hinterflügel goldgelb
glänzend, am Apex schwärzlich. Brust weissgrau mit schwarzen Punkten, Hinterleib gelblich mit
schwärzlichen Rtickenflecken und starkem Afterbüschel.
Möschler beschreibt die Art wie folgt:
„Fühler grau, P a lpen we issgrau, das Mittelglied an der Wux'zel und Spitze, das Endglied vor der
S pitz e schwarz. Kopf, Halskragen u nd T horax grau, in der Mitte des Scheitels ein grau er Punkt, am Vorderrand
des Halsk ragens drei, an der Basis der Schulterdecken j e ein schwarzer Punkt. Leib g o ldg e lb, die
b e id e n vorle tzten Re ihensegmente fe in schwarz gefleckt, Bauch mit zw ei Reihen schwai'zer Flecke . Bx*ust
grau, an den S eiten g e lb , unterhalb der Hüften mit. grossem schwarzen F le c k ; Hüften g rau g elb mit schwarzem
Fleck. Schenke l und Schienen der Vorderbeine und Mittelbeine grau, d ie Hinterbeine g oldge lb, schwarz
gefle ckt. Vordei’flügel grau, an d er Wurzel zw ei schwarze Pu nk te , vor u nd in d er Mitte j e zw ei schräg
g e ste llte schwarze, we issg r au umzo g ene Punkte, hinter d er Mitte drei solche in einer B ogenlinie stehende
Punkte. Drei k le in e r e solcher Pu nk te stehen ebenfalls in einer B o g en lin ie vor der Spitze. A u f der Saumlin
ie bis g e g e n den Innenwinkel schwarze Fleckchen. Fransen etwas lichter röthlichgrau. Hinterflügel go ld g
e lb ; Fransen etwas lichter, Spitze einschliesslich der Fransen schwarz. Unten die Vorderflügel grau, g e lb
schimmernd, Innenrand le ich t g o ld g e lb , oh ne Punkte. Hinterflügel w ie oben, w en ig heller. 13,5 mm. Von
P s e c a d ia we icht d ie Art im Geäder insofern ab, als a u f den Hinterflügeln R 5 und 6 dicht nebeneinander,
b e i jene r Gattu n g d a g e g en ziemlich w e it von einan d er g etren n t entspringen. De r Ve rlauf der Vorderflügelrippen
ist d erse lb e w ie bei P se c a d ia .“