
Guinea; Swinhoe, Cat. Oxf. Mus. I. p. 91 n. 403 (1892); A. Pagenstecher, Semon’s
Forschungsreisen I. p. 214 n. 33 (1895): Neu-Guinea.
Hypsa eusemioides Butler, Annals Mag. N. H. (5) X. p. 159 (1882).
„Laevis alis deflexis griseis sive purpurescentibus, antids fascia abbreviata albau Don.
Die oben angegebenen Citate gelten für die Subspecies Asota versicolor «emcoZor Rothschild,
Nov. Zool. IV. p. 336 (1897).
Im Bismarck-Archipel kommt vor die Localform:
Asota versicolor subrupta Rothschild, Nov. Zool. IV. p. 337 (1897): Duke of York Isl.,
New Britain.
Hier ist beim cf das Band der Vorderflügel viel schmaler und bei Ader 2 unterbrochen
oder eingezogen, ebenso ist beim $ das Band etwas schmaler, als bei den Exemplaren von versicolor
von Neu-Guinea. Beim cf ist indess die Ausdehnung des Bandes wechselnd.
In der Dahl'schen Sammlung zahlreiche Exemplare: Alowon bei Ralum 11./X. 96, 28./Y.
96, 30./V. 96; Lowon bei Ralum 8./I. 96; 2./I. 97. In der Ribbe’sehen Sammlung von Neu-
Lauenburg, Neu-Pommern ($ mit breiterm Bande), Neu-Mecklenburg (cf mit schmalem weissen
Bande); auch im Senckenberg’schen Museum von Neu-Mecklenburg.
In der Ribbe’sehen Sammlung befinden sieb zwei Exemplare einer wohl zu versicolor zu
rechnenden Form, das eine ohne Bezeichnung, das andere von Neu-Mecklenburg stammend, welche
hier Erwähnung verdienen. Beide gleichen den übrigen vorliegenden Exemplaren von versicolor
in Färbung des Körpers, wie in der der Flügel. Aber das weissliche Querband der Vorderflügel
ist zu einer das Zellende ausfüllenden weissliehen, schmalen Binde reducirt, die von nahe der Costa
sieb nur zur Mediana erstreckt, also mehr einen oblongen Fleck darstellt. Nach innen von demselben
sind die Adern stark weiss angelaufen, nach aussen ganz schwach; am Flügelgrunde zwei weissliehe
Querstreifen. Die Hinterflügel blauschwarz, am Vorderrand heller. Die Unterseite aller Flügel
schwarzbrann, der weisse Fleck der Vorderflügel als schmaler halbmondförmiger Fleck erscheinend,
auf den Hinterflügeln ein weisslicher Mittelpunkt. Diese Form dürfte vielleicht als novohibernica
zu bezeichnen sein.
71. (6) Asota leuconeura Butler.
Hypsa leuconeura Butler, Pr. Zool: Soc. 1879, p. 161: New Ireland.
Aganais leuconeura Snellen, Tijd. v. Ent. Bd. 31 p. 143 u. 43 (1888).
Hypsa monycha Hampson, Ind. Moths. I. p. 499 n. 1137 (1892) pp.
Asota heliconia leuconeura Rothschild, Nov. Zool. IV. p. 356 (1897): New Ireland, Duke
of York Isl., New Britain.
Diese als Localvarietät der weit verbreiteten Asota heliconia von Rothschild und Jordan
betrachtete Form wird von ihnen, wie folgt, charakterisirt:
„Kopf u nd Brust hellgelb; die Prothoraxlappen sind ohne schwarze F le cke h e i beinahe allen un seren
60 Exemplaren und d ie Mesothoraxflecke kle in. D ie schwarzen Flecke an der Basis der Vorderflügel
fliessen öfters zusammen, die w e issen F le ck e zwischen ihnen sind nicht so vortretend, w ie hei d o r y c a oder
d am a . Ein runder we isse r Fleck findet sich im A p ex der Z e lle ; die ser Fleck ist nicht v o rg e zo g en läng s
Ader 3 oder sehr w en ig und ist mit der B a sis nicht durch ein w e isse s Band verbunden. D e r schwar ze Hand
d er Hinterflügel ist im Allgemeinen breiter als h e i ändern Unterarten und ähnelt A . heliconia h eliconia
(Amboina); der Aussenrand ist oft g e z a h n t an den Adern u nd gewöhnlich co n v ex An Ad er 2.“ Rothsch.
In der Sammlung R ib b e sind zahlreiche Exemplare von Neu-Lauenburg, Neu-Pommern,
Neu-Mecklenburg (mit stark weisslich angelaufenen Adern)?- . Salomons-Archipel (Shortlands-insein),
Hinterrand der Hinterflügel breit schwarz, Neu Georgien (ein Exemplar, bei welchem der rundliche
weisse Mittelfleck in der Zelle nach dem Grunde hin stärker strichförmig verlängert ist).
Fam. 16. Arctiidae.
Unter die A r c tiid en rechnet H am p s o n , Ind. Moths. II. p. 1 ff. Nachtfalter mit meist schmalen, v erlängerten
Vorderflügeln (nur b e i ein ig en Gattungen finden sich k ur ze und breite Flügel). Mit wenigen Ausnahmen
(N y c tem e ra , tagfliegend), fliegen sie in der Dämmerung oder bei Nacht, D ie Palpen sind gewöhnlich
kurz und v o rg e stre ck t; e in e Haftborste ist vorhanden. A u f den Vorderflügeln ist Ader l a g etren n t von lb ,
l c fehlt. D ie Hinterflügel haben Ader l a u nd lb , d a g e g en fehlt l c auch hier. Ader 8 entspringt v on 7
gewöhnlich, an oder unter der Zellmitte. D ie haarigen Raupen verpuppen sich in einem Cocon.
Im Bismarck-Archipel sind die nachfolgenden, im indomalayischen Gebiet vorhandenen
Subfamilien anzutreffen:
a) Brust und Hinterleib k rä ftig .............................................................................. Arctiinae.
b) Brust und Hinterleib schlank.
a1) Vorderflügel ohne Haarbüschel oder erhöhte Schuppen.
a2) 'Yorderflügel am Apex nicht v o rg e zo g en ............................................Lithosiinae.
b2) Vorderflügel am Apex etwas vorgezogen........................................... Nycteolinae.
b1) Vorderflügel mit Haarbüscheln oder erhöhten S c h u p p e n ....................... Nolinae.
Subfam. Arctiinae.
Die meistens bunt gefärbten Falter dieser Subfamilie haben eine nur kleine Zunge oder
keine. Die Haftborste besteht beim cf in einer starken Ader, die von der Costalis des Vorderflügels
ausgebt; die Beine sind gewöhnlich glatt beschuppt, die Sporen klein. Dte Raupen tragen
sehr langé Haare. Sie zerfallen in drei Gruppen, von denen eine ohne Vertreter im Bismarck-
Archipel ist.
a) Ader 7, 8, 9, 10 der Vorderflügel gestielt:
Hierher im Bismarck-Archipel gefunden: Spilosoma, Areas, Phissama.
b) Ader 9 der Vorderflügel von 10 und mit 8 zu einer Nebenzelle anastomosirend.
(Hierher! Callimorpha, \\\\ Bismarck-Archipel nicht vorhanden.)
c) Ader 10 der Vorderflügel von der Mittelzelle:
Hierher: Pelochyta.
Gattung Spilosoma Steph.
(Alpenus Wik., Spüarctia Butler.)
D ie S p ilo som a -Arten finden sich nach H a m p s o n , Ind. Moths. II. p. 3 in der paläarctischen, nearc-
tischen u nd orientalischen Region. D ie Gattung ze ig t kurze, v orge stre ck te b ehaarte Palpen ; heim $ doppelt
gekämmte, heim $ g ez ahn te Fühler. D ie Mittelschienen haben ein Endsporenpaar, d ie Hinterschienen zw ei
Paare. D ie Vorderflügel sind lang u nd schmal. Rippe 3, 4, 5 kommen v on der untern Zellecke, 6 v on der
obern, d ie Rippen 7, 8, 9, IQ', sind gestie lt. A u f den Hinterflügeln kommt Rippe 3, 4, 5 von der untern, 6
und 7 von der obern E ck e der Zelle, 8 von der Mitte. D ie Weibchen haben zuwe ilen ein en Haarbüschel
am Hinterleib.
72. Spilosoma turbida Butler. Taf. I. f. 17.
Spüarctia turbida Butler, Annals Mag. N. H. ser. 5. vol. X. p. 151 (1882): New Britain;
Meyriek, Trans. Ent. Soc. Lond. 1889, p. 466 n. 24: Neu-Guinea.
„2. Vorderflügel rahmfarben, in der Mitte bräunlich, die Adern und e in F leck am innern Winkel
der Zelle weisslich. Zwei g ro sse schwarze F le ck e werden von der Mediana durchzogen, der erste n ahe der
Basis, der zw eite am Ursprung des ersten Medianastes; zw ei schiefe kur ze Streifen von den Adern durch
setzt, einer vom A p ex zum dritten Medianast, der zw eite v on der untern Radialis vom Zellende zum ersten
Medianast. E in ig e schwarze Punkte zerstreut an der Costa, dem Innen- u nd Aussenrand. Hinterflügel rosa,
Zoölogica. Heft. 29. 7