
kreuzt. Hinterflügel gewöhnlich mit einer A n deutun g ein es submarginalen orangen Streifens. F lü g e l unten
schwärzer als oben, mit Purpur b edeckt. Vorderflügel mit einem breiten subniarginalen orangen Streifen,,
der den A p ex nicht erreicht. Leib unten orange. 1 Zoll 3 Lin ien Ausmaass.“ Butler.
Ich habe die Diagnosen dieser beiden Arten (?) untereinander gesetzt, da es mir nach dem
jetzt vorliegenden grösseren Material, das vielfache Uebergänge zeigt, wahrscheinlich geworden
ist, dass wir es nur mit einer einzigen sehr variirenden Art zu thun haben. Hierzu bestimmen
mich zunächst die in der D a h l ’sehen Sammlung vorhandenen, in Paarung erhaltenen Exemplare,
wie die zahlreichen in der R ib b e ’sehen Ausbeute von N.-Pommern und N.-Lauenburg. Was die
ersteren betrifft, so erwähne ich hierüber Folgendes:
Ein Paar v on Alovan b e i Ralum l./V I. 96. Der Mann z e ig t a u f der Oberseite der Vorderflügel d en
breiten g elb en , von n ahe dem A p ex bis zur Flüge lmitte reichenden dreie ck igen F le ck; die Hinterflügel sind
einfarbig braun. A u f der Unte rseite ist der Fleck des Vorderflügels dem der Oberseite entsprechend, die-
Hinterflügel haben e in e nach vorn g e g e n den Vorderwinkel zu g esp itzte b is zum Afterwinkel re ich en de
marginale halbmondförmige g e lb e Binde, d ie unge fähr die h albe Breite derjen igen des Vorderflügels hat-
Das Weibchen ist etwas grösse r, dunkler braun,-hat a u f der Oberseite der Vorderflügel ein schmaleres von
nahe der Costa bis zum Aussenwinkel g eh en d es g e lb e s Band mit con v ex em Aussenrand und leicht g ew e llte r
innerer B eg renzun g , und ein g le ich e s lä n g s des Aussenrandes der Hinterflügel, das etwas breiter ist, den.
Vorderrand nicht erreicht u nd parallel dem Aussenrande verläuft. D ie Un te rseite ist tiefschwarz, das oran geg
e lb e Band der Vorderflügel w ie oben, sch ie f v on der Costa zum Aussenwinkel geh en d , am Aussenrand von-
ein er blauvioletten Randbinde begleite t. Nach innen vom ge lb en Bande stehen bläuliche Strichpunkte. Die-
Hinterflügel haben e in e der Oberseite entsprechende breite marginale, nach dem Vorderrande zugespitzte-
Binde. Unte rseite d es Hinterleibs o ran gege lb. Oberseite dunkelschwarzbraun.
Ein we itere s Exemplar 3 H ./X . 96 Alovan Ralum ist klein mit grossei* g e lb e r Binde der Vorderflü
gel a u f der Oberseite und schwacher Andeutung einer- Binde a u f den Hinterflügeln, welche u nten deutlich
ist. Mit ihm in P a a ru n g g e fa n g en ist ein g rö sse res dunkleres §, das a u f der Oberseite der Vorderflügefi
ein en ovalen orangen F leck nahe dem Aussenwink el hat, der mit sein em äusseren Rande den Aussenrand
n icht erreicht, und d essen innerer Rand nach oben und inn en verwaschen erscheint. A u f den Hinterflügeln
hat dasselbe e in e breite, dem Aussenrande parallele o range Binde, die den Vorderwinkel nicht g a n z er re icht.
A u f der Unte rseite ist die oran ge Binde der Vorderflügel k rä ftig e r entwicke lt u nd -r eich t nicht g a n z bis zu r
Costa u nd dem Ap ex. A u f den Hinterflügeln w ie oben. B e in e und Un te rseite des L eibs oran gege lb.
Ein noch in Paaru n g erhaltenes 3 2 verhält sich dem v o r ig en Pa a re an alog. D e r o ran g e F le ck
der Vorderflügel des $ is t oben und unten etwas k leiner; das 3 entspricht dem vorig'en. D iese s Paar ist-
g e fa n g en Lowon b e i Ralum 9./I. 97.
Ein we itere s Pärchen ist beze ichne t Tha l 13./V. 96. Hier is t das 3 w ie d ie an g e fü h r ten ; das $ hat.
ein en grossen g elb en Fleck der Vorderflügel u nd dunkle Hinterflügel ohne Bin d e a u f der Oberseite. A u f
der Hinterseite z e ig t sich eine, g ro sse breite Binde der Vorderflügel und e in e g a n z schmale d er Hinterflügel.
D e r Rand der Binde der Vorderflügel lä u ft b e i 3 u nd $ vom Aussenwinkel dem Aussenrande parallel bisn
ahe zum Ap ex, b ie g t dann leicht e in g eb o g en zur Costa, d ie se berührend, und g eh t ziemlich g e r a d e zum.
Aussenwinkel zurück. B e i ändern $ $ wird s ie schmäler, j e nachdem s ie früher vom Aussenrand abw eich t.
In der R ib b e ’sclien Sammlung befinden sich eine Anzahl von Exemplaren von Neu-Pommern«
und von Neu-Lauenburg.
E in 5 von Neu-Pommern hat e in e breite halbmondförmige o ran g eg e lbe Bin d e v o n ’ d er Mitte der-
Costa b is n ahe zum Hinterwinkel, der äu sse re Rand con v ex , der inner e fa st gerade , u nd eine breite nach,
dem Vorderwinkel zu g e sp itz te mit dem Au ssenrande p arallele b is in den D iscu s mit dem inneren Rande
re ichende o ra n g eg e lb e Binde. Un ten w ie oben. Bei einem $ v on Neu-Lauenburg ist die Bin d e d er Vorderflü
g e l v on der Flüge lmitte an verloschen, d ie Binde der Hinterflügel noch breiter, a ls bei dem v o r ig en
Exemplar. A u f der Unte rseite die Binden der Vorderflügel, wie Hinterflügel voll entwickelt. Bei drei ändern
$ $ v on Neu-Pommern ist a u f der Oberseite der g ro sse bin d en artige o ran g e F le ck der Vorderflügel
v o ll entwickelt, die Binde der Hinterflügel a u f der Oberseite^ nur schwach an g ed eu tet. A u f der Un te rseitesind
b e id e Bindenflecke voll vorhanden. Bei zwei $ 5 von N.-Lauenburg v er schwindet d ie Binde des Hinterflü
gels v ö llig und is t auch a u f der Unte rseite g a n z schwach vorhanden; die Binde des Vorderflügels i s t
v o ll entwickelt.
Dr ei 3 $ von Neu-Pommern haben k e in e Spur einer Binde a u f den Hinterflügeln, a u f der Oberseite
u nd Unterseite; d a g eg en die der Vorderflügel voll entwickelt.
Bei 4 Exemplaren von Neu-Pommern, 2 3 3 2 $ $ ist dev b indenartige Fleck der Vorderflügel
:zu einem k leinen F leck am Hinterwinkel reducirt, der a u f der Unterseite ebenso oder nur g e r in g stärker
sich ze igt.
Bei einem Exemplar v on Neu-Pommern (3 ) ist der Fleck der Vorderflügel am Hinterwinkel bis zur
Flüge lmitte hin verloschen vorhanden (a u f der Unterseite ebenso), die Hinterflügel entbehren oben und
u nten des Gelben. Es z e ig en sich somit alle möglichen U eb e rg än g e von Formen, die man zu p o s tic a lis und
zu lu n ig e ra ziehen könnte.
41. Cleis mioJcensis A. Pagenst. Taf. III f. 8 S f. 11 ? .
Callidula mioJcensis A. Pagenst. J. N. V. f. Nat. 1894, p. 79. S $ Mioko.
Diese Art beschrieb ich 1894 nach einem mir damals vorliegenden, bescheidenen Material
und zwar das S als auf der Oberseite der Vorderflügel schwärzlichbraun mit grossem abgerundeten,
gelben Mittelfleck, die Hinterflügel schwärzlichbraun; $ Vorderflügel ähnlich, Hinterflügel mit goldgelbem
FJeck.
Das mir nunmehr vorliegende viel grössere Material vornehmlich der R ib b e ’schen Sammlung
von N.-Pommern ergiebt, dass wir es hier mit einer variirenden Art zu thun haben, die mit
Cleis hypoleuca Butler von Alu (s. Taf. III f. 14), welche Art mir in zahlreichen Exemplaren in
der Ribbe’schen Sammlung von den Shortlands-Inseln vorliegt, nahe verwandt ist.
Bei. den v on mir ursprünglich von Neu-Lauenburg beschriebenen Exemplaren fa n d sich nur ein
kle ine r ge lb e r discaler u nr egelmässiger Fleck a u f den dunkelbraunen Vorderflügeln und Hinterflügeln; bei
ä n de rn Exemplaren v on Neu-Pommern v erg rö sser t sich dieser Fleck sowohl nach der Basis, als dem Au ssenrand
hin, so dass d ie se gelb mit braunem Rande erscheinen. Zuweilen tritt auch noch ein dunkler F lüg e lmittelpunkt
der Vorderflügel auf. Bei den Weibchen, die mir v on Neu-Pommern (Ralum und Kinigunang)
v o rlieg en, verbreitert sich die gelbliche , hellere Grundfärbung noch weiter, und e s bleibt nur ein schmaler
braunschwarzer Hinterrand der Hinterflügel, w ie ein die Costa der Vorderflügel schmal vom Grunde zur
Flüge lmitte und von da in gewelltem B o g en zum Aussenwinkel z iehend e marginale braunschwarze übrig.
In letzterer tritt am Ap ex die gelb liche Grundfärbung in dreieckigem, mehr oder w enig e r am Aussenrande
•sich hinziehendem, nicht sch arf begrenztem Apicalfleck wieder auf.
A u f der Unterseite sind d ie Exemplare v on Cleis m io k en sis denen von Cleis hyp o leu ca Butler fast
v ö llig gleich (während die Oberseite, wie u nten zu erwähnen, verschieden ist). Der Grund sämmtlicher
F lü g e l ist g o ld g e lb ; die Costa z e ig t fe in e schwarze Stippchen, welche sich auch a u f der das Apicalfeld einnehmenden
rothbraunen Färbung, die von nahe der Costalmitte zum Hinterwinkel zieht, sich neb st bläulichen
metallischen Stippchen ze igen .
A u f den Hinterflügeln bleibt d ie Costa frei, der Aussenrand ist von ein er rothbraunen Binde eing
enommen, in der zahlreiche schwärzliche und metallische blaue Stippchen sich finden. D ie se schwärzlichen
und blauen Stippchen sind b e i den 3 3 dichter und g eh en mehr a u f die g e lb e Grundfärbung über.
D ie Exemplare v on Cleis hyp o leu ca Butler sind a u f der Unterseite, w ie s ie eben b e i m io k en sis beschrieben
wurde, nur ist d ie rothbraune Randfärbung deutlicher schwärzlich begrenz t. A u f der Oberseite
z e ig t hyp o leu ca braunschwarze Grundfärbung, in welcher a u f den Vorderflügeln ein ovaler g oldge lbe r discaler
Fle ck en und ein apiealer länglicher (letzterer öfters verwaschen) sich findet, a u f den Vorderflügeln ein meist
kle ine rer oblonger oder mehr rundlicher discaler Flecken steht. Bei hyp o leu ca ist der Grund sämmtlicher
F lü g e l breit braunschwarz, bei m io k en sis nur g a n z schmal, bei den 3 6 etwas verbreiterter.
In der Dahl’sclien Sammlung befindet sich ein $ von Lowon bei Ralum 29./II. 97.
Gattung Tyndaris Felder.
(Felder, Wien. Pint. Mon. IV. p. 269; A. Pagenstecker, Jahrb. N. V. f. N. 1887, p. 241.)
Vorderflügel d reie ck ig mit stark, convexem Vorder- u nd Aussenrand. D e r c o n v e x e Innenrand trägt
-am Grunde starke Haare. A u f den Vorderflügeln ist Ader 8 und 9 a u f gemeinschaftlichem Stil, 7 und 6
kommen von der obern Z e lle ck e ; a u f den Hinterflügeln lie g t 8 an 7 am Grunde an, 5, 4, 3 entspringen bei
ein and er , 2 von der Zellmitte. Zwei Hinterrandsadern. Palpen au fste ig end , den K opf überragend.