
Die gehr eoncise Diagnose von Boisduval lautet:
„Alis antieis fasc iis-violesc entibus, maeulis oi'dinariis nervo medio albido, ju n c tis strigis transversis
pallidis, maculisque apicälibus sa g itta lis nigr is, p osticis albö-opalinis.“
H a m p s o n , 1. c. b eschreibt d ie Art, w ie fo lg t: „30—34 mm. Blassgelblich, mit schwarzbraun g e mischt.
Hinterleib blasser. V o rd e r flü g e l. mit e in ig en blassen Streifen am Grunde; e in e g ew in k elte und
sch iefe su bb asale L in ie ; e in e g ew e llte gekrümmte submediale Linie; die Kreismakel schief, mit bräunlichem
Centrum und schwarzen Bändern; d ie Nierenmakel ein schiefer P fe ilfle ck ; d ie äu sse re H älfte der Mediana,
d es Grundes der Adern 2, 3, 4 und der Discoc ellularen vo rw ieg en d blass; Zapfenmakel schwarz; e in e u nb estimmte
po stmedia le L in ie ü be r der Zelle ausgebuchte t, e in e g ew e llte submarginale L in ie mit schwarzen
Streifen v o r ihr; Fransen mit blassen Streifen. Hinterflügel helldurchsichtig, we iss glänz end, mit dunkler
Handlinie.“
F o r s a y e t h , 1. c. fand die Kaupe a u f Convolvolus. S ie is t am Schwanzende' abgestumpft, röth-
lichbraun, mit röthlicher Linie u nter der Mitte des Rückens. • E ine doppelte Fleckenr eihe auf jedem S eiten rand,
von d enen die. obere au s d reie ck ig en Flecken besteht, d ie oben schwarz, an der Basis mit gelb er
L in ie sind, ausgenommen den dritten F leck vom Kopfe aus, we lche r g a n z schwarz ist. D ie 2 v o rd em
F le ck e haben mehr g elb liche an der Basis als d ie ändern. D ie untere Fleckenr eihe ist g a n z schwarz. Beine
6, 8, 2, g a n z reg elmä ssig . S ie verpu p pt sich in der Erde in einem Cocon e in ig e Zoll unter der Oberfläche;
d ie P u p p e ist kastanienbraun mit zw ei Spitzen am Ap ex. Puppenruhe 16 Tage.
Diese Art findet sich in der D a h l ’schen Sammlung von Ralum, Veranda 6./II. 97, in der
R i b b e’schen von Neu-Pommern, Neu-Lauenburg und von den Shortlands-Inseln.
Gattung Spodoptera Guenée.
Diese Art ist in Amerika, Afrika, China und der orientalischen und australischen Region
verbreitet und ausgezeichnet durch sehr stark entwickelte Haarbüschel an den Vorderschienen, gewellte
Fransen und beinahe einfache Fühler.
124. Spodoptera mauritia Boisduval, Faune Ent. Madag. Lep. p. 92, pl. 13 f. 9; Snellen,
Tijd. v. Ent. Bd. 20 p. 25: Java; Bd. ,20 p. 70: Sumatra; Bd¿ 23 p. 45: Celebes;
A. Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Nat. 1888, p. 45: Amboina.
D ie se 38mm g ro sse w e it v erbr eite te Art, für welche H a m p s o n , I. M. II. p. 249, nicht w enig e r als
15 S ynon yme angiebt, meist au s dem W a lk e r ’schen Cataloge, und als Vaterland: W.-Afrika, Mauritius,
Shanghai, orientalische und australische Region, ist graubraun mit n issig em Anflug. A u f den Vorderflügél.n
sind d ie subbasalen, submedialen und postmedialen doppelten Wellenlinien unbestimmt, d ie Ringmakel klein,
g elb lich, d ie Nierenmakel schwärzlich, die su bmarginale Linie weisslich u nd u nr eg elmä ssig gewellt;; ein.
we isse r Fleck steht oft zwischen Ringmakel und Nierenmakel und ein dunkler Fleck a u f der centralen,
marginalen Parthie. Hinterflügel halbdurchsichtig, weiss g länz en d mit ein er dunklen marginalen L in ie .“
Hampson.
Auch hier ist d ie B o i s d u v a l ’sch e Beschre ibung zutreffend: „Alis an tieis ciñereis, str ig is transversis,
pallidioribus, macula reniformi nigra quadrata p la g aq u e obscura ad ap ic em, p osticis albidis, nitescentibus.“
Diese Art scheint im Bismarck-Archipel häufig zu sein. Sie ist in der D a h l’schen Sammlung
zahlreich von Ralum vertreten (zum Licht 17./VIII. 96, 7./IX. 96, 20./VII. 96, 13./VII. 96,
14./VIII. 96, 28./XI. 96, 12./XII. 96; Anf. Oct. 96, 14./XI. 96, 23./I. 97, 7./I. 97, 15./II. 97 u.s.-w.);
in der R ib b e ’schen Sammlung von Kinigunang (Neu-Pommern).
Gattung Calogramma Guenée.
Bei dieser von Indien, Ceylon, Australien, Neu-Caledonien und den Molukken bekannten
Gattung finden wir (s. Hampson II. p. 249) keinen Schopf hinter dem Halskragen, aber solche
am Metathorax; die Beine sind wenig haarig, die Fransen der Vorderflügel wenig gewellt. Auf
den Hinterflügeln ist Rippe 5 am Beginn gekrümmt und entspringt unter dem Centrum der Discocellularen,
welche stark gewinkelt sind.
. 125. Calogramma festiva Donovan, Epitome Ins. New Holland (1805); Moore, Lep. Ceyl. III.
pl. 146 f. 6 ; A. Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Nat. 1888, p. 46 n. 237: Amboina,
Philippinen, Aru; Hampson, Ind. Moths. II. p. 249 f. 141 (cf): Nepal, Ceylon,
Australien, Neu-Caledonien; Snellen, T. v. E. Bd. 23, pl. 46: Celebes; Semper, Verh.
zool. bot. Ges. 1867 p. 702, pl. 23 f. 4 a, h (Raupe).
Polia picta Guerin, Voy. Coq. p. 285: Port Jackson; Atlas Ins. n. 19 f. 7; Boisduval,
Voy. Astr. Lep. p. 241: „Alis albidis nigro ruhroque variegatis, posticis albidis, an-
ticis subtus costa rubricante.“
Calogramma picta Guenee, Noct. I. p. 166: Neu-Holland, Tasmania.
„Gelblichweiss, Kopf und T horax röthlich übergossen. Vorderflügel mit etwas Roth am Vorderrand.
Zahlreiche, leicht au sg ed rü ck te g ew e llte schwarze Linien zwischen dem Grunde und der antemedialen
Linie,- die Kreismakel und Zapfenmakel aus schwarzen Ringen bestehend; e in mediales rothes Band an der
Costa verbreitert, nach dem Innenrand hin sich ver en gernd , die Nierenmakel mit gelblichen und schwarzen
Beg r en zu n g en und rothem Centrum; die postmedialen doppelten g ew ellten Linien g elb lich gefüllt und stark
a u sg eb uchte t ü be r der Z e lle ; e in ig e sc hw a rz e Wische a u f röthlichen F lecken über ihr. Hinterflügel halb-
dur chsichtig weiss. 48 mm.“ Hampson.
Die Raupen und Puppen bildet R ib b e , Iris X. p. 284 f. 6, 7 (nicht 3, 4 wie im Text
steht) ab. Sie ist nach der Abbildung grau mit dunklen Seiten- und Rüekenstreifen, schwarzen
Flecken auf dem 5. Glied und am After, röthlichem Kopf und Bauch, und lebt in den saftigen
Tarrostengeln und verwandelt sich an der Erde oder in Blättern in eine braune Puppe, welche den
Schmetterling nach 14 Tagen liefert. R ib b e erhielt die Raupen zahlreich auf Mioko in Neu-
Lauenburg, woher auch der Schmetterling in der Sammlung sich befindet.
Gattung Amyna Guenee.
Bei dieser über die neotropische Region, Südafrika, die orientalische Region, Japan und
Paeific-Gruppe verbreiteten Gattung findet sich ein schlanker, zugespitzter Hinterleib mit leichten
dorsalen Schöpfen, schlanke, über den Scheitel reichende Palpen. Die Vorderflügel sind kurz und
breit mit etwas gegen den Apex hin gekrümmter Costa.
126. Amyna octo Guenee, Noct. I. p. 233; Hampson, Ind. Moths. II. p. 251 f. 142 (cf): West-
Indien, Süd-Amerika, Afrika, Arabien, Japan, China. Indien, Ceylon, Burma, Anda-
manen, BoraSäPacific-Grappe.
Mesosirosta stigmatula SneRen, T. y„ E, Bd. 15 p. 55, pl. IV f. 16 (Erastria); Bd. 23
p. 55: Gelebes; A. Pagenstecher, N. J. f- Nat. 1894, p. 34: Java.
Chytoryza cephusalis Walker, Snellen, Tijd. voor Ent. Bd. 41 p. 194: Madagascar, Java,
Gelebes, Amurland.
20__30 mm. Graubraun mit weissem oder gelblichen Fleck in der Mitte der Vorderflügel,
vielfach variirend, ¿r dass Hampson nicht weniger als 18 Synonyme aufführt, welchen Snellen
noch Segestiaf mandarina Staudinger (Komanoff, Mem. Lep. V. p. 482, pl. 9 f. 4) zufttgt.
In der D a h l’sohen Sammlung findet sieh ein Exemplar (Ralum, zum Licht 12,/VI. 96),
welches graubraun, röthlicb> schimmernd ij3t;. Die Vorderflügel mit dunklen Wellenlinien und sehr
ausgesprochenem rundlichem, weissen Mittelfleck und graubraunen, schwärzlich beschatteten Hinter-
flttgeln; auf der Unterseite mit röthlichen, mit unbestimmten Querlinien versehenen Vorderflügeln
ohne weissen Mittelfleck und hellgrauen Hinterflügeln. In der R ib b e ’schen Ausbeute von Neu-
Zoologica. Heft 29.