
re chts verschoben. Darm linksseitig, e in e o v a le Schle ife bildend; Magen mit k le inem kolbenförmigen Blind
sack, der a u f einer L äng sn aht entsp rin gt, und mit c a . 18 L ängsfalten , c f Polycarpen ze rstr eut an der
linken Körperseite, ein fach e dick b im fö rm ig e bis k u g e lig e , kurz u nd en g g e stie lte Hodenblasen; $ Polycarpen
zerstreut an der rechten Körperseite, eiförmig.
Diese Art, die ieh zu Ehren des gastfreundlichen Secretario von üschuaia, Don E milio y
P en£, benenne, liegt mir in mehreren Kolonien vom Magalhaensischen Gebiet und von den Falklandinseln
vor. Sie steht der A. Zschaui von Süd-Georgien nahe, unterscheidet sich jedoch schon durch
den Habitus der Kolonie deutlich von derselben.
Aeusseres: Die Kolonie besteht aus kreisrunden, polsterförmigen bis fast halbkugeligen
Personen. Dieselben sind nicht, wie bei A. Zschaui, fest gegeneinander gedrückt, sondern berühren
sich nur mit ihren Rändern oder sind gar durch geringe Zwischenräume, überbrückt durch
dünne, hautartige Massen des allgemeinen CeÜulosemantels, voneinander getrennt.
Als typisches Stück sehe ich eine aus 20 Personen bestehende Kolonie (Taf. II Fig. 21)
an, die auf einer in der Magalhaens-Strasse gefundenen Feraws-Schale sitzt. Ausser dieser rechne
ich zu dieser Art noch viele kleinere Kolonien von den Falkland-Inseln und von Süd-Feuerland.
Diese repräsentiren zweifellos sehr junge Kolonien. 'Sie bestehen meist aus einer einzigen sehr grossen
Mutter-Person (selten anscheinend deren zwei, von denen sich aber nicht sicher angeben lässt, ob sie
durch Sprossung auseinander entstanden, oder ob sie als selbständige Primärpersonen anzusehen sind),
um die sich wenige (bis 7) junge bezw. sehr junge Tochter-Personen herum gruppiren. Die ausgewachsene
Person ist fast regelmässig halbkugelig. Bei einer Kolonie von üschuaia beträgt ihr
grösster Du r c hme s s e r , in der Ansatzfläche gelegen, 9mm. Die nächst kleinere Person dieser
Kolonie, die grösste der Tochter-Personen, hat einen grössten Durchmesser von nicht ganz 2 mm. Die
jungen Personen stehen meist etwas, im Maximum etwa 1V2 mm, vom Rande der Mutter-Person
entfernt auf einem sehr flachen Saum, der allseitig die Mutter-Person umgiebt. In seltenen Fällen
ist keine Spur von Tochter-Personen zu erkennen, so dass die grosse Mutter-Person ganz isolirt steht
scheinbar eine kleine einfache Ascidie. Beachtenswerth ist, dass selbst schon diese einzelnen ausgewachsenen
Personen vollständig geschlechtsreif sind, und, wie ein Stück von der Picton-Insel ergab,
zahlreiche geschwänzte Larven enthalten können. Die F ä r b u n g der konservirten Thiere ist verschiedenartig.
Die grosse Kolonie auf der blendend-weissen FewMs-Schale ist farblos, weisslich. Eine
kleine, auf einer Eutria-Schale sitzende Kolonie ist zart rosa-grau, perlmutter-glänzend. Die Kolonien
von Tangwurzeln und von (im Leben durch einen Kalkalgen-Ueberzugr oth gefärbten) Crucibulum-
Schalen sind dunkel, schiefer-blau, irisirend. Zweifellos hängt dieser Farbenunterschied mit der
Färbung des Untergrundes zusammen. Leider fehlen Farbenangaben über die lebenden Thiere. Wenn
mich die Erinnerung nicht trügt, so war die Kolonie auf der Venus-Schale auch im Leben farblos,
während die jetzt dunkelen Kolonien im Leben zinnoberroth waren (wenigstens erinnerten sie mich
damals lebhaft an die europäische Styelopsis grossularia). Die Ober fläche ist im Allgemeinen
glatt; nur die Höfe der Körperöffnungen zeigen eine sehr zarte, strahlenförmige Runzelung, die jedoch
nicht ganz bis an die Körperöffnungen hinanreicht, sondern die unmittelbare Umgebung derselben
frei lässt. Die Körperöffnungen sind kleine, quer zur Medianebene der Person gestellte Schlitze,
die ungefähr gleichweit von dem höchsten Punkte der halbkugeligen Person entfernt, etwas nach
der linken Seite verschoben, liegen. Die Entfernung zwischen den beiden Körperöffnungen beträgt
ungefähr den dritten Theil des grössten Körperdurchmessers; bei einer Person von 10 mm Durchmesser
des Ansatzkreises betrug sie 3 % mm. Die kreisförmigen, durch etwas hellere Färbung und
die zarte, strahlenförmige Runzelung ausgezeichneten Höfe der Körperöffnungen haben einen Durchmesser
von ungefähr 0,9 mm.
Innere Organisation: Der Cellulosemantel ist dünn, aber fest, hart lederartig. Seine
Masse ist auf ein Minimum beschränkt. Er umhüllt die einzelnen Personen und bildet einen feinen
Saum um dieselben herum, bezw. verbindet die verschiedenen Personen einer Kolonie als feines
Häutchen. Besonders zart, kaum nachweisbar, ist er unterhalb der Personen, dort, wo sie dem
Stützmaterial anhaften. Es hat hier den Anschein, als sei der Innenkörper der Person mit den ihm
anhaftenden Organen direkt an das Stützraaterial angeklebt. Die Gefässe des Cellulosemantels
scheinen auf den dünnen basalen Theil, der nur am Rande der einzelnen Personen eine etwas ansehnlichere
Dicke erlangt, beschränkt zu sein: Zahlreiche, ziemlich dicht gedrängt stehende kolbige
Blindgefässe ragen bei einzeln stehenden Mutter-Personen strahlenförmig vom Rande der Personen
in den Cellulosemantel-Randsaum hinaus. Bei den kleinen Tochter-Personen beschränken sich diese
mit dem Randsaum vorwaehsenden, centrifugalen Blindgefässe auf die freie, von der Mutter-Person
äbgewendete Seite, auf die, nach der hin das weitere Wachsthum der Kolonie hauptsächlich zu
erfolgen hat. Als grösste Dicke dieser kolbigen Blindgefässe fand ich 0,14mm. Der Innenkörper
ist zart, dem Cellulosemantel sehr fest angelegt, mit vielen kleinen Endocarpen besetzt. Der Kranz
der Mund-Tentakeln besteht bei einer genauer daraufhin untersuchten Person aus 22 einfachen
Tentakeln von dreifacher Länge, 8 Tentakeln erster, 8 zweiter und 6 dritter Ordnung. Die Tentakeln
erster und zweiter Ordnung alterniren regelmässig; die Tentakeln dritter Ordnung schieben
sich in der vorderen Partie des Tentakelkranzes zwischen die der ersten und zweiten Ordnung, die
hier zugleich etwas vergrössert erscheinen, ein. Die Tentakeln dritter Ordnung sind zum Theil sehr
klein, warzenförmig. Atriale Tentakeln sind vorhanden.
Der Dorsaltuberkel ist ein kleines ovales Polster mit schwach geschweiftem Längsschlitz.
Der längere Durchmesser des Polsters liegt annähernd in der Medianebene der Person.
Der Kiemensack ist in bestimmter Weise unsymmetrisch. Entsprechend der geringen Verschiebung
der Körperöffnnngen nach der linken Seite ist der En d o s t y l , soweit er an der Anheftungsfläche
entlang läuft, nach rechts verschoben, so dass der bei weitem grössere Theil der Ansatzfläche
der linken Körperseite angehört. Der Kiemensack ist faltenlos und trägt jederseits ungefähr
12 (10—14) starke Längsgefässe. Häufig verläuft ein Längsgefäss nicht in ganzer Länge
des Kiemensackes, sondern nur in einem mehr oder weniger grossen Theil dieser Länge; diese ganz
vereinzelt eingeschobenen Längsgefässe sind meist schwächer als die normalen und sind durch schmälere
Zwischenräume von den benachbarten normalen getrennt. Im Allgemeinen nehmen die Zwischenräume
zwischen den Längsgefässen von oben nach unten an Grösse zu; am grössten sind die Räume
zwischen Dorsalfalte, bezw. Endostyl und den benachbarten Längsgefässen. Nach der Zahl der in
ihnen liegenden Kiemenspalten verhalten sich die Zwischenräume in ungefähr mittlerer Länge eines
Kiemensackes von oben nach unten wie 6 : 2 : 2 : 3 : 3 : 3 : 4 : 5 : 3 : 5 : 6 : 8. Die Hauptquergefässe
sind im Allgemeinen gleich stark. Zwischen je zwei Hauptquergefässen verläuft in der Regel ein
die Maschen halbirendes, aber nicht die Kiemenspalten durchschneidendes secundäres Quergefäss.
v Manchmal erweitert sich ein secundäres Quergefäss zu einem Hauptquergefäss, das, wenigstens
anfangs, nicht ganz die Stärke der normalen Hauptquergefässe aufweist, und somit eine
geringe Unregelmässigkeit in die Gestaltung des Kiemensackes bringt. Die Kiemenspalten sind
lang gestreckt und parallelrandig oder länglich oval, breiter als die sie trennenden feinsten Längs