
anhängen besetzt. Eine Fiederung zweiter Ordnung scheint nicht vorzukommen. Die Achse der
grösseren Tentakeln ist seitlich zusammengedrttckt; die Fiederanhänge stehen an der schmalen Vorderkante.
- Die Tentakeln stehén nicht in einem einfachen Kreise;'1" Je grösser sie sind, um 4o weiter
ist ihre Ansatzstelle von der Ingestionsöffnung entfernt. Die kleinsten stehen auf einem schmalen,
durch stärkere Muskulatur ausgezeichneten Ringe. Etwa 9 sehr grosse, mit etwa’# bis 8 Fieder'
anhängen versehene Tentakeln stehen weit ausserhalb dieses Kreises. Eine ungefähr ebenso grosse
Zahl mittlerer Tentakeln, zum Théil einfach, zum Theil mit den Anfängen einer Fiederung, steht
unregelmässig zwischen jenen beiden Kreisen. Eine Regel in der Aufeinanderfolge der verschiedenen
Grössen liess sich nicht erkennen.
Der Do r s a l t u b e r k p f i s t nur sehr schwach erhaben. Er ist schräg ‘gestellt, nach vorn
und rechts gerichtet'. Die Flimme r g r . u be erstreckt sieh als einfacher, gerader Spalt mit fest
aneinander gelegten Rändern fast über die ganze Länge des Dorsaltubjäkels. Der Ne u r a l k a n a l
erstreckt sich von der rechten Seite her dorsal über das lang gestreckte Ganglion. Die N'eural-
d rüs e (dorsal vom Ganglion?) ist ntiifti deutlich erkannt worden.'
.Der Kiemensaek (Taf. III Fig. 15) ist ungemein zierlich gestaltet, ganz'glatt, faltenlos.
Er trägt jederseits eine geringe Zahl (5 ?) breit saumförmiger L än g sg e fä sse ;. An einem heraus*
präparirten Kiemensack-Brnchstück der linksseitigen Hälfte fand ich 5 Längsgefässe. Es ist nicht
ganz ausgeschlossen, dass dieses Bruchstück nicht die ganze Breite der Hälfte repräscutirt. Es'fisti
möglich, dass noch ein weiteres Längsgefäss hinzukommt, oder gar deren zwei; dcjgl halte S eg
nicht für wahrscheinlich. Die Höhe der sehr dünnen Längsgefässe kommt unge&hr dem dritten
Theil der Maschenbreite gleich. Die Que r g. ef ä ss e bilden mit den Längsgeftfäen ziemlich regek.
massig rechteckige Maschen, die etwas länger als breit sind. Die Quergefässe sind annähernd
gleich stark, doch habéri sie für die Beschreibung des Kiemensaekes alternirend verschiedene Bedeutung.
Die Verschiedenheit ihrer Bedeutung beruht auf dercjtelltmg der r Kiemenspalten zu
ihnen. Die Ki emenspal ten bilden derartig zierliche und regelmässige Figuren, dass der Kicmen-
sack dieser kleinen Art als Motiv für Stickmuster benutzt werden könnte; Normal erscheint folgend eil
Anordnung der Kiemenspalten: Jedes zweite Quergefäss bildet eine Symmetrie-Linie der zierlichen
Zeichnung, während die heiden benachbarten Quergefässe jederseits einem exakten Abschluss bilden.'
Jederseits dicht neben einander und dicht neben dem Symmetrie-Quergefäss liegen in einer Maschenbreite
4 Kiemenspalten-Enden (die Enden der Kiemenspalten a, b, d und d)’- deutlich hervorgehoben
durch die Verdickung der epithelialen Wandung. Von den beiden mittleren Enden jederseits gehen
dieht neben einander(zwei Kiemenspalten (6 und d) in der Längsrichtung ab, die Ungefähr in der
Mitte der Maschenlänge auseinander weichen, um sich dann spiralig gegeneinander einzurollen, l 1/
Spiralwindungen oder etwas weniger beschreibend. In dem von diesen auseinander weichenden
Kiemenspalten (6 und d) umgrenzten Raum liegt quer eine spangenförmig gebogene Kiemenspalte
(c), deren beide Aeste, sich etwas spiralig aufrollend, in die beiden Spiral-Enden- der Kiemenspalten
b und d eingreifen. In der Nähe der Dorsalfalte wird die zweifach symmetrische Zeichnung dieser
drei Kiemenspalten b, e und d dadurch vereinfacht, dass die Spiralwindungen sich verkürzen und
auf einen Umgang redueiren, und dass ferner die beiden Enden der spangenförmigen Kiemenspalte
c mit dem Spiralende der Kiemenspalten l und d verschmelzen, so dass sie nicht mehr getrennt
sind, sondern eine einzige, Complicirt verlaufende Kiemenspalte bilden. Die dicht oberhalb der
Kiemenspalte b und dicht neben dem Symmetrie-Quergefäss entspringende Kiemenspalte a geht
zuerst parallel diesem Quergefäss dorsal und bildet dann, sich Von dem Quergefäss abwendend und
sich einrollend, eine Spirale, welche auf die dorsal liegende Masche übergreift, und deren Centrum
unter dem trennenden Längsgefäss liegt. Die Kiemenspalte e schliesslich geht zuerst parallel
der Kiemenspalte d-, wendet sich dann ventral und bildet, sich einrollend, eine Spirale. Diese
Spirale greift auf die ventral folgende Masche über, und zwar schiebt sie sich in die Windungs-
Ittcke dier Kiemenspalte a dieser anderen Masche' ein. Es bilden also die Kiemenspalten a und
e zweier benachbarter Maschen eine;:,gemeinsame Doppelspirale, deren Centrum unter dem die
Maschen trennenden Längsgefäss liegt. -
Die D o r s a l f a l t e ist-ein glatter, glattrandiger, mässig breiter Saum.
Der Da rm liegt an Rer linken Seite des Kiemensackes. Die S c h l u n d ö f fn u n g liegt
ziemlich weit hinten. Der "enge Oesophagus geht schräg nach hintejniund unten. j|e r Magen
ist dick walzenförmig. Seine Wandung bildet mehrere grosse, unregelmässige, meist stark in die
Länge gestreckte Leber-Ausbeulungen. Der Magen, ist gerade von hinten nach vorn gerichtet. Er
bildffizusammen mit dem anfangs ebenso gerichteten Mi t t e l d a rm eine lange, ziemlich weit
klaffende ;Sr|||ife. Dfflriicklaufende Ast dieser Schleife, schmiegt sich an die Oberseite des Magens
an und biegt Sich dann, B i Oesophagus, folgend, nach vorn, um bald in den kurzen, etwas verengten,
aber nM t scharf abgesetzten Enddarm überziigehen. Der After liegt. iifMer Nähe der
Schlundöffnung. Der Afterrand ist zurückgesohlagen, durch 2 (oder 35p tiefe Kerbsehnitte gespalten
im ('übrigen glatt. Das Afterende des Darms ist seitlich zusammengedrückt.
Es findet sieh jederseits ein Geschlechtsapparat (Taf. III Fig. u l l n war bei dem
vörli^endeiÄtttck nur der männlicheg|heil des Geschlechtsapparates vollkommen ausgebildet; doch
fand sieh in Verbindung mit demselben eine Bildung, die ich wohl für die Anlage des weiblichen
Theil* des Gfjchlechtsapparates halten darf. Es sind als'o-die vollkommen ausgebildeten Gesehlechts-
apparate wahrscheinlich zwittrig. Der Gesehlechtsapparat der linken Seite liegt innerhalb der
klaffenden Darmsehlinge, dieselbe schon in miausgebildetem Zustande fast ganz ausfallend. Der
d®rl;chten Seite; liegt frejy : Die Hode besteht aus einer Anzahl Theilstücke, die/einfach bimförmig
oder) doppelt, selten dreifach, sind?,) Die letzteren entstehen durch mehr oder weniger weit
gehende Verschmelzung der schmäleren l ’oio von bimförmigen,) Hodenbläsebeh. Die Hode der
linken Seite besteht bei dem jtprlibgenden stück ans 12, die der rechten Seite aus 15 Theilsttteken.
Dieselben stehen ziemlich dicht gedrängt in ejndpiAm Oval zusammefigebogenen Linie. Das Oval
füllt die ganze vordere Partie der Darmsehlinge aus. Die aus den nach innen gekehrten schmäleren
Polen entspringenden Ausführungsgänge vereinen sieh zu zweien und wieder.zu zweien, bis sie-
sehliesslich in der Mitte des Ovals sämmtlieh zu einem kurzen, engen Samenlei ter zusammen-;
fliesseh. Als Anlage des Ovariums sehe ich folgende nur au der linken Seite näher untersuchte
Bildung an: Unter dem Hodenbläschen-Kranze bildet die Wandung des Innenkörpers ein flaches,
dünnwandig-blasiges Polster, das sieh nach hinten noch über i jS Hodenbläsehen-Kranz hinaus in
der Darmschiingo entlang bis zum Magen hin erstreckt. Die Wandung dieses blasigen Polsters
zeigt zahlreiche Zellgruppen, die sehr wohl als Ovarial-Anlagen gedeutet werden können; auch finden
sich kleine fingerförmige Zapfen, die von der Blasenwanduhg in das Lumen hineinragen. Die
Hode scheint bei diesem Thier dem Ovarium aufgelagert zu sein; doch ist wohl zu beachten, dass
sieh das Aussehen des ganzen Geschlechtsapparates bei weiterer Ausbildung des weiblichen Theiles
noch sehr stärk verändern mag.
Fundnotiz: Süd-Atlantischer Oeean, 43? ffies. Br.ä 60«,# w. Lg., 56 Fd.; Kophamel
leg. 1888.
Zoologica. H e f t'81. Jß