
6, 7 dicht bei einander, 8 frei. D ie unb eschu pp te e in g ed rü ck te Stelle an der F lüg e lwlir ze l is t undeutlich.
Celebes.“ Snellen.
Meyrick stellte die Art zu seinen Desmobathridae, die mit den Orthostixinae Hampson
zusammenfallen nach der Definition Meyricks (Vorderflügel lang, 7 aus 9, 10 fehlend; Hinterflügel:
5 vorhanden, 8 entfernt von 7, mit 8 verbunden durch Querrippe nahe der Basis.) Die Gattung
Desmobathra Meyr. wird von ihm definirt: „Vorgestreckte Palpen, zweites Glied oben kurz beschuppt.
Endglied kurz. Fühler 2/8 der Vorderflügel beim cf (?).. Hinterschienen beim 9 mit nur
einem Mediansporn, etwas unter der Mitte-, Endsporen kurz. Vorderflügel: 6 entfernt von 9, 11 mit
9 mässig anastomosirend vor 8, 12 kräftig anastomosirend mit 11 vor 9. Hinterflügel 6 und 7 getrennt.“
Zu dieser Gattung gehört Desmobathra niphoplaca Meyrick (Trans. Ent. Soc. 1886, p. 199:
Salomons-Islands), welche Druce (Pr. Zool. Soc. 1888, p. 578 n. 40), von den Shortlands-Inseln erwähnt
und welche sich auch in der Ribbe’schen Sammlung von dort findet. Diese Art ist schwarz
mit zwei rundlichen weissen Flecken der Vorderflügel und einem ebenso gefärbten discalen der
Hinterflügel.
Ein weiteres verwandtes Genus der Desmobathridae Meyrick ist Derxena Walker, welches
nach Meyrick, Trans. Ent. Soc. Lond. 1886, p. 199) folgende Charaktere trägt:
„Gesicht g la tt; Pa lpen v orge stre ck t, leicht beschuppt, Fühler läng e r als d ie Hälfte der Vorderflügel,
beim c f fadenförmig, m ä ssig b ewimper t mit Büscheln v on Cilien. Mittelschienen mit sehr kurzen, ungleichen
Sporen, Hinterschienen beim c f ohne Sporen. A u f den Vorderflügeln is t Ad er 6 entfernt v o n 9, 12 mässig
anastomosirend mit 11; a u f den Hinterflügeln Ad er 6 und 7 g estie lt, Basaltheil zwischen 7 und 8 hyalin.
D e rx en a untersche idet sich v on D e smo b a th ra hauptsächlich dadurch, dass Ader 11 der Vorderflügel frei ist
v on 9 u nd 6 der Hinterflügel, mit 7 g e stie lt.“
Diese Gattung scheint mir identisch mit Rambara Moore, Lep. CeyF. III. p. 458 (1887),
Hampson, I. M. III. p. 326, welche nach H. in Madagascar, Formosa, India, Ceylon, Burma, Andg-
mans, Borneo, Java und der australischen Region verbreitet ist und definirt wird:
„Palpen vorge stre ck t und haarig; Antennen lang , schlank, fein g e z ah n t beim c f, gewimpe rt beim $ ;
Beine sehr la n g und schmal, Vorderschienen kurz; Hinterschienen mit Grube und Haarbüschel und ohne
Sporen beim cf- A u f den Vorderflügeln Ader 3 v on w e it v o r der Zellecke, 7, 8, 9 g e s tie lt v on v o r dem
obern Winkel; 18 fehlen d ; 11 mit 12 zusammenfallend. A u f den H in te rf lü g e ln Ader 3 v o n v o r der Zellecke,
5 v on der Mitte der Üiscocellularen, 6, 7 g e stie lt.“
265. Rambara coelivagata Walker, Suppl. 1615; Meyrick, Trans. Ent. Soc. Lond. 1886,
p. 200: Neu-Britain, Neu-Guinea, Aru.
Diese Art glaube ich in Exemplaren aus der Ribbe’schen Ausbeute von Neu-Pommern
(Kinigunang) zu erkennen.
„ c f 21 mm. Kopf, Thorax und Abdomen weissblau. Fühler u nd Palpen weisslich, Vorderflügel
dreie ckig. Hinterrand gerundet, bla ss silberblau, dünn beschuppt. Costalecke weisslich. Discaler schwarzer
F leck. Fransen weissblau. Hinterflügel dreie ckig, Hinterrand gerundet. Färb u ng, discaler Fleck und Fransen
w ie a u f den Vorderflügeln. Neu-Britannien. Nach W a l l a c e a u f Neu-Guinea und Aru.“ Meyrick.'
Diese Art erscheint identisch mit meiner Zanclopteryx caerulea A. Pagenst. (Jahrb. N. V.
f. Nat. 1886, p. 55 n. 103) von den Aru-Inseln.
Ich schiebe hier ein:
266. Tigridoptera interrupta Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 163: Neu-Ireland.
Diese Art ist in einerp Exemplar in dem Senckenberg’schen naturhistorischen Museum zu
Frankfurt a. M. aus Neu-Mecklenburg (1875 Dr. Gerl ach) vertreten.
„Blassblau, die Vorderflügel mit zw ei und. die Hinterflügel mit drei gelblichen auseinandergehenden
länglich en Streifen. Vorderflügel über der Zelle gek r euz t von fü n f parallelen, e tw a s gew in k e lten Reihen
v o n mehr oder w enig e r zusammenfliessenden schwarzen Flecken, d ie letz te Re ihe unterbrochen v on den
g elb lichen Streifen; zw ei su bmarginale Reihen v on ovalen schwarzen Flecken, beide Reihen unterbrochen in
der Mitte und die äu sse re auch am A p e x und Aussenwinkel. Hinterflügel: die gelblichen Streifen a u s g e dehnt
b is zum Aussenrand, ein schwarzer S tre ifen ü be r den Grund; ein grö sse r schwarzer Fleck am Zellen
d e; ein etwas gew inkelter paralleler Streifen über die Mitte, b e id e unterbrochen durch die gelblichen
Stre ifen; e in e su bmarginale Reihe v on schwarzen Flecken, auch unterbrochen durch die gelblichen Streifen;
e in einze lner schwarzer Randfleck nahe dem A p ex ; T horax grau, mit schwarzen F lecken a u f den Discocellularen,
theilnehmend an einem schwarzen Streifen, welcher d ie F lü g e l durcbschneidet; ein zweiter ähnlicher,
aber mehr g eb o g en e r Streifen über dem Discus; ein grösser we isse r F leck im Ceutrum der Aussen-
parthie a u f allen F lüge ln; Vorderflügel am A p ex weiss, Brust grau, L eib g elblich. 2 Zoll 9 Linien. Verwandt
mit der australischen T. m a tu tin a ta von Walker, aber verschieden durch die Unterbrechung* in der Reihe
der schwarzen F le ck e der Oberfläche, d ie bed eu ten d ere Grösse dieser Flecken, d ie Abwesenheit d es g e lb lich
en Aussenrandes, oder des g elb en Costalrandcs der Vorderflügel, u nd u nten in der Gegenwart von zwei
schwärzlichen Streifen, der g'leichmässigen Fä rb u ng der Aussenparthie mit dem Rest d er Grundfarbe, aber
unterbrochen durch g ro sse w e isse F le ck e .“ Butler.
Meyrick rechnet die Gattung Tigridoptera Hampson zu den Boarmiidae.
Des Weiteren schiebe ich hier ein die mir neu erscheinende
Gattung Longipalpa A. Pagenst. n. g.
Palpen sehr lang und spitz vorgestreckt, zweites Glied dünn beschuppt, drittes Glied ebenso
lang als das zweite. Hinterschienen schwach gespornt, etwas verdickt, ohne Haarbüschel und Fortsatz.
Fühler des cf gekämmt, des $ fadenförmig. Im Habitus an Abraxas Leech, in der Färbung
an Celerena erinnernd, von beiden durch die eigentümlichen Palpen verschieden.
Hierher die Art:
267. Longipalpa circumducta A. Pagenst. n. sp.
In der R ib b e ’schen Sammlung ein $ von Neu-Pommern, in meiner eigenen ein cf von
unbekannter Herkunft (Capella circumducta bezeichnet).
„9. 40 mm. Fühler fadenförmig, schwärzlichbraun. Palpen sehr lang und spitz vorgestreckt,
die zwei letzten Glieder unten gelblich, oben schwärzlichbraun, erstes Glied gelblich, zweites
dünn beschuppt, drittes ebenso lang, zugespitzt. Stirn gelblich. Brust und Hinterleib gelblich,
Vorderflügel breit, Costa nach dem abgerundeten Apex hin leicht gerundet, Aussenrand leicht convex,
Aussenwinkel abgerundet. Vorderrand der goldgelben Vorderflügel schwarz, der Apex breiter
schwarz, Aussenrand schwarz, nach innen leicht gewellt. Hinterflügel mit abgerundetem Vorderwinkel,
schwach zugespitztem Hinterwinkel und convexem Aussenrand, goldgelb mit schwarzen
Rändern. Unterseite wie oben. Beine gelb.
cf. 38 mm. Fühler schwärzlich braun, bis nahe zur Spitze gekämmt. Palpen gelblich, spitz
vorgestreckt, etwas kürzer als beim 2, Alle Flügel goldgelb, mit etwas schmälerem schwarzen
Flügelrand, der einen silbernen Schimmer zeigt. Die Sporen der Hintersehienen länger als beim cf.“
Erinnert an JEusemia melanura Kirsch, Beitr. zur Kenntniss der Lepid. von Neu-Guinea.
1877 Desd. Mus. Mitth. p. 130, Taf. VII f. 3, aber durch die Palpen ganz verschieden.
Herrn Snellen war die Art unbekannt.
Subfam. Larentiidae.
Diese Familie umfasst zahlreiche Gattungen von meist kleinen und zierlich gebauten Faltern.
Sie hat indess im Osten nur eine geringe Verbreitung mit wenigen Geschlechtern. Gemeinsam sind
denselben nach Hampson, I. M. III. p. 329 die nachfolgenden Charaktere: